{"id":22339,"date":"2014-09-03T03:03:44","date_gmt":"2014-09-03T01:03:44","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=22339"},"modified":"2021-09-09T21:49:02","modified_gmt":"2021-09-09T19:49:02","slug":"airwash-waschewaschen-mit-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/airwash-waschewaschen-mit-luft\/","title":{"rendered":"AirWash: W\u00e4schewaschen mit Luft"},"content":{"rendered":"<p>Waschmaschinen verbrauchen kostbares Trinkwasser, und das Abwasser zu reinigen, stellt vor allem \u00e4rmere L\u00e4nder gleich vor das n\u00e4chste Problem. Abhilfe schaffen k\u00f6nnte da eine Maschine, die mit Kohlendioxid w\u00e4scht. Der Darmst\u00e4dter Industriedesigner Mani Shahriari hat hierf\u00fcr ein hochinteressantes Konzept entwickelt.<\/p>\n<p>Mani Shahriari nimmt mit seiner Designstudie AirWash am diesj\u00e4hrigen James Dyson Award teil. Das Konzept des Industriedesigners der Hochschule Darmstadt sieht nicht nur eine Maschine vor, die ohne Wasser w\u00e4scht, sondern den Ersatz Kohlendioxid aus der Luft gleich selbst gewinnt.<\/p>\n<p>Dieses w\u00fcrde verfl\u00fcssigt und in einem Tank gespeichert. Es soll sich besonders gut daf\u00fcr eignen, um Schmutz zu binden und aus der Kleidung zu l\u00f6sen. Nach der Reinigung w\u00fcrde das Fl\u00fcssiggas wieder aufbereitet und k\u00f6nnte von Neuem verwendet werden.<\/p>\n<p>Auf Nachfrage von neuerdings.com weist Shahriari darauf hin, dass es sich bei AirWash um seine vor kurzem abgeschlossene Diplomarbeit handelt, ein Zukunftskonzept, das aber im Prinzip funktionieren w\u00fcrde. Ein Chemiedoktorant der hat ihn beim Aufbau technisch beraten.<\/p>\n<p>Luft besteht nur zu 0,04 Prozent aus Kohlendioxid. Shahriari versichert aber, dass die Gewinnung \u00fcber die Filteranlage trotzdem rasch vonstatten ginge. Weil Kohlendioxid nur unter sehr hohem Druck in fl\u00fcssiger Form vorliegt, st\u00fcnden s\u00e4mtliche Beh\u00e4ltnisse unter einem Druck von 100 bar und mehr. Auch das w\u00e4re mit dem notwendigen elektromagnetischen Verschluss und einem stabilen Kessel laut Shahriari kein Problem.<\/p>\n<p>Profitieren w\u00fcrde beim Waschen mit AirWash auch die W\u00e4sche: Dank der geringen Oberfl\u00e4chenspannung kann das Kohlendioxid besser in die Faser eindringen, den Schmutz herausl\u00f6sen und dort auch Milben nachhaltig beseitigen. Da der Schleudergang wegf\u00e4llt, soll die Reinigung schonender sein und es k\u00f6nnten auch anf\u00e4lligere Materialien darin gewaschen werden, wie Seide und Leder. In der chemischen Reinigung etwa wird Kohlendioxid schon lange eingesetzt.<\/p>\n<p>Der Schmutz w\u00fcrde in Shahriaris Idee in einem einfachen Beh\u00e4ltnis, \u00e4hnlich einem beutellosen Staubsauger, aufgefangen und k\u00f6nnte einfach \u00fcber den Hausm\u00fcll entsorgt werden. Der Designer hat in seinem Konzept auch Spielereien wie LED-Licht, App- und Touchscreensteuerung vorgesehen.<\/p>\n<p>Einen Nachteil allerdings h\u00e4tte das Konzept, wie Shahriari zugibt: Es w\u00fcrde zu diesem Zeitpunkt noch deutlich mehr Energie verbrauchen als ein heute g\u00e4ngiger Waschvollautomat.<\/p>\n<p>Die Vorteile l\u00e4gen dennoch beim AirWash. Denn so praktisch heute genutzte Waschmaschinen auch sind, \u00f6kologisch wertvoll sind sie bei einem Verbrauch von Dutzenden Litern Trinkwasser, der gleichen Menge an Abwasser mit enthaltenen schwer abbaubaren Chemikalien und etlichen Kilowattstunden Energie f\u00fcr eine Waschladung freilich nicht. Hinzu kommt die schlechte Transportierbarkeit aufgrund des eingebauten Schwergewichts, damit die Maschine beim Schleudern nicht wandert oder umf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung dieses Problems steht in Zeiten begrenzter Ressourcen noch aus. Shahriaris AirWash k\u00f6nnte ein wichtiger Schritt dahin sein. Dass die Maschine im Prinzip so umsetzbar ist, ist ein Lichtblick.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waschmaschinen verbrauchen kostbares Trinkwasser, und das Abwasser zu reinigen, stellt vor allem \u00e4rmere L\u00e4nder gleich vor das n\u00e4chste Problem. Abhilfe schaffen k\u00f6nnte da eine Maschine, die mit Kohlendioxid w\u00e4scht. Der Darmst\u00e4dter Industriedesigner Mani Shahriari hat hierf\u00fcr ein hochinteressantes Konzept entwickelt. Mani Shahriari nimmt mit seiner Designstudie AirWash am diesj\u00e4hrigen James Dyson Award teil. 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