{"id":24204,"date":"2015-01-27T03:06:49","date_gmt":"2015-01-27T02:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=24204"},"modified":"2015-01-26T11:20:57","modified_gmt":"2015-01-26T10:20:57","slug":"oesterreich-65-mio-euro-fuer-die-biotechnologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oesterreich-65-mio-euro-fuer-die-biotechnologie\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich: 65 Mio Euro f\u00fcr die Biotechnologie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das acib (Austrian Centre of Industrial Biotechnology) geht mit einem von 60 auf 65 Mio Euro aufgestockten Budget in die zweite, bis 2019 dauernde F\u00f6rderperiode. Mit an Bord ist nun unter 120+ Partnern steirische Traditionsunternehmen Gerot Lannach mit einem Projekt gegen den Medikamentenmissbrauch.<\/strong><\/p>\n<p>Ziel des am 1. J\u00e4nner 2010 gestarteten acib ist, Innovationen aus der Natur in die Industrie zu \u00fcbertragen. Das internationale Forschungszentrum ersetzt herk\u00f6mmliche industrielle Prozesse durch neue, die umweltfreundlicher und wirtschaftlicher sind. \u201eWir wollen neue Produkte und Technologien entwickeln, die unser aller Leben erleichtern\u201c, sagt Mathias Drexler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer (CEO) des acib. Das \u00f6sterreichische Forschungszentrum f\u00fcr industrielle Biotechnologie ist mit 1. J\u00e4nner 2015 in die zweite F\u00f6rderperiode gestartet, welche die Leistungen der ersten F\u00f6rderperiode noch \u00fcbertreffen soll.<\/p>\n<p>Das Zentrum mit rund 200 MitarbeiterInnen kann auf das Wissen von 40+ KeyresearcherInnen von internationalen Partneruniversit\u00e4ten zur\u00fcckgreifen und z\u00e4hlt 120+ internationale Projektpartner. Das Projektvolumen im gef\u00f6rderten \u00f6sterreichischen COMET-Programm betrug in der ersten F\u00f6rderperiode 60 Mio. Euro, in der zweiten werden es sogar 65 Mio Euro sein. \u201eZus\u00e4tzlich sind wir inzwischen an acht EU-Projekten mit einem am acib umgesetzten Finanzvolumen von mehr als 10 Mio. Euro beteiligt und weitere sind in Vorbereitung\u201c, sagt Drexler. Gestartet ist das acib 2010 mit Standorten in Wien, Graz und Innsbruck. Inzwischen ist das Zentrum zu einer internationalen Partnerschaft mit wissenschaftlichen Au\u00dfenstellen in Deutschland, Italien und Spanien gewachsen.<\/p>\n<p>Schwerpunkt der zweiten F\u00f6rderperiode ist weiter, die Methoden und Konzepte der Natur in die Industrie zu \u00fcbertragen. Ein Projekt der Umweltbiotechnologie will mit Hilfe von Mikroorganismen Phosphor und Chrom aus Schlacke (aus der Stahlindustrie) herausl\u00f6sen. In einem anderen Projekt geht es darum, neues Wissen \u00fcber den Kunststoffabbau in der Umwelt und vor allem im Wasser zu erlangen; bekanntlich gibt es in den Ozeanen ganze Inseln aus kaum abbaubarem Plastik. Mit diesem Wissen lassen sich neue Kunststoffe entwickeln, die in derartigen aquatischen Systemen vollst\u00e4ndig abgebaut werden k\u00f6nnen. Weitere Forschungsschwerpunkte: Verbessern der Zellfabriken <em>Escherichia coli<\/em> (ein Bakterium), <em>Pichia pastoris<\/em> (eine Hefe), <em>Trichoderma reesei<\/em> (ein Pilz) und CHO (Eizellen des chinesischen Hamsters f\u00fcr die Produktion hochwertigster Therapeutika) , Herstellen von perfektem Silofutter mit Hilfe eines ver\u00e4nderten Bifidobakteriums (das den Zucker im Heu in eine ausgewogene, ideal verwertbare Mischung von organischen S\u00e4uren umwandeln kann), Bakterienmischungen f\u00fcr den biologischen Pflanzenschutz und vieles mehr.<\/p>\n<h3>Gegen Medikamentenmissbrauch mit Gerot Lannach<\/h3>\n<p>Besonders erfreulich f\u00fcr das acib ist die neue Zusammenarbeit mit Gerot Lannach, einem international aktiven Entwickler und Hersteller von Arzneimitteln mit Firmensitz in Lannach. Gerot Lannach kann auf eine mehr als 60-j\u00e4hrige Firmengeschichte mit umfassender Erfahrung in der Produktion und dem Vertrieb von Arzneispezialit\u00e4ten verweisen. Die Produkte des Unternehmens findet man in mehr als 30 L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Bei der neuen Kooperation geht es um ein Projekt, das bestimmte Medikamente in der Anwendung sicherer machen soll. Im konkreten Fall geht es um die Substanzgruppe der Opioide, die einen wesentlichen Bestandteil der modernen Schmerztherapie darstellen. Leider kann es bei diesen hochwirksamen Produkten zur missbr\u00e4uchlichen Anwendung kommen. Beim Projekt von acib und Gerot Lannach geht es darum, mit einem innovativen Ansatz Arzneiformen zu entwickeln, die vor Missbrauch gesch\u00fctzt sind: \u201eZum Beispiel dadurch, dass der Arzneistoff ausschlie\u00dflich dort wirkt, wo er therapeutisch ben\u00f6tigt wird, ansonsten aber inaktiv ist\u201c, erkl\u00e4rt Christof Wachter, Leiter der medizinischen Abteilung bei Gerot Lannach. \u201eWir hoffen mit Hilfe dieser neuen Technologie unsere bereits gute internationale Marktposition zuk\u00fcnftig weiter ausbauen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das acib (Austrian Centre of Industrial Biotechnology) geht mit einem von 60 auf 65 Mio Euro aufgestockten Budget in die zweite, bis 2019 dauernde F\u00f6rderperiode. Mit an Bord ist nun unter 120+ Partnern steirische Traditionsunternehmen Gerot Lannach mit einem Projekt gegen den Medikamentenmissbrauch. Ziel des am 1. 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