{"id":22392,"date":"2014-09-10T02:09:19","date_gmt":"2014-09-10T00:09:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/root,did=175114.html"},"modified":"2014-09-09T10:53:04","modified_gmt":"2014-09-09T08:53:04","slug":"neue-hightech-strategie-biotechnologie-mit-schlusselrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-hightech-strategie-biotechnologie-mit-schlusselrolle\/","title":{"rendered":"Neue Hightech-Strategie: Biotechnologie mit Schl\u00fcsselrolle"},"content":{"rendered":"<p>Am 3. September hat das Bundeskabinett die neue Hightech-Strategie (HTS) beschlossen. Wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung bringen, um das wirtschaftliche Wachstum anzukurbeln \u2013 dieses Ziel verfolgt auch die neue Auflage der Strategie. Die Bundesregierung wird allein 2014 11 Milliarden Euro investieren. Die Biotechnologie wird in dem Papier als eine Schl\u00fcsseltechnologie bezeichnet. Die Bio\u00f6konomie taucht als Schwerpunkt in der sogenannten Zukunftsaufgabe \u201eNachhaltiges Wirtschaften und Energie\u201c auf. Gesundheitsforschung und -wirtschaft wiederum sind bei der Zukunftsaufgabe \u201eGesund leben\u201c elementare Bestandteile. Besonders profitieren sollen auch in der neuen Hightech-Strategie kleine und mittlere Unternehmen (KMU).<\/p>\n<p>Seit die Hightech-Strategie von der Bundesregierung 2006 erstmals aufgelegt wurde, haben Staat und Wirtschaft so viel in Forschung und Entwicklung investiert wie nie zuvor. Deutschland liegt beim Export von Hightech-G\u00fctern an der Spitze, f\u00fcnf der zehn forschungsst\u00e4rksten Unternehmen Europas sind hierzulande angesiedelt. \u201eAngesichts des gro\u00dfen internationalen Konkurrenzdrucks m\u00fcssen wir aufpassen, dass wir unsere wissenschaftliche und wirtschaftliche Spitzenstellung halten\u201c, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka anl\u00e4sslich der frisch vom Kabinett beschlossenen Strategie. \u201eDeutschland muss jetzt auch Innovations-Weltmeister werden. Deshalb will die neue HTS aus kreativen Ideen konkrete Innovationen machen. So schafft sie Zukunftschancen und die Arbeitspl\u00e4tze von morgen.<\/p>\n<p>Gesundheitswirtschaft und Bio\u00f6konomie<\/p>\n<p>Die HTS konzentriert sich auf Forschungsthemen, die von besonderer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz sind \u2013 die sechs sogenannten Zukunftsaufgaben: Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Nachhaltiges Wirtschaften und Energie, Innovative Arbeitswelt, Gesundes Leben, Intelligente Mobilit\u00e4t und Zivile Sicherheit. In jeder Zukunftsaufgabe spielen wiederum einige Schwerpunkthemen eine Rolle. Hier k\u00f6nnen an mehren Stellen auch die Biotechnologie und biobasierte Verfahren Akzente setzen. Bei der Zukunftsaufgabe \u201eNachhaltiges Wirtschaften\u201c wird die Bio\u00f6konomie als wesentlicher Schwerpunkt aufgef\u00fchrt. \u201eNeue Verfahren und Technologien aus den Biowissenschaften bieten die M\u00f6glichkeit eines Strukturwandels hin zu nachhaltigen Produktionsweisen\u201c, hei\u00dft es in dem Papier. Insbesondere gemeint sind damit hier eine \u201eumweltfreundliche und nachhaltige Agrar- und Industrieproduktion\u201c. Bei der Zukunftsaufgabe \u201eGesundes Leben\u201c sind Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsforschung wesentliche Innovationstreiber: Schwerpunkte bilden die \u201eBek\u00e4mpfung von Volkskrankheiten\u201c, die \u201eIndividualisierte Medizin\u201c, \u201ePr\u00e4vention und Ern\u00e4hrung\u201c und \u201eInnovationen in der Medizintechnik\u201c. Ein weiterer Schwerpunkt soll mit Blick auf die \u201eSt\u00e4rkung der Wirkstoffforschung\u201c gesetzt werden. Hierzu ist geplant, einen ressort\u00fcbergreifenden Dialog (\u201ePharma-Dialog\u201c) zu etablieren, um den Standort f\u00fcr die Arzneimittelforschung und -produktion zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Biotechnologie als Schl\u00fcsseltechnologie<\/p>\n<p>Als Innovationstreiber f\u00fcr die Wirtschaft werden in der neuen Hightech-Strategie sogenannte Schl\u00fcsseltechnologien benannt. Unter anderen z\u00e4hlen aus Sicht der Bundesregierung die Mikroelektronik, Batterietechnologien und die Biotechnologie dazu. Das wirtschaftliche Potenzial dieser Schl\u00fcsseltechnologien soll noch besser