{"id":21916,"date":"2014-08-11T02:00:35","date_gmt":"2014-08-11T00:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/foerderungen-preise\/bausteine-fuer-organische-hochleistungsspeicher.html"},"modified":"2014-08-08T08:08:42","modified_gmt":"2014-08-08T06:08:42","slug":"bausteine-fur-organische-hochleistungsspeicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bausteine-fur-organische-hochleistungsspeicher\/","title":{"rendered":"Bausteine f\u00fcr organische Hochleistungsspeicher"},"content":{"rendered":"<p>Mainz\/Bonn. Kamal Asadi, Physikochemiker am Max-Planck-Institut f\u00fcr Polymerforschung (MPI-P), erh\u00e4lt den Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung, gab die Stiftung am 5. August 2014 bekannt. Der nach der russischen Mathematikerin benannte F\u00f6rderpreis ist mit 1,65 Millionen Euro dotiert und wird seit 2002 an Wissenschaftler vergeben, die nach ihrer Promotion mit besonderen Forschungsleistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Kamal Asadi, seit 2013 als Projektleiter am MPI-P t\u00e4tig, entwickelt Materialien auf organischer Grundlage, die zuk\u00fcnftig f\u00fcr Speichermedien oder in anderen elektronischen Bauteilen verwendet werden sollen. Die F\u00f6rderung erm\u00f6glicht ihm den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe am MPI-P und sichert deren Finanzierung \u00fcber die kommenden f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<p>\u201eEs ist sehr spannend, ein bisher unerforschtes Gebiet zu betreten: organische Multiferroika. Ich freue mich wirklich sehr darauf, tats\u00e4chlich die Magnetisierung mit dem elektrischen Feld zu \u00e4ndern\u201c, sagt Asadi.<\/p>\n<h3>Hoffnungstr\u00e4ger Multiferroika<\/h3>\n<figure id=\"attachment_21940\" aria-describedby=\"caption-attachment-21940\" style=\"width: 246px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21940 \" alt=\"standard\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/standard.jpg\" width=\"246\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2014\/08\/standard.jpg 246w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2014\/08\/standard-238x300.jpg 238w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21940\" class=\"wp-caption-text\">Mit Hilfe einer Messstation wird das Halbleiterbauelement (als Substrat dienen Glaspl\u00e4ttchen oder Silizium-Wafer) elektrisch charakterisiert. Dabei werden hochpr\u00e4zise, d\u00fcnne Nadeln sogenannter Mikromanipulatoren mit den Elektroden des Bauelements in Kontakt gebracht, um die Probe vermessen zu k\u00f6nnen. Die Messstation erm\u00f6glicht schnelle und zuverl\u00e4ssige Messungen einer gro\u00dfen Anzahl von Proben auf einem Substrat. \u00a9 MPIP<\/figcaption><\/figure>\n<p>Kamal Asadi ist Experte f\u00fcr das Materialdesign von Datenspeichern aus organischen Stoffen. Bereits w\u00e4hrend seiner Promotion entwickelte er eine Speicherl\u00f6sung aus organischen Halbleitern und ferroelektrischen Polymeren. Der geb\u00fcrtige Iraner setzte seine Forschungen beim niederl\u00e4ndischen Elektronikkonzern Philips fort, bevor er sich am MPI-P im Arbeitskreis von Paul Blom mit der Funktionsweise und Kombination von Multiferroika zu besch\u00e4ftigen begann. Multiferroika sind die Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr die Elektronik der Zukunft. Sie vereinigen zwei grundlegende Eigenschaften: die Materialien sind magnetisch und zugleich elektrisch. Zwischen diesen physikalischen Ordnungssystemen entstehen Wechselwirkungen, die f\u00fcr die Grundlagenwissenschaft wie auch f\u00fcr die Technik gleicherma\u00dfen interessant, aber noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt sind. F\u00fcr ihre Verwendbarkeit ist entscheidend, ob die Materialeigenschaften bei Alltagsbedingungen zum Tragen kommen und wie aufw\u00e4ndig ihre Synthese ist. Genau hier setzt Asadis Forschung an: Er mischt organische Ferroelektrika und magnetische Nanopartikel zu Kompositmaterialien und untersucht deren multiferroische Leistungsf\u00e4higkeit. Die optimale Mischung verf\u00fcgt \u00fcber eine hohe Ladungstr\u00e4gerdichte, verbraucht wenig Energie und l\u00e4sst sich in L\u00f6sung verarbeiten. Eine komplexe Aufgabe, f\u00fcr die Kamal Asadi nun am MPI-P eine eigene Forschungsgruppe aufbauen wird.<\/p>\n<h3>Preisgekr\u00f6nte und gef\u00f6rderte Polymerforschung<\/h3>\n<p>Zum wiederholten Mal ist es einem Forscher des MPI-P gelungen, sich erfolgreich f\u00fcr einen F\u00f6rderpreis mit langfristiger Finanzierung zu bewerben. In den vergangenen drei Jahren wurden f\u00fcnf ERC-Grants sowie zahlreiche Beteiligungen an Sonderforschungsbereichen (SFB) eingeworben. Das MPI-P hat sich mit seiner Infrastruktur und seiner interdisziplin\u00e4ren Ausrichtung zu einem Anziehungspunkt f\u00fcr hochtalentierte Materialforscher entwickelt. Ein synergetischer sich potenzierender Effekt, der auf breiter Anerkennung der Forschungsleistungen und dem Innovationspotenzial des Instituts beruht.<\/p>\n<h3>Spitzenpreis f\u00fcr herausragende Forschertalente<\/h3>\n<p>Der Sofja Kovalevskaja-Preis ist einer der h\u00f6chst dotierten deutschen Wissenschaftspreise und erm\u00f6glicht den Ausgezeichneten wissenschaftliche Arbeit zu einzigartigen Konditionen: F\u00fcnf Jahre lang k\u00f6nnen sie \u2013 unabh\u00e4ngig und ohne administrative Zw\u00e4nge \u2013 ein eigenes Forschungsprojekt an einem Institut ihrer Wahl in Deutschland durchf\u00fchren. Ziel ist es, international umworbene Forschertalente bereits zu Beginn einer vielversprechenden Karriere in Kooperationen mit Wissenschaftlern in Deutschland einzubinden.<\/p>\n<p>Bewerben k\u00f6nnen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus dem Ausland, die ihre Promotion vor nicht mehr als sechs Jahren abgeschlossen haben. Ausgezeichnet werden herausragendes Talent und kreative Forschungsans\u00e4tze. Der Preis wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kamal Asadi, Physikochemiker am Max-Planck-Institut f&uuml;r Polymerforschung (MPI-P), erh&auml;lt den Sofja K&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[7760,7429],"class_list":["post-21916","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-alexander-von-humboldt-foundation","supplier-max-planck-institut-fur-polymerforschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21916"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21916\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21916"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=21916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}