{"id":25700,"date":"2015-04-28T02:20:43","date_gmt":"2015-04-28T00:20:43","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.biofuelsdigest.com%2Fbdigest%2F2015%2F04%2F22%2Faudi-commissions-e-diesel-research-facility-in-germany%2F"},"modified":"2021-09-09T21:46:12","modified_gmt":"2021-09-09T19:46:12","slug":"sprit-der-zukunft-forschungsanlage-in-dresden-produziert-erste-menge-audi-e-diesel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sprit-der-zukunft-forschungsanlage-in-dresden-produziert-erste-menge-audi-e-diesel\/","title":{"rendered":"Sprit der Zukunft: Forschungsanlage in Dresden produziert erste Menge Audi e-diesel"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Beweis erbracht: Pilotanlage produziert hochwertigen Diesel-Kraftstoff<\/strong><\/li>\n<li><strong>Erd\u00f6lunabh\u00e4ngig: e-diesel aus Wasser, CO<sub>2<\/sub> und \u00d6kostrom <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_25722\" aria-describedby=\"caption-attachment-25722\" style=\"width: 345px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-25722\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/PopUp595_397popupAU150267_small.jpg\" alt=\"Forschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Reiner Mangold, Leiter nachhaltige Produktentwicklung der AUDI AG, f\u00fcllten die ersten f\u00fcnf Liter Audi e-diesel in den Dienstwagen der Ministerin - einen Audi A8 3.0 TDI clean diesel quattro. \" width=\"345\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2015\/04\/PopUp595_397popupAU150267_small.jpg 595w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2015\/04\/PopUp595_397popupAU150267_small-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-25722\" class=\"wp-caption-text\">Forschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Reiner Mangold, Leiter nachhaltige Produktentwicklung der AUDI AG, f\u00fcllten die ersten f\u00fcnf Liter Audi e-diesel in den Dienstwagen der Ministerin &#8211; einen Audi A8 3.0 TDI clean diesel quattro.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Audi hat bei der Entwicklung neuer, CO<sub>2<\/sub> neutraler Kraftstoffe einen weiteren gro\u00dfen Schritt getan: Eine Pilotanlage in Dresden hat mit der Produktion des synthetischen Audi e-diesel begonnen.<\/strong><\/p>\n<p>Nur vier Monate dauerte die Phase der Inbetriebnahme \u2013 seit einigen Tagen produziert die Forschungsanlage in Dresden die ersten Mengen hochwertigen Diesel\u2011Kraftstoffs. Als Beweis der Praxistauglichkeit f\u00fcllte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung, am Dienstag die ersten f\u00fcnf Liter in ihren Dienstwagen, einen Audi A8 3.0 TDI clean diesel quattro*. \u201eDer synthetische Diesel auf CO<sub>2<\/sub> Basis ist ein gro\u00dfer Erfolg unserer Nachhaltigkeitsforschung. Wenn es uns gelingt, CO<sub>2<\/sub> breit als Rohstoff einzusetzen, leisten wir einen entscheidenden Beitrag zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz und ebnen den Weg hin zu einer \u201eGreen Economy\u201c, sagt Wanka.<\/p>\n<p>Das Dresdner Energietechnikunternehmen sunfire ist Projektpartner von Audi und Betreiber der Anlage. Sie arbeitet nach dem Power\u2011to\u2011Liquid-Prinzip (PtL) und nutzt \u00d6kostrom, um einen fl\u00fcssigen Energietr\u00e4ger herzustellen. Als Rohstoffe ben\u00f6tigt sie lediglich Wasser und Kohlendioxid. Das verwendete CO<sub>2<\/sub> liefert derzeit eine Biogasanlage. Zus\u00e4tzlich wird demn\u00e4chst ein Teil des CO<sub>2<\/sub> per Direct\u2011Air\u2011Capturing \u2013 einer Technologie des Audi\u2011Partners Climeworks aus Z\u00fcrich \u2013 aus der Umgebungsluft gewonnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Reiner Mangold, Leiter nachhaltige Produktentwicklung bei Audi, stellen Audi e\u2011diesel und die Audi e\u2011fuels im Allgemeinen eine wichtige Erg\u00e4nzung zur Elektromobilit\u00e4t dar: \u201eMit Audi e\u2011diesel bringen wir erneut einen Kraftstoff aus CO<sub>2<\/sub>\u00a0 f\u00fcr eine nahezu klimaneutrale Langstreckenmobilit\u00e4t auf den Weg. Die Nutzung von CO<sub>2<\/sub> als Rohstoff ist nicht nur eine Chance f\u00fcr die Automobilindustrie in Deutschland, sondern l\u00e4sst sich auch auf andere Branchen und L\u00e4nder \u00fcbertragen.