genutzt werden. \u201eDie Bundesregierung wird insbesondere in KMU und mittelst\u00e4ndischen \u201eHidden Champions\u201c die breite Nutzung von Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr neue Produkte und Dienstleistungen unterst\u00fctzen\u201c, hei\u00dft es in dem Papier. Noch in dieser Legislaturperiode sollen neue Instrumente eingesetzt werden, um den Transfer in die Anwendung zu beschleunigen. So werden Fachhochschulen gest\u00e4rkt, Spitzencluster und vergleichbare Netzwerke sollen sich st\u00e4rker international orientieren. Wirtschaft und Wissenschaft werden mit Unterst\u00fctzung der Bundesregierung in zahlreichen Kooperationsprojekten zusammenarbeiten. Neu ist die Einbindung der maritimen Wirtschaft in die Hightech-Strategie. Zudem k\u00f6nnen sich Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft in Pilotanlagen engagieren, wie sie beispielsweise in Leuna zur Entwicklung von Kunststoffen aus Biomasse entstanden sind (mehr&#8230;). Im Fokus der F\u00f6rderung stehen dabei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen; sie profitieren vor allem von den technologieoffenen Programmen des Bundeswirtschafministeriums und von bew\u00e4hrten F\u00f6rderformaten des BMBF, wie etwa \u201eKMU-innovativ\u201c.<\/p>\n<p>Mehr Dialog mit den B\u00fcrgern suchen<\/p>\n<p>&#8220;Forschung geht uns alle an\u201c, sagte Wanka. \u201eDeshalb wird in der neuen HTS der Dialog mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern eine gro\u00dfe Rolle spielen\u201c. Die neue Hightech-Strategie wird begleitet von einem Gremium, in dem zentrale Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vertreten sind. Den Vorsitz \u00fcbernehmen Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim und zugleich Pr\u00e4sident des Stifterverbandes f\u00fcr die Deutsche Wissenschaft, sowie Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft.<\/p>\n<p>Verb\u00e4nde begr\u00fc\u00dfen neue Strategie<\/p>\n<p>Der Biotechnologie-Branchenverband BIO Deutschland begr\u00fc\u00dfte die geplanten Ma\u00dfnahmen zur Nutzung der Potenziale von Schl\u00fcsseltechnologien und das klare Bekenntnis zur F\u00f6rderung des innovativen Mittelstandes. \u201eDie neue Hightech-Strategie stellt f\u00fcr die Biotechnologie-Industrie richtige Weichen und wir hoffen, dass nun \u2013 wie angek\u00fcndigt \u2013 bew\u00e4hrte Programme weiter fruchten und neue Ans\u00e4tze zur Verbesserungen der Rahmenbedingungen f\u00fcr den innovativen Mittelstand und seine Investoren z\u00fcgig auf den Weg gebracht werden k\u00f6nnen\u201c, sagte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von BIO Deutschland, Viola Bronsema. Auch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begr\u00fc\u00dfte die neue Hightech-Strategie. Die Bundesregierung habe richtig erkannt, dass auch die Gesellschaft Neuem gegen\u00fcber aufgeschlossen sein m\u00fcsse. Ihr Vorhaben, neue Impulse f\u00fcr mehr Technikakzeptanz in der Bev\u00f6lkerung zu setzen, bezeichnete Tillmann als einen folgerichtigen Schritt, damit Deutschland auch k\u00fcnftig zu den Top-Innovationsstandorten z\u00e4hle. Hingegen monierte der VCI, dass in der neuen Hightech-Strategie die seit Jahren diskutierte steuerliche Forschungsf\u00f6rderung keine Erw\u00e4hnung finde. Positiv bewertete der Verband hingegen, dass die Bundesregierung die Finanzierung von Innovationen erleichtern und Wagniskapital besser f\u00f6rdern m\u00f6chte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung spielen Gesundheitswirtschaft und Bio&ouml;konomie e&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[741,2661,6352,769,1158,679,21885],"class_list":["post-22392","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-biodeutschland-ev","supplier-boehringer-ingelheim-gmbh","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-deutsche-bundesregierung","supplier-fraunhofer-gesellschaft","supplier-stifterverbandes-fuer-die-deutsche-wissenschaft","supplier-vci-verband-der-chemischen-industrie-e-v"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22392"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22392\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22392"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=22392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}