{"id":23946,"date":"2015-01-12T03:03:48","date_gmt":"2015-01-12T02:03:48","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=23946"},"modified":"2015-01-09T09:03:48","modified_gmt":"2015-01-09T08:03:48","slug":"pellets-aus-miscanthus-und-paulownia-statt-aus-waldrestholz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pellets-aus-miscanthus-und-paulownia-statt-aus-waldrestholz\/","title":{"rendered":"Pellets aus Miscanthus und Paulownia statt aus Waldrestholz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gibt es in der Pelletproduktion f\u00fcr Biomassefeuerungsanlagen eine Alternative zu Waldrestholz? Diese Frage haben Prof. Dr. Dagmar Gaese und Prof. Dr. Christiane Rieker vom Institut f\u00fcr Landmaschinentechnik und Regenerative Energien (LTRE) der Fachhochschule K\u00f6ln gemeinsam mit Prof. Dr. Ralf Pude vom Forschungsbereich Nachwachsende Rohstoffe der Universit\u00e4t Bonn im jetzt abgeschlossenen Forschungsprojekt \u201eC4-Kompakt\u201c beantwortet: Mischpellets aus circa 50 Prozent Miscanthus, circa 50 Prozent Paulownia sowie einem Zusatz an Kalk entsprechen prinzipiell den Anforderungen der europ\u00e4ischen Pelletnorm EN 14961-2. Das Forschungsprojekt wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit 192.000 Euro gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Nachfrage nach Holzpellets steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an, daher werden langfristig Substitute zu Pellets aus Waldrestholz ben\u00f6tigt\u201c, erl\u00e4utert Gaese, die im Projekt den Aspekt der Pelletherstellung untersucht hat. \u201eMiscanthus, auch Riesen-Chinaschilf genannt, erreicht in Europa eine H\u00f6he von bis zu vier Metern, ist eine wenig anspruchsvolle, mehrj\u00e4hrige Pflanze und bringt j\u00e4hrlich einen hohen Ertrag an Biomasse\u201c, so Gaese.<\/p>\n<p>Da Miscanthus beim Verbrennen relativ viel Asche erzeugt und durch einen niedrigen Ascheschmelzpunkt viel Schlacke produziert, kamen Pellets aus 100 Prozent Miscanthus nicht in Frage. \u201eAls Hauptzuschlagsstoff verwenden wir Paulownia, auch unter dem Namen Kiribaum bekannt. Diese sehr schnell wachsenden Laubb\u00e4ume werden in Plantagen angepflanzt und sind daher eine ideale Erg\u00e4nzung. Kalk als Additivum erh\u00f6ht den Ascheschmelzpunkt und verringert das Problem der Schlackebildung\u201c, erkl\u00e4rt Rieker, die im LTRE sowie im neugegr\u00fcndeten, interdisziplin\u00e4ren Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) arbeitet und im Projekt die Verbrennungsprozesse erforschte.<\/p>\n<p>Bevor Mischpellets aus Miscanthus und Paulownia marktreif werden k\u00f6nnen, bedarf es noch weitergehender Forschung. Daf\u00fcr suchen die beiden Wissenschaftlerinnen jetzt Kooperationspartner aus der Industrie. \u201eBeim Mischen der Brennstoffe und bei der Pelletproduktion konnten wir im Labor gute Ergebnisse erzielen. Diese m\u00fcssen jetzt bei der Produktion im gro\u00dfen Ma\u00dfstab best\u00e4tigt werden. Erst dann l\u00e4sst sich auch die Frage beantworten, ob der Energieertrag der Pellets in einem wirtschaftlich sinnvollen Verh\u00e4ltnis zum Energieaufwand bei der Produktion steht\u201c, sagt Gaese. \u201eSchon heute k\u00f6nnen unsere Pellets in Gro\u00dffeuerungsanlagen verwendet werden, da dort die Verbrennungsprozesse st\u00e4ndig \u00fcberwacht werden\u201c, erl\u00e4utert Rieker. \u201eF\u00fcr die Nutzung in Kleinfeuerungsanlagen unter 100 KW m\u00fcssen f\u00fcr jede Kesselart Langzeitversuche durchgef\u00fchrt werden, da f\u00fcr die optimale Verbrennung die optimalen Kesselparameter experimentell ermittelt werden m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es in der Pelletproduktion f\u00fcr Biomassefeuerungsanlagen eine Alternative zu Waldrestholz? 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