{"id":21323,"date":"2014-07-07T03:00:45","date_gmt":"2014-07-07T01:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=21323"},"modified":"2014-07-05T12:03:38","modified_gmt":"2014-07-05T10:03:38","slug":"biokunststoffe-und-erneuerbare-energien-im-fokus-der-kunststofftagung-der-hochschule-osnabruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokunststoffe-und-erneuerbare-energien-im-fokus-der-kunststofftagung-der-hochschule-osnabruck\/","title":{"rendered":"Biokunststoffe und erneuerbare Energien im Fokus der Kunststofftagung an der Hochschule Osnabr\u00fcck"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_21324\" aria-describedby=\"caption-attachment-21324\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21324 \" alt=\"56a8b80880\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/56a8b80880.jpg\" width=\"270\" height=\"180\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21324\" class=\"wp-caption-text\">Bei der Er\u00f6ffnung der 16. Kunststofftagung beantwortete Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), die aktuelle Frage \u201eSchafft Deutschland die Energiewende?\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Nachhaltigkeit in der Kunststofftechnik stand im Mittelpunkt der diesj\u00e4hrigen Fachtagung \u201eFortschritte in der Kunststofftechnik \u2013 Theorie und Praxis\u201c, die am 25.-26. Juni an der Hochschule Osnabr\u00fcck stattfand. Er\u00f6ffnet wurde die Veranstaltung durch den Pr\u00e4sidenten des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) und ehemaligen Generalsekret\u00e4r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Dr. E.h. Fritz Brickwedde. In seinem Vortrag zum Thema \u201eSchafft Deutschland die Energiewende?\u201c machte Brickwedde deutlich, dass die erneuerbaren Energien in Deutschland bereits heute einen hohen Stellenwert erreicht haben und weiterhin dynamisch wachsen werden. Er zeigte au\u00dferdem auf, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu Lasten der wirtschaftlichen Entwicklung geht, sondern im Gegenteil, die Wirtschaft nachhaltig gest\u00e4rkt wird und Abh\u00e4ngigkeiten von Gas- und \u00d6l-Importen abgebaut werden.<\/strong><\/p>\n<p>In weiteren Vortr\u00e4gen gaben Dr. Bahman Sarabi vom UL Thermoplastics Testing Center und Dr. Maik Feldmann vom Institut f\u00fcr Werkstofftechnik der Universit\u00e4t Kassel einen \u00dcberblick \u00fcber die Verarbeitungs- und Konstruktions-Kennwerte f\u00fcr Biokunststoffe sowie die Herstellung, Eigenschaften und Anwendungspotentiale von naturfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen. Als Vertreter eines f\u00fchrenden Herstellers von Biokunststoffen widmete sich Dr. Christoph He\u00df von der Firma Biotec der Frage, wie sich Fremdmaterial auf die Recyclingf\u00e4higkeit von Polyethylen-Blasfolien auswirkt. Er r\u00e4umte dabei insbesondere das Vorurteil aus dem Weg, dass Biokunststoffe das Recycling von herk\u00f6mmlichen Verpackungsfolien aus PE erschwert. \u201eBiokunststoffe verhalten sich wie alle anderen Kunststoffe. Geringe Anteile von Fremdmaterial sind ohne Eigenschaftseinbu\u00dfen zu tolerieren. H\u00f6here Anteile f\u00fchren sowohl bei herk\u00f6mmlichen als auch bei Biokunststoffen zu einer Verschlechterung der Eigenschaften\u201c, so Dr. He\u00df, der diese Aussage mit klaren Fakten untermauern konnte.