{"id":24148,"date":"2015-01-21T03:27:36","date_gmt":"2015-01-21T02:27:36","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=24148"},"modified":"2015-01-20T15:04:09","modified_gmt":"2015-01-20T14:04:09","slug":"internationaler-agrarministergipfel-in-berlin-ueber-70-staaten-fuer-mehr-internationale-zusammenarbeit-zur-biooekonomie-in-der-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/internationaler-agrarministergipfel-in-berlin-ueber-70-staaten-fuer-mehr-internationale-zusammenarbeit-zur-biooekonomie-in-der-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Internationaler Agrarministergipfel in Berlin: \u00dcber 70 Staaten f\u00fcr mehr internationale Zusammenarbeit zur Bio\u00f6konomie in der Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zum Abschluss des 7. Internationalen Agrarministergipfels am Samstag in Berlin haben die teilnehmenden Ministerinnen und Minister aus \u00fcber 70 Staaten sowie die Vertreter der internationalen Organisationen FAO und Weltbank einen koh\u00e4renten Politikrahmen f\u00fcr eine nachhaltige Bio\u00f6konomie gefordert. Die Bek\u00e4mpfung von Hunger und von Mangelern\u00e4hrung m\u00fcssten Hand in Hand gehen, hei\u00dft es in dem Kommuniqu\u00e9. &#8220;Nur eine starke, diversifizierte und nachhaltige Lebensmittelproduktion liefert die Grundlagen daf\u00fcr, das Menschenrecht auf Nahrung dauerhaft zu verwirklichen und die Menschen mit ausreichenden und gesunden Nahrungsmitteln zu versorgen.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Gemeinsame Aufgabe der teilnehmenden Staaten sei es, die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Landwirtschaft so zu gestalten, dass die steigende Nachfrage nach Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen befriedigt werden kann, ohne die Ern\u00e4hrungssicherung zu gef\u00e4hrden. Um diese Aufgabe zu l\u00f6sen, m\u00fcssten drei Herausforderungen gemeistert werden: &#8220;M\u00f6glichkeiten der Bio\u00f6konomie nutzen, Nachhaltigkeit der Produktion und Nutzung gew\u00e4hrleisten sowie Vorrang der Ern\u00e4hrung sichern.&#8221;<\/p>\n<p>Damit k\u00f6nne &#8220;eine nachhaltige Bio\u00f6konomie mit vielf\u00e4ltigen Wertsch\u00f6pfungsketten weiter ausgebaut&#8221; werden.<\/p>\n<p>Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der als Gastgeber den Gipfel ausrichtete, stellte heraus: &#8220;Ein weiterer Ausbau der Bio\u00f6konomie sollte in erster Linie der Ern\u00e4hrung dienen. Daher ist es wichtig, eine nachhaltige und leistungsstarke Landwirtschaft zu haben.&#8221; Auch im Abschlusskommuniqu\u00e9 wird die Landwirtschaft als &#8220;Grundlage der Bio\u00f6konomie&#8221; bezeichnet. &#8220;Damit verbindet die Bio\u00f6konomie die Landwirtschaft nicht nur mit der globalen Nachhaltigkeitspolitik, sondern weist ihr auch eine zentrale Rolle bei der Bew\u00e4ltigung der gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit zu&#8221;, hei\u00dft es in dem Dokument der Agrarminister. Die Landwirtschaft solle ihre neue Rolle im internationalen Dialog verantwortungsbewusst und auf der Basis der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Einigkeit bestand zwischen den Staaten \u00fcber die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine sinnvolle, effiziente und nachhaltige Nutzung der Bio\u00f6konomie und den Wunsch, diesen Gedanken fortzuentwickeln. Die FAO und weitere Partner k\u00f6nnten zu diesem Zweck die geeignete Plattform bieten, hei\u00dft es in dem Abschlusskommuniqu\u00e9.<\/p>\n<p>Nach dem Agrarministergipfel \u00fcberreichte Bundesminister Schmidt seinem t\u00fcrkischen Amtskollegen Mehmet Mehdi Eker und dem FAO-Generaldirektor Jos\u00e9 Graziano da Silva das Abschlusskommuniqu\u00e9. Die T\u00fcrkei hat im Jahr 2015 die G20-Pr\u00e4sidentschaft \u00fcbernommen. Eker bekr\u00e4ftigte, den Prozess in dieser Rolle zu unterst\u00fctzen. Mit dem Kommuniqu\u00e9 haben die Agrarminister wesentliche Inhalte f\u00fcr den weiteren internationalen Prozess heraus gearbeitet: &#8220;Bio\u00f6konomie wird zu einer Chance f\u00fcr alle, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Landwirtschaftspolitik muss mit einer koh\u00e4renten Wirtschafts-, Handels- und Energiepolitik einhergehen \u2013 dies trifft f\u00fcr die nationalen wie f\u00fcr die weltweiten Politiken zu.&#8221;, sagte Schmidt.<\/p>\n<p>Der Berliner Agrarministergipfel findet seit 2009 im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Auf Einladung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft kommen Landwirtschaftsminister aus der ganzen Welt nach Berlin, um zentrale Zukunftsfragen der globalen Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft zu er\u00f6rtern. In diesem Jahr stand das GFFA unter dem Motto &#8220;Wachsende Nachfrage nach Nahrung, Rohstoffen und Energie: Chancen f\u00fcr die Landwirtschaft, Herausforderungen f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherung?&#8221;. Es ist das gr\u00f6\u00dfte Agrarministertreffen der Welt.<\/p>\n<p>Das Abschlusskommuniqu\u00e9 des 7. Berliner Agrarministergipfels steht zum Download bereit unter <a href=\"http:\/\/www.gffa-berlin.de\" target=\"_blank\">www.gffa-berlin.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Abschluss des 7. Internationalen Agrarministergipfels am Samstag in Berlin haben die teilnehmenden Ministerinnen und Minister aus \u00fcber 70 Staaten sowie die Vertreter der internationalen Organisationen FAO und Weltbank einen koh\u00e4renten Politikrahmen f\u00fcr eine nachhaltige Bio\u00f6konomie gefordert. 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