{"id":25958,"date":"2015-05-15T03:33:15","date_gmt":"2015-05-15T01:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fveranstaltungen%2Fnachhaltig-biobasiert-und-wirtschaftlich-internationale-experten-diskutierten-ueber-biooekonomie.html"},"modified":"2015-05-13T14:52:48","modified_gmt":"2015-05-13T12:52:48","slug":"nachhaltig-biobasiert-und-wirtschaftlich-internationale-experten-diskutierten-ueber-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltig-biobasiert-und-wirtschaftlich-internationale-experten-diskutierten-ueber-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Nachhaltig, biobasiert und wirtschaftlich?: Internationale Experten diskutierten \u00fcber Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 07. und 08. Mai 2015 fand in Halle (Saale) die vierte International Bioeconomy Conference des WissenschaftsCampus Halle \u2013 Pflanzenbasierte Bio\u00f6konomie und des BioEconomy Clusters, Spitzencluster des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung, statt. \u00dcber 180 internationale Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten Voraussetzungen und Chancen f\u00fcr den Rohstoffwandel vom Erd\u00f6l hin zu nachwachsenden, biobasierten Rohstoffen. Bei der Konferenz im Leibniz-Institut f\u00fcr Agrarentwicklung in Transformations\u00f6konomie (IAMO) zeigte sich, die Bio\u00f6konomie ist ein zentrales Zukunftsthema f\u00fcr Sachsen-Anhalt. Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens: \u201eDie Bio\u00f6konomie bietet neue M\u00e4rkte und Wachstumschancen, die wir nutzen wollen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die zweit\u00e4gige Konferenz verdeutlichte die Vielzahl von Aktivit\u00e4ten, die EU-weit, aber insbesondere in Gro\u00dfbritannien, dem diesj\u00e4hrigen Partnerland der Konferenz, und Mitteldeutschland zur Entwicklung einer biobasierten Wirtschaft angestrebt werden. Zum einen besteht der Bedarf, die fossilen Rohstoffe Erd\u00f6l und Erdgas zu ersetzen, zum anderen wird der Ruf nach einer nachhaltigen Wirtschaft lauter. Eine zentrale Rolle spielen hier zuk\u00fcnftig die Land- und Forstwirtschaft als Rohstoffproduzenten. \u201eAuch in diesem Jahr haben wir bei der Bio\u00f6konomie-Konferenz die nachhaltige Pflanzenproduktion in den Fokus gestellt. Pflanzen stehen am Beginn vieler Wertsch\u00f6pfungsketten. Wissenschaftliche Innovationen in dem Bereich der erneuerbaren pflanzlichen Ressourcen versprechen daher, gewinnbringend f\u00fcr die Bio\u00f6konomie zu sein.\u201c stellte Prof. Dr. Klaus Pillen, Co-Sprecher des WissenschaftsCampus Halle, fest.<\/p>\n<p>Referent Dr. L\u00e9on Broers, Vorstand bei der KWS Saat AG und Mitglied des Bio\u00f6konomierates, erkl\u00e4rte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Die gro\u00dfe Herausforderung bestehe in einer Verkn\u00fcpfung zwischen Branchen, die klassischerweise nicht zusammenarbeiten, wie der Agrarwirtschaft und der chemischen Industrie.<\/p>\n<p>Die Bem\u00fchungen, Wertsch\u00f6pfungsketten f\u00fcr Nahrungsmittel \u201egr\u00fcner\u201c zu gestalten, griff China Williams von den Royal Botanic Gardens in Gro\u00dfbritannien auf. In ihrem Vortrag ging es um die Nutzung genetischer Ressourcen und den Erhalt der Biodiversit\u00e4t, die im internationalen Umweltabkommen \u201eNagoya-Protokoll\u201c festgeschrieben sind. Ihr Kollege Mark Tester von der King Abdullah Universit\u00e4t f\u00fcr Wissenschaft und Technologie (KAUST) in Saudi-Arabien stellte dem anwesenden Fachpublikum seine Forschung an salzwasserresistenten Getreidesorten als Antwort auf den Klimawandel vor.<\/p>\n<p>Neben der Ern\u00e4hrungssicherung und deren sozio-\u00f6konomischen Aspekten wurde auch \u00fcber die energetische und stoffliche Nutzung von Biomasse diskutiert. Prof. Dr. Nicolaus Dahmen vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie erl\u00e4uterte dies am Beispiel Synthesegas, das im industriellen Ma\u00dfstab biobasiert produziert werden k\u00f6nnte. Dazu Prof. Dr. Thomas Hirth vom BioEconomy Cluster: \u201eNon-Food-Biomasse ist f\u00fcr viele Industriezweige der Rohstoff der Zukunft. Neben der Unabh\u00e4ngigkeit von endlichen fossilen Ressourcen wie Erd\u00f6l oder Erdgas und der nachhaltigen Reduzierung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes erm\u00f6glichen biogene Rohstoffe wie Holz, Stroh, \u00d6lpflanzen oder Mikroalgen auch neue Produkte und Produkteigenschaften. Dass der Rohstoffwandel bereits begonnen hat, zeigen erste integrierte Pilotanlagen am traditionellen Chemiestandort Leuna.\u201c<\/p>\n<p>Die 4. International Bioeconomy Conference unterstreicht die Rolle Sachsen-Anhalts als Modellregion der Bio\u00f6konomie f\u00fcr Deutschland und Europa. Mit dem WCH, der die Konferenz 2012 ins Leben gerufen hat, und dem BioEconomy Cluster haben gleich zwei f\u00fchrende Organisationen ihren Sitz in Halle (Saale). Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens sieht sein Bundesland im Bereich der wissensbasierten Bio\u00f6konomie auf einem guten Weg. Das Land habe mit einer modernen Agrarwirtschaft, einer breiten Forschungsbasis mit Schwerpunkten wie den Pflanzenwissenschaften beste Voraussetzungen, sich den Zielen der Nationalen Forschungsstrategie \u201eBio\u00d6konomie 2030\u201c zum Aufbau einer st\u00e4rker biobasierten Wirtschaft zu stellen. Aeikens: \u201eSachsen-Anhalt hat sich zu einem Zentrum der Biomassenutzung in Anbau und Verwertung entwickelt. Das Land Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2014 zudem die \u201eChemie und Bio\u00f6konomie\u201c zu einem seiner f\u00fcnf Leitm\u00e4rkte erkl\u00e4rt. Die Bio\u00f6konomie bietet neue M\u00e4rkte und Wachstumschancen, die wir nutzen wollen.\u201c<\/p>\n<p>Die Weltbev\u00f6lkerung wird bis 2030 voraussichtlich auf acht Milliarden Menschen anwachsen \u2013 bei gleichbleibender Gr\u00f6\u00dfe der zur Verf\u00fcgung stehenden Fl\u00e4chen f\u00fcr den Nahrungsanbau. Der Klimawandel wird f\u00fcr die Zunahme von Wetterextremen sowie f\u00fcr Knappheit bei nat\u00fcrlichen Ressourcen, wie Wasser und Nahrung sorgen. Das Bewusstsein f\u00fcr solche Fakten w\u00e4chst, doch nach Handlungsoptionen wird immer noch gesucht. Die Bio\u00f6konomie wird hierf\u00fcr als eines der Schl\u00fcsselkonzepte des 21. Jahrhunderts gehandelt.<\/p>\n<p>Die 5. International Bioeconomy Conference findet im Juni 2016 in Halle (Saale) statt. Mehr Informationen gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.bioeconomy-conference.de\" target=\"_blank\">www.bioeconomy-conference.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 07. und 08. 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