{"id":23449,"date":"2014-11-24T03:06:23","date_gmt":"2014-11-24T01:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=23449"},"modified":"2014-11-21T15:27:55","modified_gmt":"2014-11-21T13:27:55","slug":"nachwachsende-rohstoffe-zweites-standbein-der-hofe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachwachsende-rohstoffe-zweites-standbein-der-hofe\/","title":{"rendered":"Nachwachsende Rohstoffe zweites Standbein der H\u00f6fe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Getreide und Zuckerr\u00fcben werden zu Ethanol, Raps\u00f6l zu Biodiesel und Mais zu Biogas \u2013 nachwachsende Rohstoffe gedeihen gut auf den nieders\u00e4chsischen \u00c4ckern und ersetzen immer mehr fossile Brennstoffe. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, wurden 2013 in Niedersachsen auf 341.000 Hektar (ha) Energiepflanzen angebaut. Das waren 12,9 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che und damit etwas mehr als im bundesdeutschen Vergleich. Deutschlandweit hat der Energiepflanzenanbau einen Anteil von 12,7 Prozent an der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che. Allerdings setzen die Landwirte in Niedersachsen verst\u00e4rkt auf Biogas. Der Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che betr\u00e4gt in diesem Bereich 10,6 Prozent, deutschlandweit nur sieben Prozent.<\/strong><\/p>\n<p>Biogas ist nach Zahlen des Landwirtschaftsministeriums der Favorit unter den Produktlinien der nachwachsenden Rohstoffe. Auf 82,1 Prozent der Fl\u00e4chen, auf denen Energiepflanzen angebaut wurden, wuchsen Pflanzen, die ihre Verwertung in einer Biogasanlage fanden. 13,2 Prozent wurden zu Biodiesel und 4,4 Prozent zu Bioethanol verarbeitet. Deutschlandweit ergibt sich ein anderes Bild: Lediglich 54,7 Prozent der Fl\u00e4chen, auf denen Energiepflanzen wuchsen, wurden mit Pflanzen f\u00fcr die Biogasherstellung bestellt. Dagegen standen auf 35,3 Prozent der Fl\u00e4chen Pflanzen f\u00fcr die Biodiesel- und auf 9,5 Prozent der Fl\u00e4chen Pflanzen f\u00fcr die Bioethanolproduktion. 2014 wurde in Niedersachsen mit 337.540 ha die Gesamtanbaufl\u00e4che f\u00fcr Energiepflanzen etwas verkleinert.<\/p>\n<p>Zusammen mit den nachwachsenden Rohstoffen der stofflichen Nutzung wie St\u00e4rkekartoffeln, Kurzumtriebsplantagen oder Heil-, Duft- und Gew\u00fcrzpflanzen geht das nieders\u00e4chsische Landwirtschaftsministerium nach ersten Einsch\u00e4tzungen 2014 von einem Anbau Nachwachsender Rohstoffe von 402.000 ha aus. Mit 220.000 ha \u00fcbernimmt der Maisanbau f\u00fcr Biogasanlagen dabei den L\u00f6wenanteil.<\/p>\n<p>In der gesamten Bundesrepublik sch\u00e4tzt das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft den Anbau von Industrie- und Energiepflanzen auf 2,34 Millionen Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr w\u00e4re das ein leichter Zuwachs. Die Fl\u00e4che erreicht jedoch nicht das Anbauniveau des Jahres 2012. Energiepflanzen f\u00fcr Biogas beanspruchen mit 1,27 Mio. Hektar die gr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4che beim Anbau nachwachsender Rohstoffe. Dabei dominiert Silomais mit zwei Dritteln gefolgt von Gras, Getreide und Zuckerr\u00fcben. Raps f\u00fcr die Kraftstoffe Biodiesel und Pflanzen\u00f6l ist mit knapp 530.000 Hektar die zweitwichtigste Kultur.<\/p>\n<p>Im Biokraftstoffbereich ergaben sich auch die gr\u00f6\u00dften \u00c4nderungen zum Vorjahr: Der Anbauumfang von Raps ist leicht um rund 70.000 Hektar gestiegen. Zu diesem moderaten Wachstum tragen offensichtlich auch die seit zwei Jahren \u00fcberdurchschnittlich fallenden Rapspreise bei, die die Nachfrage stimulieren. Der Anbau f\u00fcr Bioethanol erreicht mit 168.000 ha knapp das Vorjahresniveau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Getreide und Zuckerr\u00fcben werden zu Ethanol, Raps\u00f6l zu Biodiesel und Mais zu Biogas \u2013 nachwachsende Rohstoffe gedeihen gut auf den nieders\u00e4chsischen \u00c4ckern und ersetzen immer mehr fossile Brennstoffe. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, wurden 2013 in Niedersachsen auf 341.000 Hektar (ha) Energiepflanzen angebaut. 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