{"id":22653,"date":"2014-09-29T03:06:01","date_gmt":"2014-09-29T01:06:01","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=22653"},"modified":"2014-09-26T13:13:16","modified_gmt":"2014-09-26T11:13:16","slug":"naro-tech-2014-neue-werkstoffe-aus-biomasse-bieten-nachhaltige-alternativen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/naro-tech-2014-neue-werkstoffe-aus-biomasse-bieten-nachhaltige-alternativen\/","title":{"rendered":"\u201enaro tech\u201c 2014: Neue Werkstoffe aus Biomasse bieten nachhaltige Alternativen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erfurt \/ Mitteldeutschland. Holz als Rohstoff f\u00fcr die chemische Industrie, Autoteile aus Biopolymeren, Fassadenisolierung aus Naturfasern, M\u00f6bel aus Papier. Die zehnte Auflage des Internationalen Symposiums \u201enaro.tech \u2013 Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen\u201c am 16. und 17. September 2014 spiegelte aktuelle Entwicklungen wider, die in immer mehr Branchen Einzug halten. Im CongressCenter der Messe Erfurt diskutierten knapp 200 Fachbesucher aus 17 Nationen die neuesten Ergebnisse und Anwendungen im Bereich der werkstofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Neben Cellulose, Biopolymeren und Naturfaserverbunden besch\u00e4ftigte die Vertreter aus Industrie und Wissenschaft und den erstmals als Kooperationspartner teilnehmenden Spitzencluster BioEconomy auch der Umbau der Wirtschaft hin zu einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Beitr\u00e4ge zu Entwicklungen in der Industrie erfreuten sich gro\u00dfer Beliebtheit unter den Fachteilnehmern. Doch vor allem hat sich die gemischte Programmgestaltung aus wissenschaftlichen und Industrievortr\u00e4gen einmal mehr bew\u00e4hrt\u201c, zieht Dr. Renate L\u00fctzkendorf, langj\u00e4hrige Organisatorin der \u201enaro.tech\u201c und Abteilungsleiterin f\u00fcr Textil- und Werkstoff-Forschung im Th\u00fcringischen Institut f\u00fcr Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK), wie auch Vertreterin des fachlichen Partners der Veranstaltung, der Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (WNR), ein erstes Fazit. Im Bereich der Naturfaserverbunde sieht sie den Haupteinsatz weiterhin beim Automobil-Interieur. Es gebe jedoch auch Beispiele wie die preisgekr\u00f6nte Innovation eines Biopolymer-Werkstoffs zur Herstellung von Bleistiften, die die bisherigen Prozessschritte auf einen Bruchteil reduziere und gleichzeitig verbesserte Materialeigenschaften biete.<\/p>\n<p>Dies ist auch ganz im Sinne einer ressourcenschonenden, wettbewerbsf\u00e4higen Bio\u00f6konomie, deren Umsetzung in Mitteldeutschland als europ\u00e4ische Modellregion sich der Spitzencluster BioEconomy zum Ziel gesetzt hat. Bereits zum Auftakt der Veranstaltung zeigte Dr. Joachim Schulze (ThyssenKrupp Industrial Solutions) die H\u00fcrden, aber auch die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe angesichts breiter Anwendungsfelder in der chemischen Industrie. Auch die Europ\u00e4ische Kommission hat die Bio\u00f6konomie als wichtigen Punkt auf der Agenda, wie Dr. Achim B\u00f6nke (DG Enterprise and Industry) im zweiten Er\u00f6ffnungsvortrag der naro.tech darlegte. Aktuelle Handlungsfelder sind hier u.a. die Definition von Standards und die \u00dcberf\u00fchrung von Bioraffineriekonzepten in den industriellen Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p>Ganz konkret wird die Bio\u00f6konomie zwischen dem Chemiestandort Leuna und dem S\u00fcdharz entwickelt, wo derzeit in koordinierten F&amp;E-Projekten entlang biobasierter Wertsch\u00f6pfungsketten eine ganze Kompetenzregion entsteht. In der Bio\u00f6konomie-Session am zweiten Veranstaltungstag zeigten die Referenten des Spitzenclusters BioEconomy die Anforderungen an eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und die M\u00f6glichkeiten der Nutzung als Holzwerkstoff, Chemierohstoff, Naturfaserverbundwerkstoff und Energietr\u00e4ger auf. Insbesondere auf dem \u201eMultitalent\u201c Lignin, das u.a. in biobasierten Klebstoffen oder Bindemitteln Einsatz finden k\u00f6nnte, ruhen viele Hoffnungen.<\/p>\n<p>Im Bereich der Biopolymere, einer der langj\u00e4hrigen Themenschwerpunkte der naro.tech, arbeiten Wissenschaftler u.a. daran, Polyesterharze aus Bio-Rohstoffen zu gewinnen. Aus Polyesterharzen bestehen z.B. hitzebest\u00e4ndige Griffe an Kocht\u00f6pfen. Andere Forschungsarbeiten betrachten das Sch\u00e4umen von Biokunststoffen wie Polymilchs\u00e4ure (PLA), z.B. f\u00fcr D\u00e4mmplatten oder Lebensmittelverpackungen. Auch f\u00fcr die Cellulose, ein lange etablierter Bio-Rohstoff, finden sich immer neue Anwendungen u.a. in der Biomedizin, Kosmetik oder Textilindustrie.<\/p>\n<p>Als Fazit zeichnet sich nicht nur eine Renaissance f\u00fcr biobasierte Werkstoffe in vielen Industriezweigen ab. Aktuelle Forschungen und Entwicklungen erm\u00f6glichen vielmehr ganz neue Anwendungen f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe, wie z.B. in der Gro\u00dfchemie, Bauwirtschaft und Automobilindustrie. Und f\u00fcr eine Nachhaltigkeit der Wirtschaft steht vor dem Hintergrund des Klimawandels und knapper werdender fossiler Ressourcen das neue Konzept der Bio\u00f6konomie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste naro.tech findet im Herbst 2016 statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>BioEconomy Cluster:<br \/>\nHenning Mertens<br \/>\nTel.: +49 (0)3 45 \/ 13 14 27 31<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:henning.mertens@bioeconomy.de\" target=\"_blank\">henning.mertens@bioeconomy.de<\/a><\/p>\n<p>naro.tech:<br \/>\nTITK Th\u00fcringisches Institut f\u00fcr Textil- und Kunststoffforschung e.V.<br \/>\nDr.-Ing. Renate L\u00fctzkendorf<br \/>\nTel.: +49 (0) 36 72 \/ 379 300<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:luetzkendorf@titk.de\" target=\"_blank\">luetzkendorf@titk.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfurt \/ Mitteldeutschland. Holz als Rohstoff f\u00fcr die chemische Industrie, Autoteile aus Biopolymeren, Fassadenisolierung aus Naturfasern, M\u00f6bel aus Papier. Die zehnte Auflage des Internationalen Symposiums \u201enaro.tech \u2013 Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen\u201c am 16. und 17. September 2014 spiegelte aktuelle Entwicklungen wider, die in immer mehr Branchen Einzug halten. 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