{"id":22486,"date":"2014-09-16T03:12:17","date_gmt":"2014-09-16T01:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=22486"},"modified":"2014-09-15T11:02:26","modified_gmt":"2014-09-15T09:02:26","slug":"minister-remmel-wir-werden-die-bioenergiepolitik-neu-ausrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/minister-remmel-wir-werden-die-bioenergiepolitik-neu-ausrichten\/","title":{"rendered":"Minister Remmel: Wir werden die Bioenergiepolitik neu ausrichten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die NRW-Landesregierung will die Bioenergie-Politik neu ausrichten. So soll beispielsweise der Einsatz von Mais als Energiepflanze deutlich reduziert und verst\u00e4rkt auf Rest- und Abfallstoffe gesetzt werden. Au\u00dferdem sollen die Entwicklung von neuen, effizienteren Technologien unterst\u00fctzt und Anreize gesetzt werden, damit der Ausbau der Bioenergie qualitativ und nachhaltig geschieht.<\/strong><\/p>\n<p>Umweltminister Johannes Remmel betonte, dass die Windenergie weiterhin die tragende S\u00e4ule der Energiewende \u201amade in NRW\u2018 bleiben werde, doch auch bei der Bioenergie noch unausgesch\u00f6pfte Potenziale vorhanden seien. Das geht aus der dritten Potenzialstudie \u00fcber den Einsatz der Erneuerbaren Energien in NRW hervor.<\/p>\n<p>\u201eNRW ist das Land der Zukunftsenergien\u201c, sagte Minister Remmel. \u201eBis 2025 wollen wir rund 30 Prozent des Stroms in NRW aus Erneuerbaren Energien produzieren. Das Potenzial ist da, das haben bereits die Studien zu Wind und Sonne gezeigt. Auch die Biomasse kann hier ihren Beitrag leisten. Dabei steht der qualitative Ausbau der Bioenergie f\u00fcr uns im Vordergrund; Naturvertr\u00e4glichkeit, Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit haben f\u00fcr uns Priorit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>So sollen zum Beispiel Rest- und Abfallstoffe wie G\u00fclle, Bioabfall oder Altholz verst\u00e4rkt genutzt werden. Remmel: \u201eDer Abfall von heute ist der Rohstoff von morgen. Jetzt m\u00fcssen wir daran arbeiten, diese Rohstoffquellen sinnvoll einzusetzen.\u201c Im Fokus steht dabei eine qualitativ hochwertige Nutzung der Biomasse; durch die mehrstufige Verwendung eines Stoffes kann diese erreicht werden.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr die so genannte Kaskadennutzung: Holz wird in Form eines Tisches zun\u00e4chst stofflich genutzt und am Ende als Rohstoff energetisch verwertet. Das Land NRW will zur mehrfachen Nutzung anregen, damit Nutzungskonkurrenzen und der Druck auf Anbaufl\u00e4chen reduziert werden.<\/p>\n<p>Nach Berechnungen des Landesumweltamtes (LANUV), das die landesweite Potenzial-Studie erstellt hat, weist das NRW-Leitszenario unter den m\u00f6glichen Rahmenbedingungen ein technisch machbares Biomasse-Potenzial von bis zu 31,9 Terawattstunden (TWh) pro Jahr aus \u2013 dabei entfallen 8,4 Terawattstunden auf Strom und 23,5 TWh auf W\u00e4rme. Damit k\u00f6nnten j\u00e4hrlich etwa 28 Prozent aller NRW-Haushalte mit Strom und rund 17 Prozent mit W\u00e4rme versorgt werden. \u201eBei der Energiewende reden wir viel zu viel \u00fcber Strom und zu wenig \u00fcber W\u00e4rme. Die Studie zur Biomasse zeigt, dass gerade in diesem Bereich noch schlummernde Potenziale liegen\u201c, sagte Minister Remmel. Das NRW-Leitszenario entspricht dem Ziel der Landesregierung, den Ausbau der energetischen Biomassenutzung nachhaltig und unter strengen Naturschutzkriterien fortzusetzen. Zum Vergleich wurden au\u00dferdem ein minimales und maximales Ausbauszenario errechnet.<\/p>\n<p>Das NRW-Leitszenario weist f\u00fcr die Stromproduktion in der Planungsregion K\u00f6ln mit rund zwei Terawattstunden pro Jahr (TWh\/a) das h\u00f6chste Ausbaupotenzial aus. Es folgt die Planungsregion Detmold mit etwa 1,5 TWh\/a.