{"id":23672,"date":"2014-12-09T02:41:47","date_gmt":"2014-12-09T00:41:47","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=23672"},"modified":"2021-09-09T21:48:23","modified_gmt":"2021-09-09T19:48:23","slug":"co2-forschung-von-bayer-mit-neuen-erfolgen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co2-forschung-von-bayer-mit-neuen-erfolgen-2\/","title":{"rendered":"CO<sub>2<\/sub>-Forschung von Bayer mit neuen Erfolgen"},"content":{"rendered":"<p>Bayer MaterialScience verzeichnet neue Erfolge bei der Erforschung von Kohlendioxid als neuem Rohstoff in der Kunststoff-Herstellung. Dem Unternehmen ist es im Labor gelungen, durch Einbau von CO<sub>2<\/sub> noch einmal deutlich mehr Erd\u00f6l auf der Ebene von Vorprodukten einzusparen. Kunststoffe und ihre Komponenten basieren \u00fcblicherweise komplett auf \u00d6l. Au\u00dferdem l\u00e4sst sich mit dem neuen Verfahren die Palette an Kunststoff-Arten erweitern, die mit Hilfe von CO2 hergestellt werden k\u00f6nnen. Dies sind die Ergebnisse des Forschungsprojekts Dream Polymers, mit dem Bayer MaterialScience seine Aktivit\u00e4ten zur CO2-Nutzung fortsetzt.<\/p>\n<p>Bereits auf dem Weg zur wirtschaftlichen Nutzung ist eine Technik, mit Hilfe des Treibhausgases eine zentrale Komponente f\u00fcr hochwertigen Schaumstoff (Polyurethan) zu produzieren. In dieser Chemikalie liegt der Anteil an Erd\u00f6l bei 80 Prozent. \u201eNun ist es uns gelungen, den Erd\u00f6l-Gehalt zur Herstellung anderer Kunststoffe auf nur noch 60 Prozent zu verringern\u201c, sagt Projektleiter Dr. Christoph G\u00fcrtler.<\/p>\n<p>Doppelte Nutzung<\/p>\n<p>In dem neuen Verfahren wird Kohlendioxid doppelt genutzt. Zum einen wird das Treibhausgas direkt in ein neuartiges Vorprodukt (Polyoxymethylen-Polycarbonat-Polyol, POM PET) eingebaut. Dadurch werden hier 20 Prozent Erd\u00f6l ersetzt. Zum anderen kommt das CO2 indirekt ins Spiel: Damit l\u00e4sst sich eine Chemikalie herstellen, die dann wiederum in das Vorprodukt einflie\u00dft und f\u00fcr die Einsparung von weiteren 20 Prozent Erd\u00f6l sorgt. \u201eDamit liegt der Anteil an alternativen Rohstoffen bereits bei 40 Prozent\u201c, betont G\u00fcrtler.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wird die Zahl der Kunststoffe gr\u00f6\u00dfer, die sich durch Nutzung von Kohlendioxid gewinnen lassen. \u201eJetzt k\u00f6nnen auch thermoplastische Polyurethane, Folien und Gie\u00dfelastomere auf diese Weise hergestellt werden\u201c, so G\u00fcrtler. Solche Kunststoffe werden in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet \u2013 unter anderem f\u00fcr Sportartikel wie etwa Skistiefel, in der Automobilindustrie zur Ausstattung von Innenr\u00e4umen und in der Elektrobranche als Kabelummantelung.<\/p>\n<p>Positive Tests<\/p>\n<p>In Laborversuchen konnten die Forscher bereits zeigen, dass die Herstellung grunds\u00e4tzlich funktioniert. \u201eErste Anwendungstests sind positiv ausgefallen\u201c, berichtet G\u00fcrtler. Bis zu einer kommerziellen Umsetzung sei es allerdings noch ein l\u00e4ngerer Weg.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wird Dream Polymers vom Bundesforschungsministerium. Auch externe Einrichtungen wie das CAT Catalytic Center in Aachen, das Leibniz-Institut f\u00fcr Katalyse in Rostock und das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Chemische Technologie in Pfinztal bei Karlsruhe sind beteiligt.<\/p>\n<p>Bayer MaterialScience sieht sich als Vorreiter bei dem Zukunftsthema CO2-Nutzung. Im Zuge des bereits seit l\u00e4ngerem laufenden Projekts Dream Production will das Unternehmen ab 2016 am Standort Dormagen mit Kohlendioxid eine Komponente f\u00fcr Polyurethan-Weichschaum gewinnen. Das neue Material soll zun\u00e4chst zur Fertigung von Matratzen dienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bayer MaterialScience verzeichnet neue Erfolge bei der Erforschung von Kohlendioxid als neuem Rohstoff in der Kunststoff-Herstellung. Dem Unternehmen ist es im Labor gelungen, durch Einbau von CO2 noch einmal deutlich mehr Erd\u00f6l auf der Ebene von Vorprodukten einzusparen. Kunststoffe und ihre Komponenten basieren \u00fcblicherweise komplett auf \u00d6l. 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