\u201c<\/p>\n<p>Die Produktion des Audi e\u2011diesel erfolgt schrittweise: Zun\u00e4chst spaltet eine Hochtemperatur-Elektrolyse das zu Dampf erhitzte Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Dieses Verfahren, bei dem die Temperatur mehr als 800 Grad Celsius betr\u00e4gt, ist unter anderem durch W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung effizienter als konventionelle Techniken. Eine weitere Besonderheit der Hochtemperaturelektrolyse: Sie kann dynamisch betrieben werden und damit die Stromnetze bei \u00d6kostrom-Spitzen stabiliseren.<\/p>\n<p>In zwei weiteren Arbeitsschritten reagiert der Wasserstoff in Synthesereaktoren, erneut unter Druck und Temperatur, mit dem CO2. Das Resultat ist eine aus langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen bestehende Fl\u00fcssigkeit, das so genannte Blue Crude. Der Wirkungsgrad des Gesamtprozesses \u2013 vom erneuerbaren Strom bis zum fl\u00fcssigen Kohlenwasserstoff \u2013 ist mit etwa 70 Prozent sehr hoch. \u00c4hnlich wie fossiles Roh\u00f6l l\u00e4sst sich Blue Crude in einem Raffinerieprozess veredeln \u2013 zum Endprodukt Audi e\u2011diesel. Dieser synthetische Kraftstoff ist frei von Schwefel und Aromaten, seine hohe Cetanzahl macht ihn sehr z\u00fcndwillig. Wie Labortests von Audi ergeben haben, eignet er sich als Beimischung zu fossilem Diesel oder aller Voraussicht nach auch als alleiniger Kraftstoff.<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00f6rdert das Projekt von sunfire, das im Mai 2012 startete. Im Juli 2013 erfolgte der erste Spatenstich f\u00fcr die Anlage in Dresden\u2011Reick, am 14. November 2014 die Inbetriebnahme. In den kommenden Monaten soll die Anlage mehr als 3.000 Liter Audi e\u2011diesel herstellen. Im Automobilsektor ist Audi exklusiver Partner von sunfire.<\/p>\n<p>\u00dcber die Kooperation mit sunfire hinaus engagiert sich Audi bereits seit 2009 in der Entwicklung CO<sub>2<\/sub>\u2011neutraler Kraftstoffe, den Audi e\u2011fuels. Die Audi e\u2011gas\u2011Anlage im nieders\u00e4chsischen Werlte produziert auf vergleichbare Weise Audi e\u2011gas (synthetisches Methan), das Fahrer des Audi A3 Sportback g\u2011tron* \u00fcber eine spezielle Tankkarte beziehen k\u00f6nnen. Gemeinsam mit dem franz\u00f6sischen Unternehmen Global Bioenergies erforscht Audi die synthetische Herstellung von Audi e\u2011benzin. In einem weiteren Projekt arbeitet Audi mit dem US\u2011Unternehmen Joule zusammen, das die synthetischen Kraftstoffe Audi e-diesel und Audi e\u2011ethanol mithilfe von Mikroorganismen produziert.<\/p>\n<h3>Verbrauchsangaben der genannten Modelle:<\/h3>\n<p><strong>Audi A8:<\/strong><br \/>\nKraftstoffverbrauch kombiniert in l\/100 km: 5,9**;<br \/>\nCO<sub>2<\/sub>-Emission kombiniert in g\/km: 155**<\/p>\n<p><strong>Audi A3 Sportback g-tron:<\/strong><br \/>\nCNG-Verbrauch in kg\/100 Kilometer: 3,3 \u2013 3,2**;<br \/>\nKraftstoffverbrauch kombiniert in l\/100 km: 5,2 \u2013 5,0**;<br \/>\nCO<sub>2<\/sub>-Emission kombiniert in g\/km (CNG): 92 \u2013 88**;<br \/>\nCO<sub>2<\/sub>-Emission kombiniert in g\/km (Benzin): 120 \u2013 115**<\/p>\n<p>**Der Kraftstoffverbrauch und die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen eines Fahrzeugs variieren aufgrund der R\u00e4der- beziehungsweise Reifenwahl und h\u00e4ngen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren beeinflusst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Germany, Audi has taken another big step in the development of new, CO2 neutral fuels: A pilot pl&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[],"supplier":[774,187,5419,1534,3938,6838],"class_list":["post-25700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","supplier-audi-ag","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-climeworks","supplier-global-bioenergies","supplier-joule-unlimited","supplier-sunfire"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25700\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25700"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=25700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}