<\/p>\n<p>Bei der W\u00e4rmeproduktion aus Biomasse gibt es in der Planungsregion M\u00fcnster das h\u00f6chste Potenzial (ca. 4,7 TWh\/A), in der Planungsregion K\u00f6ln liegt es bei 4,4 Terawattstunden pro Jahr. Dieses Potenzial sollte beim Ausbau von Nah- und Fernw\u00e4rmenetzen ber\u00fccksichtigt werden. \u201eDie Steigerung der lokalen Wertsch\u00f6pfung macht die Nutzung von Bioenergie attraktiv. Arbeitspl\u00e4tze werden geschaffen und vor Ort sinkt besonders im W\u00e4rmebereich die Abh\u00e4ngigkeit von Energieimporten\u201c, sagte Remmel.<\/p>\n<p>Zur Bedeutung der Biomasse f\u00fcr die Energiewende sagte Minister Remmel: \u201eDie Bioenergie wird nah am Verbrauchsort erzeugt \u2013 das erm\u00f6glicht vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern die Teilhabe an der Energiewende \u201amade in NRW\u2019.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Erzeugung von Energie aus Wind und Sonne immer wetterabh\u00e4ngig sein wird, kann durch Biomasse Energie dann erzeugt werden, wenn sie gebraucht wird. So k\u00f6nnen diese Anlagen einen wichtigen Beitrag zur Stromnetzstabilit\u00e4t leisten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Potenzialstudie werden in das Fachinformationssystem Bioenergieatlas NRW der EnergieAgentur.NRW und in den Energieatlas NRW des Landesumweltamtes eingestellt und sind so der gesamten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Der Bioenergieatlas f\u00fchrt Informationen rund um die Bioenergiebranche zusammen und gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die vielseitigen Biomasseprojekte in NRW. So werden gezielt Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verb\u00e4nde unterst\u00fctzt, die innerhalb der Branche aktiv sind. Dar\u00fcber hinaus werden die in NRW umgesetzten Projekte auf einer Landkarte verortet und k\u00f6nnen nach Kriterien gefiltert in Listen exportiert werden.<\/p>\n<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung der Potenzialstudie Biomasse startet die Landesregierung nun mit der Aktualisierung des Biomasseaktionsplans. In Fachgespr\u00e4chen mit Vertreterinnen und Vertretern der Branche aus Wirtschaft und Wissenschaft werden die Ma\u00dfnahmen zur Hebung der Potenziale unter Abw\u00e4gung der vielf\u00e4ltigen Interessen und den Bedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erarbeitet. Ziel ist es, gemeinsam L\u00f6sungen f\u00fcr die Praxis zu entwickeln.<\/p>\n<p>Minister Remmel sieht in dem Ausbau der Zukunftsenergien auch einen starken Wachstumsmotor f\u00fcr die heimische Wirtschaft. \u201eWeltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien und erreichen inzwischen dreistellige Milliarden-Betr\u00e4ge. Wir m\u00fcssen uns entscheiden: Wollen wir dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen?\u201c Die Landesregierung habe bewusst eine Entscheidung f\u00fcr die Zukunftsenergien getroffen: \u201eMit der jetzigen Landesregierung gibt es gr\u00fcnes Licht f\u00fcr gr\u00fcnen Strom und gr\u00fcne W\u00e4rme. Wir wollen eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen, indem wir den Ausbau der regenerativen Energien beschleunigen. Denn nur hierdurch kann NRW zu einem Gewinner der beschleunigten Energiewende werden.\u201c<\/p>\n<p>Die Studie finden Sie unter: <a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/PotBiomasse\" target=\"_blank\">http:\/\/tinyurl.com\/PotBiomasse<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bioenergieatlas.nrw.de\" target=\"_blank\">www.bioenergieatlas.nrw.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.energieatlas.nrw.de\" target=\"_blank\">www.energieatlas.nrw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit: Die NRW-Landesregierung will die Bioenergie-Politik neu ausrichten. So soll beispielsweise der Einsatz von Mais als Energiepflanze deutlich reduziert und verst\u00e4rkt auf Rest- und Abfallstoffe gesetzt werden. 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