{"id":25311,"date":"2015-04-02T02:59:00","date_gmt":"2015-04-02T00:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.umsicht.fraunhofer.de%2Fde%2Fpresse-medien%2F2015%2Fmikroplastik-initiative-konsortialstudie.html"},"modified":"2015-04-01T14:06:27","modified_gmt":"2015-04-01T12:06:27","slug":"aktuelle-massnahmen-gegen-mikroplastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aktuelle-massnahmen-gegen-mikroplastik\/","title":{"rendered":"Aktuelle Ma\u00dfnahmen gegen Mikroplastik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Worst Case: Sonntagnachmittag, erste Radtour bei sch\u00f6nem Wetter. Ein Autofahrer rast vorbei und wirft seine PET-Getr\u00e4nkeflasche achtlos in den Graben. Das Material der Flasche wurde aus Roh\u00f6l hergestellt und wird einige hundert Jahre ben\u00f6tigen, bis es zersetzt ist. Vollst\u00e4ndig abgebaut wird es nie, zur\u00fcck bleiben winzige Teilchen \u00ad das sogenannte Mikroplastik. Fraunhofer UMSICHT begegnet den kleinen Kunststoffpartikeln in zwei aktuellen Ma\u00dfnahmen: Die \u00bbInitiative Mikroplastik\u00ab m\u00f6chte durch die Initiierung von Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben die Mengen und Sorten an Mikroplastik in der Umwelt ermitteln, den stetigen Eintrag von Mikroplastik verringern und pr\u00fcfen, inwieweit Mikroplastik Schadstoffpotenziale birgt. Die \u00bbKonsortialstudie Mikroplastik\u00ab recherchiert, sortiert und bewertet unter anderem Daten und Fakten zu Mikroplastik sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Problematik und stellt L\u00f6sungskonzepte zusammen.<\/strong><\/p>\n<p>Mikroplastik entsteht nicht nur durch den Zerfall von Kunststoffprodukten, sondern findet sich \u00ad\u00ad\u2013 industriell erzeugt \u2013 auch in Kosmetik, wie zahlreichen Makeup- und Hautpflege-Produkten, Zahnpasta oder Duschgels wieder. Trotz nat\u00fcrlicher Alternativen wie Biowachspartikel, nutzen viele Hersteller noch winzig kleine Kunststoffpartikel, um einen mechanischen Reinigungseffekt zu erzielen. Fatalerweise gelangen die Kosmetikprodukte und somit das Mikroplastik nach der Anwendung durch Absp\u00fclen oder Duschen in den Wasserkreislauf. Bisher k\u00f6nnen Kl\u00e4ranlagen die winzigen synthetischen Partikel nicht vollst\u00e4ndig aus dem Abwasser entfernen, sodass der Eintrag von Mikroplastik in die Nahrungskette nicht ausgeschlossen werden kann. Fraunhofer UMSICHT begegnet Mikroplastik in zwei aktuellen Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3>\u00bbInitiative Mikroplastik\u00ab<\/h3>\n<p>Die Bereitstellung von Informationen rund um das Thema Mikroplastik sowie die Untersuchung\u00a0 von Mikroplastik und dessen \u00f6kologischen Auswirkungen in Wasserkreislauf und Umwelt sind beispielhafte Ziele der \u00bbInitiative Mikroplastik\u00ab. Bereits seit M\u00e4rz 2014 besch\u00e4ftigt sich eine Arbeitsgruppe bei Fraunhofer UMSICHT mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten zu Mikroplastik.<\/p>\n<p>Nach dem Thementisch \u00bbMikroplastik und Kl\u00e4ranlagen\u00ab, der von Fraunhofer UMSICHT zusammen mit dem Umweltcluster NRW organisiert wurde, fand die Gr\u00fcndung der \u00bbInitiative Mikroplastik\u00ab statt. Eine Internetplattform rund um Mikroplastik dient der Kontaktaufnahme, dem Informationsaustausch und der Bereitstellung von Publikationen. Durch die Plattform erfolgt die Vernetzung potenzieller Partner ebenso wie die Initiierung von FuE-Projekten.<\/p>\n<p>Die Initiative plant die Durchf\u00fchrung von Projekten, etwa zur Bestimmung der Mengen und Sorten von Mikroplastik in der aquatischen Umwelt. Intelligente Konzepte und technische Prozesse, die den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt verringern, sollen aus der Initiative heraus entwickelt werden. Bereits heute forscht Fraunhofer UMSICHT an umweltvertr\u00e4glichen Ersatzstoffen wie Biowachspartikeln, die eine Alternative zu Mikroplastik in Kosmetikprodukten darstellen.<\/p>\n<h3>\u00bbKonsortialstudie Mikroplastik\u00ab<\/h3>\n<p>Die Mengen von Kunststoffabf\u00e4llen und damit von potenziellem Mikroplastik in aquatischen Lebensr\u00e4umen sind global problematisch und zunehmend beunruhigend. Technologien zur Entfernung von Plastikteilchen sind bislang nicht vorhanden. In der auf zw\u00f6lf Monate ausgelegten \u00bbKonsortialstudie Mikroplastik\u00ab werden Fakten und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Problematik, zu Trends und Entwicklungen in den Bereichen Politik, Recht und \u00f6ffentliche Meinung recherchiert sowie technische L\u00f6sungskonzepte bewertet und zusammengestellt. Des Weiteren sollen Fragestellungen der teilnehmenden Unternehmen bearbeitet werden: An der Konsortialstudie teilnehmen k\u00f6nnen alle Unternehmen und Organisationen, die Interesse an dem Thema haben. Auch freie Erfinder, Forschungsorganisationen und sonstige Dienstleister sind herzlich eingeladen zu partizipieren. Die anfallenden wissenschaftlichen und organisatorischen Arbeiten werden vollst\u00e4ndig von Fraunhofer UMSICHT \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Die Teilnehmenden k\u00f6nnen dabei in Bezug auf ihre eigenen Fragestellungen und Verwertungsinteressen die Bearbeitungsschwerpunkte festlegen. Denkbare Forschungsschwerpunkte sind u. a. Quellen und Eintragspfade f\u00fcr Mikroplastik zu identifizieren und emittierte Mengen an Mikroplastik zu beziffern; Mechanismen zum langfristigen Abbau bzw. zur Fragmentierung von Kunststoffen an Land und in Wasser zu untersuchen oder auch die Schadwirkungen von Mikroplastik auf Mensch und Umwelt genauer zu betrachten.<\/p>\n<p>Die Konsortialstudie Mikroplastik startet sobald sich ein Konsortium von mindestens 15 teilnehmenden Unternehmen gebildet hat. Ein Quereinstieg von weiteren Unternehmen ist auch nach Projektbeginn noch m\u00f6glich.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.initiative-mikroplastik.de\/\">Initiative Mikroplastik Initiative Mikroplastik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/content\/dam\/umsicht\/de\/dokumente\/OE400produkte\/konsortialstudie-mikroplastik.pdf\">Mikroplastik \/\/ Konsortialstudie \u2013 Call for partners [ PDF\u00a0 0.68 MB ]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Worst Case: Sonntagnachmittag, erste Radtour bei sch&ouml;nem Wetter. 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