{"id":22929,"date":"2014-10-15T03:00:04","date_gmt":"2014-10-15T01:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=22929"},"modified":"2014-10-14T13:14:34","modified_gmt":"2014-10-14T11:14:34","slug":"jahrlich-1000-tonnen-ungenutzte-biogene-reststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/jahrlich-1000-tonnen-ungenutzte-biogene-reststoffe\/","title":{"rendered":"Region Ostw\u00fcrttemberg: J\u00e4hrlich 1.000 Tonnen ungenutzte biogene Reststoffe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lignocellulosehaltige Biomasse kann als Substitut f\u00fcr fossile Rohstoffe einen grundlegenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Vor dem Hintergrund zunehmender Nutzungskonflikte um den Ausbau der Biomassenutzung als Energie- und Rohstofftr\u00e4ger bietet sich die Erschlie\u00dfung bestehender Potenziale von lignocellulosehaltiger Biomasse f\u00fcr eine effiziente stoffliche Verwertung an. Nachhaltigkeitsgesichtspunkte legen nahe, die M\u00f6glichkeiten zur Etablierung eines Lignocellulose-Sekund\u00e4rmarktes zu analysieren.<\/strong><\/p>\n<p>Ziel der Gesellschaft im Ostalbkreis f\u00fcr Abfallbewirtschaftung mbH (GOA) war es, eine Stoffstromanalyse f\u00fcr die Region Ostw\u00fcrttemberg (Landkreise Ostalb und Heidenheim) zu erstellen, um festzustellen, in welchen Mengen und zu welchem Zeitpunkt Lignocellulose-Roh- und -Reststoffe vorhanden sind und in welcher Qualit\u00e4t diese anfallen. Dabei wird prim\u00e4r eine stoffliche Nutzung angestrebt. Erstmals sollen verschiedene stoffliche Nutzungsm\u00f6glichkeiten untersucht und in Hinblick auf die regionale Rohstoffversorgung bewertet werden. Die in Frage kommenden Stoffstr\u00f6me sind dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht f\u00fcr die Nahrungsmittelversorgung geeignet sind und somit insbesondere den Konflikt der kontroversen Tank-Teller-Diskussion umgehen. Im Fokus der Potenzialanalyse standen kommunal sowie forst- und landwirtschaftlich anfallende Lignocellulose-Reststoffe. Die Datenerhebung erfolgte durch direkte Befragungen einerseits und indirekte Absch\u00e4tzungen von Lignocellulose-Stoffstr\u00f6men andererseits.<\/p>\n<p>Zur Sicherstellung einer effizienten und wirtschaftlichen Nutzung vorhandener Potenziale ist die Qualit\u00e4t der zu Grunde liegenden Lignocellulose-Rohstoffe entscheidend. Den mengenbezogen gr\u00f6\u00dften Potenzialanteil haben &#8211; mit 26% der erfassten Gesamtmenge &#8211; die Biogas-G\u00e4rreste. Bioabfall entspricht 17% der ermittelten Trockenmasse, w\u00e4hrend der grasartige Gartenabfall 16% ausmacht. Altholz stellt 10% der lignocellulose-haltigen Stoffstr\u00f6me bereit. Weitere 10 % entfallen auf Abf\u00e4lle aus der Holzbearbeitung. Der Mengenanteil von Rapsstroh betr\u00e4gt 9%. Es wurden 8% an holzartigen Gartenabf\u00e4llen identifiziert. Die Mengenstr\u00f6me an Stra\u00dfen- und Schienenbegleitgr\u00fcn liegen jeweils bei 2%.<\/p>\n<p>Aus diesen Ergebnissen wurden im Rahmen einer Senken-Analyse wirtschaftlich tragf\u00e4hige Nutzungspfade f\u00fcr regionale Unternehmen der industriellen Bio\u00f6konomie wie die J. RETTENMAIER &amp; S\u00d6HNE (JRS) GmbH + Co. KG und die JELU-WERK Josef Ehrler GmbH &amp; Co. KG skizziert. Feste Biomasse oder Lignocellulose-Rest- und -Koppelprodukte aus der Agrar-, Land-, Kommunal- und Forstwirtschaft sollen in Zukunft eine Alternative zu erd\u00f6lbasierten Produkten bilden.<\/p>\n<p>Die Potenzialanalyse wurde gef\u00f6rdert aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Programm Cluster Forst und Holz des Ministeriums f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrttemberg. Die Studie wurde im Rahmen des Netzwerkes biomastec, Arbeitsgruppe Stoffliche Nutzung von Biomasse, der EurA Consult AG konzipiert.<\/p>\n<p>Zur nutzenbringenden Verwertung der Potenzialanalyse-Ergebnisse ist der Zuwendungsempf\u00e4nger, die GOA, auf der Suche nach weiteren praktischen Umsetzungen zur Gewinnung von bio-basierten Produkten aus Abfallbioressourcen. Interessierte Unternehmen k\u00f6nnen sich direkt an GOA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Henry Forster oder Netzwerkmanager Dr. Akuma Saningong wenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontakte<\/strong><\/p>\n<p>Gesellschaft im Ostalbkreis f\u00fcr Abfallbewirtschaftung mbH (GOA)<br \/>\nHenry Forster, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<br \/>\nTel: (07171) 18 00 &#8211; 0<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:goa@goa-online.de\" target=\"_blank\">goa@goa-online.de<\/a><\/p>\n<p>EurA Consult AG<br \/>\nDr. Akuma Saningong<br \/>\nTel.: (07961) 92 56 &#8211; 0<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:dr.saningong@euraconsult.de\" target=\"_blank\">dr.saningong@euraconsult.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Studie-Download &#8220;<a href=\"http:\/\/www.euraconsult.de\/fileadmin\/News\/2014-10-04_Endbericht_Potenzialstudie_Lignocellulose_Final.pdf\" target=\"_blank\">Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben Potenzialanalyse der stofflichen Verwertung von Lignocellulose-Rohstoffen in Ostw\u00fcrttemberg<\/a>&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lignocellulosehaltige Biomasse kann als Substitut f\u00fcr fossile Rohstoffe einen grundlegenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. 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