{"id":24319,"date":"2015-02-04T03:12:36","date_gmt":"2015-02-04T02:12:36","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=24319"},"modified":"2015-02-03T13:33:52","modified_gmt":"2015-02-03T12:33:52","slug":"plastik-aus-pflanzen-eine-alternative-zum-erdoel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/plastik-aus-pflanzen-eine-alternative-zum-erdoel\/","title":{"rendered":"Plastik aus Pflanzen &#8211; Eine Alternative zum Erd\u00f6l?"},"content":{"rendered":"<p>Kunststoffe \u2013 allgegenw\u00e4rtige Allesk\u00f6nner<\/p>\n<p>Sie sind einfach \u00fcberall: Kunststoffe oder Produkte, in denen Kunststoffe enthalten sind. Sei es die\u00a0Ummantelung des Laptops, mit dem dieser Artikel geschrieben wird, sei es der B\u00fcrotisch, auf dem der Laptop steht oder der B\u00fcrostuhl, auf dem Mann oder Frau davor sitzt. Und das ist nur ein Bruchteil eines Beispiels f\u00fcr Kunststoffe.<\/p>\n<p>Kunststoffe basieren auf Erd\u00f6lverbindungen. Im Erd\u00f6l sind Gase enthalten, die sich chemisch zu Plastik synthetisieren lassen. Die zwei am h\u00e4ufigsten verwendeten Erd\u00f6lkunststoffe\u00a0\u00a0sind Polyethylen und Polypropylen. Der Grundstoff sind kleine K\u00fcgelchen, so genanntes Granulat.<\/p>\n<p>Erd\u00f6lplastik ist kosteng\u00fcnstig und sehr leicht weiterzuverarbeiten. Man kann die K\u00fcgelchen einfach schmelzen und durch Gussverfahren\u00a0in die gew\u00fcnschte Form bringen.<\/p>\n<p>Sein Siegeszug begann in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, mittlerweile werden rund 300 Millionen Tonnen Plastik j\u00e4hrlich verbraucht.<\/p>\n<p>Biokunststoffe \u2013 Ein nachhaltiger Ersatz?<\/p>\n<p>Die Synthese von Polymilchs\u00e4ure (PLA): Bakterien wandeln die Maisst\u00e4rke in Milchs\u00e4ure\u00a0um, das wird dann chemisch zum Dilactid synthetisiert, von wo aus es zu Verpackungen weiterverarbeitet werden kann. Nach der Benutzung kann das Material wieder zum Dilactid recycelt werden. Oder anders: Es gibt keinen Materialverschlei\u00df.<br \/>\nPlastik aber schadet Mensch und Umwelt, daher sucht man nach Alternativen. Biokunststoffe k\u00f6nnten ein nachhaltiger Ersatz f\u00fcr Erd\u00f6lkunststoffe sein. Am Fraunhofer-Institut f\u00fcr angewandte Polymerforschung forschen Wissenschaftler im Bereich der Biokunststoffe.<\/p>\n<p>Biokunststoffe bestehen aus nachwachsenden Ressourcen \u2013 etwa aus Mais. Ein Beispiel ist die Polymilchs\u00e4ure (PLA). Das ist ein biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoff, der vor allem im Bereich der Verpackungen gew\u00f6hnliches Plastik ersetzen k\u00f6nnte. PLA hat einen besonderen Materialvorteil: Es l\u00e4sst sich weitgehend recyclen, sodass deutlich weniger M\u00fcll anf\u00e4llt, als beim gew\u00f6hnlichen Plastik.<\/p>\n<p>detektor.fm-Reporter Max Heeke hat das Fraunhofer-Institut in Potsdam besucht und mit dem Bereichsleiter f\u00fcr Biopolymerforschung Johannes Ganster \u00fcber Bioplastik gesprochen.<\/p>\n<p>Wenn sie Materialien entwickeln, k\u00f6nnen sie einfach im Dunkeln tappen, und schauen: welche Eigenschaften haben die Materialien. Sind sie fester, sind sie steifer als andere Materialien? Blo\u00df so ein Blindflug, das f\u00fchrt nicht weit. Sie m\u00fcssen schon feststellen, was in den Materialien vorgeht, sie m\u00fcssen die inneren Strukturen sichtbar machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunststoffe \u2013 allgegenw\u00e4rtige Allesk\u00f6nner Sie sind einfach \u00fcberall: Kunststoffe oder Produkte, in denen Kunststoffe enthalten sind. 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