{"id":25322,"date":"2015-04-02T03:18:13","date_gmt":"2015-04-02T01:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=25322"},"modified":"2015-04-02T08:08:38","modified_gmt":"2015-04-02T06:08:38","slug":"san-francisco-verbietet-plastikflaschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/san-francisco-verbietet-plastikflaschen\/","title":{"rendered":"San Francisco verbietet Plastikflaschen"},"content":{"rendered":"<p>Das ist weltweit einmalig! Bislang hat keine andere Stadt Plastikflaschen verboten. Was San Francisco damit erreichen will, d\u00fcrfte jedem von uns klar sein: Reduzierung von Plastikm\u00fcll.<\/p>\n<h3>San Francisco ist Vorreiter<\/h3>\n<p>Nachhaltigkeit wird in San Francisco gro\u00df geschrieben. Die Stadtverwaltung hat <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/san-francisco-verbietet-plastiktueten\/\" target=\"_blank\">bereits 2008 Plastikt\u00fcten in gro\u00dfen Superm\u00e4rkten und Drogerien verboten<\/a>, nun folgen also auch Plastikflaschen!<\/p>\n<p>In der Bay Area sollen in den n\u00e4chsten vier Jahren alle PET-Flaschen, die 600 ml oder weniger beinhalten, nicht mehr verkauft werden d\u00fcrfen. Bereits am 1. Oktober 2014 trat diese Verordnung f\u00fcr den Plastikflaschen-Verkauf in Innenr\u00e4umen in Kraft. Ab 2016 gilt dies dann auch f\u00fcr alle Au\u00dfenbereiche wie Parks und Festivals. Damit hat San Francisco einen Meilenstein gesetzt und wird zum weltweiten Vorbild.<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche Alternative zu den herk\u00f6mmlichen PET-Flaschen sind Glasflaschen, die zwar vom Rohstoff her \u00f6kologisch besser sind, durch das Gewicht aber einen deutlichen Nachteil beim Transport aufweisen. Am Besten w\u00e4re schlichtweg Leitungswasser, das braucht n\u00e4mlich \u00fcberhaupt keine Flasche. Zudem ist das Wasser aus der Leitung auch oftmals ges\u00fcnder, als sogenanntes Flaschenwasser.<\/p>\n<p>Um Leitungswasser transportieren zu k\u00f6nnen, gibt es etliche M\u00f6glichkeiten an Trinkflaschen: Glasflaschen von\u00a0Soulbottles, Edelstahlflaschen von\u00a0Ecotanka\u00a0und nat\u00fcrlich viele weitere, die alle eins gemeinsam haben: sie k\u00f6nnen wieder verwendet werden und sind daher auch oft langj\u00e4hrig im Einsatz. Und genau solch ein Konzept verfolgt San Francisco nun auch.<\/p>\n<p>Die neue Regelung der Stadt ist ganz einfach: BYOWB steht schlichtweg f\u00fcr \u201cBring Your Own Water Bottle\u201d, auf deutsch \u00fcbersetzt: Bring deine eigene Wasserflasche<\/p>\n<p>Doch um dies durchsetzen zu k\u00f6nnen, musste San Francisco einige Vorbereitungen treffen: Es wurden sogenannte \u201cTrinkbrunnen\u201d geschaffen und Orte, an denen man sich kostenlos Trinkwasser in seine mitgebrachte Wasserflasche f\u00fcllen kann. Ohne diese Investitionen w\u00e4re BYOWB so auch nicht m\u00f6glich!<\/p>\n<p>Mit diesem System setzt San Francisco ein eindeutiges Zeichen. In den USA werden j\u00e4hrlich 29 Millilarden (29.000.000.000!!!) Plastikflaschen verbraucht. Und das bei einer gesch\u00e4tzten Einwohnerzahl von knapp 319 Millionen Menschen.<\/p>\n<p>Von den 29 Milliarden verbrauchten Plastikflaschen werden nur etwa 13% recycelt und f\u00fcr die Herstellung dieser\u00a0bemerkenswerten\u00a0Summe 17 Millionen Barrel Roh\u00f6l\u00a0verbraucht.<\/p>\n<h3>Immer mehr M\u00fcll in unseren Ozeanen<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich ist die Industrie nicht gerade begeistert \u00fcber die Entscheidung San Franciscos. Die American Beverage Association (US-Getr\u00e4nkeverband) ist der Meinung, dass dieses Verbot lediglich eine L\u00f6sung zu einem nicht existierenden Problem sei. Die Stadt habe doch gute Recyclingm\u00f6glichkeiten, demnach sei ein Verbot von Plastikflaschen nicht notwendig.<\/p>\n<p>Da hat der amerikanische Getr\u00e4nkeverband wohl ein wenig geschlafen. Denn unsere Abfallwirtschaft hat sich keineswegs verbessert. Die globale Abfallproduktion w\u00e4chst! Und damit auch der Abfall im Meer. In jedem Quadratkilometer Meer schwimmen mehrere Tausend Teilchen Plastik. Was dies f\u00fcr Konsequenzen auf Tiere und Pflanzen hat, wissen wir alle!<\/p>\n<p>Plastik hat schlichtweg das Problem, dass es biologisch mehrere Jahrhunderte ben\u00f6tigt, bis es abgebaut ist. Im Laufe der Zeit zersetzt es sich zu immer kleineren Teilen, was auch der Grund daf\u00fcr ist, weshalb man es in den verschiedenen Meerestieren findet. Kleine Fische verwechseln die kleine Teile mit Plankton, Schildkr\u00f6ten Plastikt\u00fcten mit Quallen.<\/p>\n<p>San Francisco ist mit dem Verbot von Plastikflaschen auf dem besten Wege, ein Vorbild f\u00fcr viele andere St\u00e4dte zu sein. Aber nicht nur damit. Vielmehr will die Stadt ab dem Jahr 2020, also in 5 Jahren, m\u00fcllfrei sein.<\/p>\n<p>Wenn San Francisco es tats\u00e4chlich schafft, ihre M\u00fcllproduktion ab 2020 auf Null zu senken und konsequent in der Umsetzung des Plastikflaschenverbotes bleibt, dann ist dies ein wahrer Fortschritt, an dem wir uns alle ein Beispiel nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir finden: San Francisco macht alles richtig. Aller Anfang ist schwer, aber ist er erst einmal gemacht, k\u00f6nnen andere nicht mehr sagen, es funktioniere nicht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist weltweit einmalig! Bislang hat keine andere Stadt Plastikflaschen verboten. Was San Francisco damit erreichen will, d\u00fcrfte jedem von uns klar sein: Reduzierung von Plastikm\u00fcll. San Francisco ist Vorreiter Nachhaltigkeit wird in San Francisco gro\u00df geschrieben. 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