{"id":21432,"date":"2014-07-16T04:15:49","date_gmt":"2014-07-16T02:15:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/root,did=173878.html"},"modified":"2014-07-15T16:30:51","modified_gmt":"2014-07-15T14:30:51","slug":"erste-ausschreibungen-bei-europaischer-biookonomie-initiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erste-ausschreibungen-bei-europaischer-biookonomie-initiative\/","title":{"rendered":"Erste Ausschreibungen bei europ\u00e4ischer Bio\u00f6konomie-Initiative"},"content":{"rendered":"<p><strong>11.07.2014 \u00a0&#8211;\u00a0Br\u00fccken in der biobasierten Wirtschaft bauen und einen Marktzugang f\u00fcr gr\u00fcne Produkte schaffen, das ist das Ziel des Public-Private-Partnership (PPP) namens &#8220;Biobased-Industries&#8221; (BBI). EU-Kommission und Wirtschaft haben sich hier zusammengeschlossen, um die Rahmenbedingungen f\u00fcr die europ\u00e4ische Bio\u00f6konomie zu verbessern. Insgesamt stehen 3,7 Milliarden Euro in den kommenden sieben Jahren f\u00fcr Forschungsprojekte und Initiativen zur Verf\u00fcgung. Bewerbungen f\u00fcr die ersten 16 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 150 Mio. Euro sind bis zum 15. Oktober m\u00f6glich.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Netzwerk \u201eBiobased Industries\u201ce (BBI) zwischen der EU und dem Biobased Industries Consortium (BIC) umfasst rund 140 Partner, darunter Konzerne, kleine und mittlere Unternehmen sowie Cluster und Verb\u00e4nde. Knapp 1 Milliarde stellt die Europ\u00e4ische Union in ihrem neuen Strukturf\u00f6rderprogramm Horizon 2020 bereit, 2,7 Milliarden kommen von der im BIC organisierten Industrie. Bis 2024 soll damit die europ\u00e4ische Wettbewerbsf\u00e4higkeit bei biobasierten Produkten gest\u00e4rkt werden. \u00c4hnlich wie bei der \u201eNationale Forschungsstrategie Bio\u00f6konomie\u201c f\u00fcr Deutschland geht es um bessere Biomasseverwertungsstrategien, um den Aufbau von Bioraffinieren sowie der entsprechenden M\u00e4rkte f\u00fcr daraus entstehende biobasierte Produkte in Europa.<\/p>\n<p>Ziel ist es vor allem, neuartige, branchen\u00fcbergreifende Kooperationspartnerschaften zwischen Land- und Forstwirtschaft, Maschinen- und Anlagenbau, Papier- und Zellstoffindustrie, Chemie und Energiewirtschaft zu unterst\u00fctzen. Das BBI ist eine von insgesamt sieben sogenannten Joint Technology Initiatives (JTI), deren offizieller Start am 9. Juli auf einer Veranstaltung in Br\u00fcssel verk\u00fcndet wurde. \u201eDie Initiative ist ein au\u00dferordentliches Bekenntnis von Politik und Industrie, der biobasierten Wirtschaft in Europa einen Schub zu verleihen, um sich aus der Abh\u00e4ngigkeit von Erd\u00f6l und andere fossilen Ressourcen zu l\u00f6sen\u201c, betonte Peter Holk Nielsen, Chef des d\u00e4nischen Biotechkonzerns Novozymes.<\/p>\n<h3>Bewerber gesucht: 16 Projekte, 150 Mio. Gesamtbudget<\/h3>\n<p>Auf der Kick-Off-Veranstaltung wurden auch die ersten konkreten Projekte des BBI vorgestellt. F\u00fcr 2014 sind insgesamt 16 zu f\u00f6rdernde Projekte ausgeschrieben, die mit einem Gesamtvolumen von 50 Mio. Euro F\u00f6rdergelder der EU ausgestattet sind. Ein sogenanntes Flagship-Projekt mit Fokus auf den Aufbau von Demonstrations- und Pilotanlagen, die bisher nicht genutzte Agrarrohstoffe verwerten, soll bis zu 25 Mio. Euro EU-Gelder erhalten. Dies richtet zum Beispiel an Regionen, die sich nicht f\u00fcr den Anbau von essbarer Biomasse eignen, aber dennoch \u00fcber Agrarrohstoffe eine Wertsch\u00f6pfung generieren wollen. Bewerben k\u00f6nnten sich aber auch Projekte, die auf die Verwertung bisher nicht genutzter Abf\u00e4llen in der Agrarproduktion wie Bl\u00e4tter, Kleie oder pflanzliche Faserstoffe abzielen. Dass solche Strategien schon heute funktionieren, konnte unter anderem die deutsche Firma wet-Green GmbH bei der Halbzeitkonferenz Bio\u00f6konomie Anfang Juni in Berlin zeigen.<\/p>\n<h3>100 Mio. Investment aus der Industrie geplant<\/h3>\n<p>Weitere 15 Mio. Euro EU-Gelder stehen f\u00fcr insgesamt 5 Demonstrationsanlagen zur Verf\u00fcgung: Hier geht es unter anderem die hochwertige Verwertung von Reststoffen aus der Papier- oder Lebensmittelindustrie. Auch kosteneffiziente Demonstrationsanlagen zur Aufbereitung von G\u00fclle im gro\u00dfen Ma\u00dfstab sollen gef\u00f6rdert werden. Dar\u00fcber hinaus laufen die Ausschreibungen f\u00fcr zehn weitere Projektthemen, die eher technologisch und forschungsorientiert sind und dazu beitragen, die Herstellung biobasierter Produkte aus diversen biologischen Ressourcen effizienter und marktn\u00e4her zu erm\u00f6glichen. Die Industrie wird sich mit ca. 100 Mio. Euro an allen Ausschreibungen beteiligen. Bewerbungsschluss f\u00fcr Projektantr\u00e4ge ist der 15. Oktober 2014.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit den ersten &ouml;ffentlichen Ausschreibungen ist am 9. 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