{"id":24791,"date":"2015-03-06T02:32:40","date_gmt":"2015-03-06T01:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=24791"},"modified":"2018-02-16T14:50:26","modified_gmt":"2018-02-16T13:50:26","slug":"kooperationsnetzwerk-bioplastik-geht-in-die-zweite-runde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kooperationsnetzwerk-bioplastik-geht-in-die-zweite-runde\/","title":{"rendered":"Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c geht in die zweite Runde"},"content":{"rendered":"<p><strong>Martinsried, 5.3.2015 \u2013 Das ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c wird f\u00fcr zwei weitere Jahre vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert. Die Netzwerkpartner verfolgen das Ziel, neuartige Bioplastikmaterialien und Produkte, wie Verpackungen, zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dabei nimmt die Herstellung von Bioplastik ihren Ausgang nicht von Erd\u00f6l, sondern von Rest- und Abfallstoffen, die beispielsweise bei der Papierherstellung oder der Lebensmittelindustrie anfallen. Diese werden mit Hilfe von Mikroorganismen, also durch Fermentation, in Polymere umgewandelt. Die daraus erzeugten Plastikprodukte sollen zun\u00e4chst recycelt werden. Gelangen sie jedoch in die Umwelt, so sollen sie ohne sch\u00e4dliche Derivate abgebaut werden. Unterst\u00fctzt werden die Partner von der Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH), die das Netzwerkmanagement sowie marktrelevante Begleitarbeiten durchf\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Partner des Netzwerks haben es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte zur Entwicklung von innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisg\u00fcnstigen Biopolymeren durchzuf\u00fchren. So sollen Materialien aus Bioplastik deutliche Marktanteile an Massenprodukten gewinnen. Im ersten Jahr der F\u00f6rderung haben die Partner gemeinsam mit dem Netzwerkmanagement bereits Forschungsprojekte auf Basis dieses allgemeinen Zieles ausgearbeitet. Einige sind bereits oder werden demn\u00e4chst bei geeigneten F\u00f6rderprogrammen eingereicht. In den kommenden zwei Jahren sollen weitere Forschungsprojekte entstehen, die sich auf die Herstellung von Lebensmittelverpackungen, Cateringgeschirr oder Klebstoff aus Bioplastik fokussieren. Mit ihren Projekten wollen die Partner auch das problematische Mikroplastik vermeiden. Denn Bioplastik, welches in der Natur abgebaut werden kann, landet nicht in Form von kleinen Plastikpartikeln in unserer Nahrungskette.<\/p>\n<p>Im ersten Jahr der F\u00f6rderung wurden von der IBB Netzwerk GmbH wichtige Aufgaben erledigt, die auch f\u00fcr die kommenden zwei Jahre relevant sind: So wurden weitere sieben Partner gewonnen, die neue Bereiche auf dem Weg von der Forschung zur Produktion abdecken und damit eine wertvolle Erg\u00e4nzung f\u00fcr das Netzwerk darstellen. Die von der IBB Netzwerk GmbH durchgef\u00fchrte Markt- und Wettbewerbsanalyse zeigte, dass die Partner auf dem richtigen Weg sind und sich eine Entwicklung von Bioplastik-Materialien lohnt. Die erbrachten Leistungen der IBB Netzwerk GmbH sowie die vielversprechenden Aussichten der Netzwerkideen wurden nun vom Ministerium mit einer erneuten F\u00f6rderung bis Ende 2016 belohnt. Das Netzwerk soll aber \u00fcber die F\u00f6rderung hinaus bestehen bleiben.<\/p>\n<h3>\u00dcber das ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c<\/h3>\n<p>Im ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c arbeiten Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft mit unterschiedlichen Expertisen unter Koordination der IBB Netzwerk GmbH zusammen. In diversen Projekten verfolgen sie das Ziel, innovative, biobasierte und gleichzeitig bioabbaubare Plastikprodukte zu entwickeln. Dabei sollen herk\u00f6mmliche Kunststoffmaterialien durch Bioplastik mit mindestens gleichwertigen Eigenschaften ersetzt werden. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen \u00fcber andere bzw. bessere Eigenschaften auch neue Anwendungen gefunden werden.<\/p>\n<p>Mit diesem Ansatz wollen die Partner des Kooperationsnetzwerks \u201eBioPlastik\u201c die nachwachsenden Ressourcen der Natur nutzen: Der Rohstoff f\u00fcr Bioplastik wird vornehmlich aus land- oder forstwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffen hergestellt und nicht aus Nahrungs- oder Futtermitteln. Au\u00dferdem wird darauf geachtet, dass die erzeugten Bioplastikprodukte nach ihrem Gebrauch gut recycelbar sind. Deshalb werden parallel zu den Produkten entsprechende Recyclingtechnologien erarbeitet. All dies schont Umwelt und Ressourcen. Falls die neuen Bioplastikprodukte dennoch in die Umwelt gelangen, sollen sie dort innerhalb kurzer Verweildauer komplett biologisch abgebaut werden. Die Bildung von sch\u00e4dlichem Mikroplastik wird dadurch vermieden.<\/p>\n<p>Das ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c ist ein vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) gef\u00f6rdertes Netzwerk. Mehr unter: www.netzwerk-bioplastik.de.<\/p>\n<h3>Die Partner im ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c<\/h3>\n<p>Das Netzwerk umfasst derzeit folgende Partner: 2mag AG, ANiMOX GmbH, Arbeitsgruppe Chemische Funktionen in Biosystemen, BARTLING GmbH &amp; Co. KG, Beucke &amp; S\u00f6hne GmbH &amp; Co. KG, Biomer, Bionatic GmbH &amp; Co. KG, Fabes Forschungs-GmbH f\u00fcr Analytik und Bewertung von Stoff\u00fcberg\u00e4ngen, Fraunhofer Projektgruppe BioCat, Fraunhofer UMSICHT, Fritzmeier Umwelttechnik GmbH, Hochschule Hannover \u2013 Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe, ifeu &#8211; Institut f\u00fcr Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Jowat AG, provenion GmbH, Rampf Eco Solutions GmbH &amp; Co. KG, ROMEX Produktionsgesellschaft mbH, UnaveraChemLab GmbH, Universit\u00e4t Bayreuth \u2013 Lehrstuhl f\u00fcr Tier\u00f6kologie I und Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH &amp; Co. KG. Die F\u00f6rderung l\u00e4uft bis Dezember 2016.<\/p>\n<h3>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH<br \/>\n(IBB Netzwerk GmbH)<\/h3>\n<p>Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie. Ziel ist es, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesem Gebiet in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Die IBB Netzwerk GmbH betreibt das Management des ZIM-Kooperationsnetzwerks BioPlastik und wird die Netzwerkpartner weiterhin bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterst\u00fctzen. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martinsried, 5.3.2015 \u2013 Das ZIM-Kooperationsnetzwerk \u201eBioPlastik\u201c wird f\u00fcr zwei weitere Jahre vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert. Die Netzwerkpartner verfolgen das Ziel, neuartige Bioplastikmaterialien und Produkte, wie Verpackungen, zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. 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