{"id":22556,"date":"2014-09-19T03:15:20","date_gmt":"2014-09-19T01:15:20","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=22556"},"modified":"2014-09-18T17:22:37","modified_gmt":"2014-09-18T15:22:37","slug":"immer-mehr-landwirte-setzen-auf-soja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/immer-mehr-landwirte-setzen-auf-soja\/","title":{"rendered":"Immer mehr Landwirte setzen auf Soja"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aschau am Inn, Lkr. M\u00fchldorf &#8211; Immer mehr Landwirte im Freistaat setzen auf den Anbau von Soja als Futtermittel f\u00fcr ihre Tiere. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in Aschau am Inn beim j\u00e4hrlichen \u201eSoja-Feldtag\u201c mitteilte, ist die Anbaufl\u00e4che in Bayern seit 2010 kontinuierlich um rund 80 Prozent auf jetzt 4.300 Hektar gestiegen. Die Ausweitung des Soja-Anbaus ist Teil des \u201eAktionsprogramms Heimische Eiwei\u00dffuttermittel\u201c, das Brunner 2011 gestartet hat. Es soll einen Beitrag zur Erzeugung gentechnikfreier Lebensmittel leisten und die Bauern unabh\u00e4ngiger von Futtermittel-Importen aus \u00dcbersee machen. \u201eDie Praxis zeigt, dass Soja in Bayern auf vielen Standorten mit guten Ertr\u00e4gen angebaut werden kann\u201c, sagte der Minister. F\u00fcr das kommende Jahr erwartet er einen weiteren Schub: Denn dann k\u00f6nnen auf Initiative Bayerns die von Br\u00fcssel geforderten \u00f6kologischen Vorrangfl\u00e4chen auch f\u00fcr den Anbau von Soja genutzt werden. Zudem wird ab 2015 im neuen Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm der Anbau von Soja finanziell gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>Um die Potenziale f\u00fcr den heimischen Soja-Anbau voll nutzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen dem Minister zufolge Sorten und Produktionstechnik st\u00e4ndig weiterentwickelt werden. Dazu laufen an der Bayerischen Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (LfL) inzwischen zahlreiche Forschungsprojekte. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Anbauerfahrungen werden \u00fcber die \u00c4mter f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten und die Selbsthilfeeinrichtungen rasch den Bauern zur Verf\u00fcgung gestellt. \u201eWir wollen den heimischen Soja-Anbau weiter voranbringen\u201c, sagte Brunner. Schlie\u00dflich sei Soja nicht nur ein ausgesprochen eiwei\u00dfreiches Tierfutter, sondern auch eine \u00f6kologisch wie \u00f6konomisch sinnvolle Bereicherung f\u00fcr die Fruchtfolge. Um die Eigenversorgung der Bauern mit Eiwei\u00dfpflanzen voranzubringen, hat der Minister 2012 gemeinsam mit \u00d6sterreich die Initiative \u201eDonau-Soja\u201c gestartet, der mittlerweile sieben europ\u00e4ische Staaten beigetreten sind.<\/p>\n<p>Derzeit werden noch j\u00e4hrlich rund 800.000 Tonnen Soja als Eiwei\u00dffutter f\u00fcr Rinder, Schweine und H\u00fchner nach Bayern importiert \u2013 vor allem aus Argentinien, Brasilien und den USA. Um die Mengen zu verringern, will der Minister neben der Ausweitung des Soja-Anbaus auch den Eigenanbau anderer Eiwei\u00dfpflanzen wie etwa Luzerne voranbringen und f\u00fcr eine effizientere Nutzung vorhandener Eiwei\u00dffutterquellen sorgen. Das alles verringert laut Brunner nicht nur die Abh\u00e4ngigkeit von Importen, sondern verbessert zudem die Versorgungssicherheit f\u00fcr die Bauern, st\u00e4rkt regionale Wirtschaftskreisl\u00e4ufe und dient dem Klimaschutz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aschau am Inn, Lkr. M\u00fchldorf &#8211; Immer mehr Landwirte im Freistaat setzen auf den Anbau von Soja als Futtermittel f\u00fcr ihre Tiere. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in Aschau am Inn beim j\u00e4hrlichen \u201eSoja-Feldtag\u201c mitteilte, ist die Anbaufl\u00e4che in Bayern seit 2010 kontinuierlich um rund 80 Prozent auf jetzt 4.300 Hektar gestiegen. 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