{"id":25750,"date":"2015-04-29T03:15:11","date_gmt":"2015-04-29T01:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=25750"},"modified":"2015-04-28T10:34:52","modified_gmt":"2015-04-28T08:34:52","slug":"die-mischung-machts-goettinger-forscher-entwickeln-neuen-versuchsansatz-zum-anbau-von-mischkulturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-mischung-machts-goettinger-forscher-entwickeln-neuen-versuchsansatz-zum-anbau-von-mischkulturen\/","title":{"rendered":"Die Mischung macht&#8217;s: G\u00f6ttinger Forscher entwickeln neuen Versuchsansatz zum Anbau von Mischkulturen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_25751\" aria-describedby=\"caption-attachment-25751\" style=\"width: 206px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-25751 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/a626b30b8a31d2398b700c4e6ab14781.jpg\" alt=\"a626b30b8a31d2398b700c4e6ab14781\" width=\"206\" height=\"155\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-25751\" class=\"wp-caption-text\">Getreide-Bohnen-Feld: Wissenschaftler der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen wollen die M\u00f6glichkeiten des Mischanbaus von Nutzpflanzen erforschen.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Nutzpflanzen wie zum Beispiel Weizen, aus denen Rohstoffe f\u00fcr Nahrungsmittel, Futter und Energie erzeugt werden, kommen in der Landschaft \u00fcberwiegend in einheitlichen und meist gro\u00dffl\u00e4chigen Pflanzenbest\u00e4nden vor. Mischkulturbest\u00e4nde, in denen verschiedene Nutzpflanzenarten gleichzeitig auf einer Fl\u00e4che miteinander angebaut werden, sind dagegen kaum verbreitet. Wissenschaftler der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen wollen nun die M\u00f6glichkeiten des Mischanbaus erforschen: In einem bisher einzigartigen Versuchsansatz werden sie f\u00fcr die Nutzpflanzenrichtungen \u2013 Acker-, Grasland und Geh\u00f6lzanbau \u2013 Rein- und Mischkulturbest\u00e4nde miteinander vergleichen. Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00f6rdert das Projekt <a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/505931.html\" target=\"_blank\">IMPAC3<\/a> am Zentrum f\u00fcr Biodiversit\u00e4t und nachhaltige Landnutzung drei Jahre lang mit insgesamt 2,7 Millionen Euro.<\/strong><\/p>\n<p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakult\u00e4ten f\u00fcr Agrarwissenschaften, f\u00fcr Forstwissenschaften und Wald\u00f6kologie sowie f\u00fcr Biologie und Psychologie arbeiten gemeinsam daran, Mischbest\u00e4nde besser zu verstehen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem auch die Modellierung des Pflanzenwachstums und betriebswirtschaftliche Auswirkungen. \u201eMit diesem Versuchsansatz bietet sich erstmals die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr die drei wichtigsten Nutzpflanzensysteme Acker, Gras und Geh\u00f6lz diejenigen Pflanzeneigenschaften herauszuarbeiten und zu quantifizieren, die f\u00fcr einen erfolgreichen Mischanbau relevant sind\u201c, sagt Projektleiter Prof. Dr. Johannes Isselstein vom Zentrum f\u00fcr Biodiversit\u00e4t und nachhaltige Landnutzung. Die Forscher untersuchen Eigenschaften wie Durchwurzelung des Bodens, Wasser- und N\u00e4hrstoffaufnahme sowie die Beschattungstoleranz, um Steckbriefe gut geeigneter Mischungspartner zu erstellen.<\/p>\n<p>Mischbest\u00e4nde bieten dabei folgende Vorteile: \u201eDie Ausnutzung der Bodenn\u00e4hrstoffe ist aufgrund der vielf\u00e4ltigen, sich erg\u00e4nzenden Wurzelsysteme besser und das Unkraut kann effektiver unterdr\u00fcckt werden. Wir vermuten, dass Mischbest\u00e4nde robuster gegen\u00fcber Sch\u00e4dlingen und vorteilhafter f\u00fcr die Vielfalt der Bodenlebewesen sind\u201c, erkl\u00e4rt Projektkoordinator Dr. Horst-Henning Steinmann. Zahlreiche historische und traditionelle Anbausysteme waren urspr\u00fcnglich Mischanbausysteme und wurden erst in der Neuzeit von Reinbest\u00e4nden abgel\u00f6st. In Mitteleuropa sind Mischbest\u00e4nde in den vergangenen Jahren beispielsweise f\u00fcr die Biomasseerzeugung wiederentdeckt worden.<\/p>\n<p>Am Projekt <a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/505931.html\" target=\"_blank\">IMPAC3<\/a> (\u201eNovel genotypes for mixed cropping allow for improved sustainable land use across arable land, grassland and woodland\u201c) sind auch das Pflanzenzuchtunternehmen Norddeutsche Pflanzenzucht (NPZ) und die Deutsche Saatveredelung (DSV) beteiligt, die Pflanzenmaterial f\u00fcr den Versuch bereitstellen und auch eigene Forschungsergebnisse liefern. Weitere Informationen sind im Internet unter der Adresse <a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/505931.html\" target=\"_blank\">www.uni-goettingen.de\/de\/505931.html<\/a> zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Dr. Horst-Henning Steinmann<br \/>\nGeorg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<br \/>\nZentrum f\u00fcr Biodiversit\u00e4t und nachhaltige Landnutzung \/<br \/>\nSektion Landwirtschaft und Umwelt<br \/>\nTel.: 0551-39-5538<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:hsteinm@gwdg.de\" target=\"_blank\">hsteinm@gwdg.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nutzpflanzen wie zum Beispiel Weizen, aus denen Rohstoffe f\u00fcr Nahrungsmittel, Futter und Energie erzeugt werden, kommen in der Landschaft \u00fcberwiegend in einheitlichen und meist gro\u00dffl\u00e4chigen Pflanzenbest\u00e4nden vor. 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