<\/p>\n<p>Dass Kunststoffe im Bereich der erneuerbaren Energien ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, wurde durch Vortr\u00e4ge von Dr. Holger Borchert von der Universit\u00e4t Oldenburg und Prof. Dr. Claudia Kummerl\u00f6we von der Hochschule Osnabr\u00fcck deutlich. Normalerweise sind Kunststoffe nicht leitf\u00e4hig und werden aus diesem Grund h\u00e4ufig zu Isolationszwecken eingesetzt. Elektrisch leitf\u00e4hige Polymere sind neue Materialien, die unter anderem in der D\u00fcnnschichtphotovoltaik Anwendung finden und mit denen sich v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten bieten. Einblicke in die Grundlagen und Anwendungsm\u00f6glichkeiten dieser neuen Kunststoffe wurden von Dr. Borchert anschaulich aufgezeigt. Windenergie spielt schon heute eine wichtige Rolle bei der Stromversorgung. Korrosionsprobleme bei Offshore-Windkraftanlagen bilden den Hintergrund f\u00fcr ein Forschungsprojekt, das von Prof. Kummerl\u00f6we an der Hochschule Osnabr\u00fcck durchgef\u00fchrt wird. Das Hochleistungspolymer PEEK soll dazu mit Hilfe eines Laserbeschichtungsverfahrens auf Stahlbauteile aufgebracht werden und somit die Korrosionsbest\u00e4ndigkeit der Bauteile verbessern. Ebenfalls hoch interessante und anspruchsvolle Anwendungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kunststoffe ergeben sich in der Brennstoffzelle, \u00fcber die Sebastian Brokamp vom Zentrum f\u00fcr Brennstoffzellentechnik aus Duisburg berichtete. Bereits heute stehen hochgef\u00fcllte thermoplastische Kunststoffe f\u00fcr die Herstellung von Bipolarplatten und anderen Anwendungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Noch gerade rechtzeitig vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel Deutschland gegen die USA ging eine spannende und interessante Fachtagung zu Ende, die auch in diesem Jahr wieder durch eine Fachausstellung und Posterpr\u00e4sentation begleitet wurde. Mit \u00fcber 100 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder sehr gut besucht. Das interessante Programm, aber auch die angenehme Atmosph\u00e4re mit der M\u00f6glichkeit zu pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen wurde von vielen Teilnehmern gelobt und ist sicher ein Grund daf\u00fcr, auch beim n\u00e4chsten Mal im Juni 2015 dabei zu sein. Die Planungen daf\u00fcr haben bereits begonnen, denn \u2013 um einmal Sepp Herberger zu zitieren \u2013: \u201eNach dem Spiel, ist vor dem Spiel\u201c.<\/p>\n<p>Mit der Fachtagung \u201eFortschritte in der Kunststofftechnik \u2013 Theorie und Praxis\u201c wurde einmal mehr deutlich, dass die Kunststofftechnik \u00fcber ein enormes Zukunftspotenzial verf\u00fcgt. Die Industrie hat seit Jahren einen \u00fcberdurchschnittlichen Bedarf an Kunststofftechnik-Ingenieuren, der sich in den kommenden Jahren noch weiter verst\u00e4rken wird. Die Hochschule Osnabr\u00fcck leistet seit vielen Jahren einen Beitrag, diesen Bedarf, insbesondere in der Region Osnabr\u00fcck, aber auch weit dar\u00fcber hinaus, zu decken.<\/p>\n<p><em>Wer Interesse hat, Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabr\u00fcck zu studieren, kann sich bis zum 15. Juli f\u00fcr diesen Studiengang mit Bachelorabschluss zum n\u00e4chsten Wintersemester bewerben. \u00dcbrigens, diesen Studiengang bietet die Hochschule auch als dualen Studiengang &#8220;Kunststofftechnik im Praxisverbund&#8221; an. Dar\u00fcber hinaus bietet sie auch einen Masterstudiengang \u201eAngewandte Werkstoffwissenschaften\u201c mit einer Vertiefungsrichtung \u201ePolymerwerkstoffe\u201c an, der f\u00fcr Bachelorabsolventen aus einschl\u00e4gigen Studieng\u00e4ngen offen ist. Bewerbungsfrist f\u00fcr das n\u00e4chste Wintersemester ist auch hier der 15. Juli. N\u00e4here Informationen gibt es im Internet: <a href=\"http:\/\/www.ecs.hs-osnabrueck.de\" target=\"_blank\">www.ecs.hs-osnabrueck.de<\/a> \u2013 Studium.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit in der Kunststofftechnik stand im Mittelpunkt der diesj\u00e4hrigen Fachtagung \u201eFortschritte in der Kunststofftechnik \u2013 Theorie und Praxis\u201c, die am 25.-26. 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