{"id":23795,"date":"2014-12-16T02:18:34","date_gmt":"2014-12-16T01:18:34","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=23795"},"modified":"2021-09-09T21:48:10","modified_gmt":"2021-09-09T19:48:10","slug":"erlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erlin\/","title":{"rendered":"Wasser statt Erd\u00f6l \u2013 Energieversorgung der Zukunft?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Suche nach einer sauberen und nachhaltigen Energiequelle f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Energieversorgung besch\u00e4ftigt Wissenschaftler weltweit. Dabei spielt das kleinste aller chemischen Molek\u00fcle, das Wasserstoffmolek\u00fcl, die gr\u00f6\u00dfte Rolle. TU-Forscher um Prof. Dr. Reinhard Schom\u00e4cker konnten einen Fotoreaktor mit Kohlenstoffnidtriden bauen, der mit einer ein Quadratmeter gro\u00dfen Sonnenbestrahlungsfl\u00e4che seinesgleichen in diesem Bereich sucht, und stellten damit eine erstaunlich gro\u00dfe Menge Wasserstoff her.<\/strong><\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den konventionellen Energietr\u00e4gern Erd\u00f6l, Erdgas und Kohle, deren Verf\u00fcgbarkeit zeitlich limitiert ist, produziert die Umsetzung von Wasserstoff zur Energieerzeugung keine sch\u00e4dlichen Klimagase. Die Brennstoffzellen-Technologie daf\u00fcr ist bereits vorhanden und wird kontinuierlich verbessert. Doch woher soll der ben\u00f6tigte Wasserstoff kommen? Die Herstellung per Wasserelektrolyse unter Verwendung von Solarstrom ist bereits gut untersucht. Doch viele Forscher w\u00fcnschen sich vor allem den direkten Weg: die fotokatalytische Spaltung von Wasser. Dazu erfolgten entsprechende Untersuchungen unter Beteiligung der TU Berlin in dem Verbundprojekt \u201eLight2Hydrogen\u201c (L2H), das vom BMBF f\u00fcnf Jahre lang mit insgesamt zehn Millionen Euro gef\u00f6rdert und zum 31. Oktober 2014 erfolgreich beendet wurde.<\/p>\n<p>Innerhalb des interdisziplin\u00e4ren L2H-Verbundes, an dem 16 Forschergruppen von sieben Partner-Einrichtungen in Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt waren, lag der Fokus der Forschungsarbeiten an der TU Berlin auf der Verwendung von modifizierten Kohlenstoffnitriden als Fotokatalysatoren, wie sie in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Arne Thomas hergestellt werden. Die fotokatalytischen Eigenschaften dieser Materialien f\u00fcr die Herstellung von Wasserstoff wurden bereits vielf\u00e4ltig unter Beweis gestellt, jedoch erfolgten die meisten Versuche nur unter Laborbedingungen mit k\u00fcnstlichen Lichtquellen. Um in Zukunft neue Materialien unter realen Bedingungen testen zu k\u00f6nnen und zudem die technische Realisierung der fotokatalytischen Wasserstoffherstellung zu demonstrieren, wurde innerhalb des Projekts in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Reinhard Schom\u00e4cker ein Fotoreaktor gebaut, der mit einer Bestrahlungsfl\u00e4che von circa einem Quadratmeter seinesgleichen sucht. Erste Versuche im Sonnenlicht erfolgten mit den Kohlenstoffnitriden. Die optimalen Versuchsbedingungen wurden zuvor im Labor bestimmt. Dabei konnte \u00fcber einen Zeitraum von einem Monat eine Wasserstoffmenge von circa 15 bis 20 Litern erzeugt werden.<\/p>\n<p>\u201eWir konnten mit unserem Demoreaktor zeigen, dass die Wasserstoffherstellung mit Sonnenlicht funktioniert und bei entsprechend gro\u00dfer Bestrahlungsfl\u00e4che auch weniger aktive Katalysatoren bereits eine gr\u00f6\u00dfere Menge Wasserstoff produzieren k\u00f6nnen\u201c, sagt Schom\u00e4cker. Und: \u201eMich freut am meisten, dass es uns gelungen ist, das Ergebnis genau vorherzusagen. Unsere Laboruntersuchungen hatten gezeigt, dass wir am Tag je nach Sonnenkraft pro Stunde bis zu 300 Milliliter Wasserstoff gewinnen w\u00fcrden. Genau das hat unser Fotoreaktor gemacht.\u201c Es wird erwartet, dass sich die Menge zuk\u00fcnftig durch die stetige Verbesserung der Katalysatoren steigern l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Suche nach einer sauberen und nachhaltigen Energiequelle f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Energieversorgung besch\u00e4ftigt Wissenschaftler weltweit. Dabei spielt das kleinste aller chemischen Molek\u00fcle, das Wasserstoffmolek\u00fcl, die gr\u00f6\u00dfte Rolle. 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