{"id":24137,"date":"2015-01-21T03:06:13","date_gmt":"2015-01-21T02:06:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=24137"},"modified":"2015-01-20T13:18:03","modified_gmt":"2015-01-20T12:18:03","slug":"forscher-tuefteln-an-autoteilen-auf-holzbasis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forscher-tuefteln-an-autoteilen-auf-holzbasis\/","title":{"rendered":"Forscher t\u00fcfteln an Autoteilen auf Holzbasis"},"content":{"rendered":"<p>Biosprit und andere alternative Treibstoffe statt Benzin und Diesel, Karossen aus Kunststoff statt aus Blech: In der Autoindustrie wird sich vieles \u00e4ndern. Wenn eines Tages beim Bau von T\u00fcr-Innenverkleidungen auch Naturmaterialien die heute vorherrschenden Kunststoffe auf Erd\u00f6lbasis abgel\u00f6st haben, k\u00f6nnten Wissenschaftler aus Halle ihre H\u00e4nde im Spiel gehabt haben. Am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik (IWM) wird zurzeit an Kunststoffen aus Holz get\u00fcftelt.<\/p>\n<h3>Buchenholz und lange Fasern<\/h3>\n<p>Mit ihren Partnern, zu denen auch der Volkswagen-Konzern geh\u00f6rt, greifen die Forscher auf Buchenholz zur\u00fcck. \u201eWir l\u00f6sen das Holz mit Hilfe eines chemischen Verfahrens auf. Das L\u00f6sungsmaterial wird dann zu neuen Fasern versponnen\u201c, erl\u00e4utert Projektleiterin Ivonne Jahn. Vergossen mit einer ebenfalls auf Buchenholzbasis hergestellten Kunststoff-Grundmasse, w\u00fcrden Folien hergestellt und zu Bauteilen wie T\u00fcrverkleidungen oder Hutablagen verarbeitet.<\/p>\n<p>Das Neue ist laut Jahn neben der Verwendung von Buchenholz auch das Faser-Konzept: Endlos lange Fasern werden fein nebeneinandergelegt und mit der Grundmasse vergossen. \u201eDas sichert eine enorme Festigkeit\u201c, so Jahn. Bislang k\u00e4men kurze Faserst\u00fcckchen (Glas- oder Naturfasern) zum Einsatz, die dem Material beigemengt werden.<\/p>\n<p>Mit ihrem Konzept betreten Jahn und ihre 13 Mitstreiter am Institut dagegen technologisches Neuland, sie haben extra eine Apparatur daf\u00fcr entwickelt. \u201eWir bauen im Augenblick eine Anlage zur Herstellung dieser Folien auf\u201c, so die Ingenieurin f\u00fcr Kunststofftechnik. Der Standort: das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum in Schkopau. \u201eMitte Januar soll die Anlage laufen.\u201c<\/p>\n<h3>Folgeprojekte m\u00f6glich<\/h3>\n<p>Erst im Oktober war das Projekt \u201eBio-UD-Tape\u201c gestartet worden. Eine Million Euro hat das Bundes-Forschungsministerium zur Verf\u00fcgung gestellt, hinzu kommen Mittel des VW-Konzerns. Die Naturfasern und die Biokunststoff-Grundmasse werden von der Chemieindustrie geliefert. Ein Spezialunternehmen fertigt die Werkzeuge zum Gie\u00dfen der Folien (\u201eTapes\u201c) an.<\/p>\n<p>Das Projekt ist bis Juli 2017 befristet. \u201eWenn die Eigenschaften unseres Materials so sind wie erhofft, planen wir Folgeprojekte\u201c, sagt Jahn. Denkbar seien Komponenten der Radaufh\u00e4ngung oder am Fahrgestell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biosprit und andere alternative Treibstoffe statt Benzin und Diesel, Karossen aus Kunststoff statt aus Blech: In der Autoindustrie wird sich vieles \u00e4ndern. Wenn eines Tages beim Bau von T\u00fcr-Innenverkleidungen auch Naturmaterialien die heute vorherrschenden Kunststoffe auf Erd\u00f6lbasis abgel\u00f6st haben, k\u00f6nnten Wissenschaftler aus Halle ihre H\u00e4nde im Spiel gehabt haben. 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