{"id":21256,"date":"2014-07-03T03:15:45","date_gmt":"2014-07-03T01:15:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=21256"},"modified":"2014-07-02T18:40:16","modified_gmt":"2014-07-02T16:40:16","slug":"ein-voller-erfolg-erster-deutsch-chinesischer-workshop-biotechnology-bioeconomy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ein-voller-erfolg-erster-deutsch-chinesischer-workshop-biotechnology-bioeconomy\/","title":{"rendered":"Ein voller Erfolg &#8211; erster deutsch-chinesischer Workshop \u201eBiotechnology in a Bioeconomy\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ende Mai fand mit gro\u00dfz\u00fcgiger Unterst\u00fctzung der Landesregierung Baden-W\u00fcrttemberg am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) der erste deutsch-chinesische Workshop &#8220;Biotechnology in a Bioeconomy&#8221; statt. Forscher aus Instituten der Chinese Academy of Sciences (Tianjin, Dalian, Tsingtau) und verschiedenen Universit\u00e4ten (Peking, Nanking, Schanghai) diskutierten mit Fachleuten aus Baden-W\u00fcrttemberg den aktuellen Stand der Forschung in beiden L\u00e4ndern sowie geplante Konzepte f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige biobasierte industrielle Produktion.<\/strong><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren gibt es im Bereich der Biotechnologie eine erfolgreiche enge Partnerschaft des Landes Baden-W\u00fcrttemberg mit der Provinz Jiangsu in Ostchina. Der Aufbruch in eine nachhaltige, biobasierte Wirtschaft wird sowohl in China wie in Deutschland intensiv gef\u00f6rdert und der Workshop erm\u00f6glichte einen fachlichen Austausch. Die Veranstaltung wurde vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT), dem Nanjing Institute of Technology, dem Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg und der BIOPRO Baden-W\u00fcrttemberg GmbH als Partner organisiert.<\/p>\n<h3>L\u00f6sungswege auf dem Weg zu einer nachhaltigen und biobasierten Wirtschaft<\/h3>\n<figure id=\"attachment_21288\" aria-describedby=\"caption-attachment-21288\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21288 \" alt=\"Der Workshop vermittelte einen sehr guten Einblick in den aktuellen Stand der Forschung in beiden L\u00e4ndern und in die jeweiligen Konzepte f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige biobasierte industrielle Produktion.  (\u00a9 Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie)\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/index.html.jpeg\" width=\"250\" height=\"147\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21288\" class=\"wp-caption-text\">Der Workshop vermittelte einen sehr guten Einblick in den aktuellen Stand der Forschung in beiden L\u00e4ndern und in die jeweiligen Konzepte f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige biobasierte industrielle Produktion. (\u00a9 Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aus China nahm eine wissenschaftlich hochkar\u00e4tig besetzte Delegation teil. Diese konnte sich in insgesamt 33 wissenschaftlichen Vortr\u00e4gen mit den Teilnehmern der deutschen Seite austauschen, die haupts\u00e4chlich aus dem Umfeld des Mitte 2014 neu anlaufenden landesinternen F\u00f6rderprogrammes \u201eBio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg\u201c stammten.<\/p>\n<p>In Deutschland steht bei einer nachhaltigen Erzeugung von Bioenergie und Chemikalien die Frage nach den Rohstoffen im Vordergrund. L\u00f6sungswege zeigten hier die Vortr\u00e4ge von Iris Lewandowski (Universit\u00e4t Hohenheim, Stuttgart), die aus Miscanthus-Arten ertragreiche Energiepflanzen z\u00fcchtet, von Robert Greb (badenova AG &amp; Co. KG), dem Anbieter von Bioerdgas aus der Region Freiburg, und von Thomas Hirth (Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart), der im Pilotma\u00dfstab am Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna Isobuten aus Stroh oder Holzabf\u00e4llen erzeugt.<\/p>\n<p>China verf\u00fcgt dagegen \u00fcber ein gewaltiges Volumen an Rohstoffen f\u00fcr eine Bio\u00f6konomie: Zum einen fallen hier j\u00e4hrlich etwa 700 Millionen Tonnen Stroh aus dem Reis-, Weizen- und Mais-Anbau an, das zu einem gro\u00dfen Teil noch verbrannt wird und dabei in hohem Ma\u00dfe zur Luftverschmutzung Chinas beitr\u00e4gt. Zum anderen sind ebenso Lebensmittelabf\u00e4lle verf\u00fcgbar, die sich zu Biogas oder Biodiesel verarbeiten lassen. Zus\u00e4tzlich bietet die chinesische K\u00fcste viel Raum f\u00fcr die Zucht von Algen, aus denen sich Biomasse oder Triglyceride gewinnen lassen. Berichte zur Gewinnung von Biogas aus Stroh (Xiaohua LU und Honghua JIA, Nanjing Tech University), zur Herstellung von Triglyceriden oder Alkanen aus Biomasse oder Algen (Zhongbao ZHAO, CAS Dalian Institute of Chemical Physics; Xuefeng LU und Shiqi JI, CAS Institute of Bioenergy and Bioprocess Technology) oder zur Synthese von Bernsteins\u00e4ure aus Biomasse (Min JIANG, Nanjing Tech University) belegten die chinesische Kompetenz auf diesen Gebieten.<\/p>\n<p>Die Provinz Jiangsu entspricht von ihrer Einwohnerzahl her in etwa der Bundesrepublik Deutschland und hat in China inzwischen eine Schl\u00fcsselrolle in der industriellen Biotechnologie, was beim Workshop eindrucksvoll sichtbar wurde.<\/p>\n<h3>Gemeinsame Themen als Grundlage f\u00fcr eine noch engere Kooperation<\/h3>\n<p>Der Workshop vermittelte einen sehr guten Einblick in den aktuellen Stand der Forschung in beiden L\u00e4ndern und in die jeweiligen Konzepte f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige biobasierte industrielle Produktion. Als Schl\u00fcsselfragen wurden dabei die ausreichende Verf\u00fcgbarkeit von preiswerten \u201eNon-Food\u201c-Rohstoffen als Ausgangsmaterialien f\u00fcr biotechnologische Produktionsverfahren und die Wichtigkeit einer CO<sub>2<\/sub>-neutralen Prozessf\u00fchrung identifiziert. Hierbei k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig sowohl die Kultivierung von Mikroalgen (\u201eCO<sub>2<\/sub> to Lipids\u201c) als auch Fermentationsverfahren auf Basis von Synthesegas (Nutzung von CO und H<sub>2<\/sub> als Kohlenstoff- und Energiequelle f\u00fcr nicht-phototrophe Mikroorganismen) eine wichtige Rolle zukommen.<\/p>\n<p>Aus politischer Sicht war es sehr interessant, Informationen zu Forschungsstrukturen und Forschungsf\u00f6rderkonzepten auszutauschen, ebenso auch, neue Ausbildungskonzepte im Bereich der Bio\u00f6konomie zu diskutieren. Hierbei existiert f\u00fcr den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Biotechnologie zurzeit ein <a href=\"http:\/\/www.bio-pro.de\/magazin\/foerderprogramme\/index.html?lang=de&amp;artikelid=%2Fartikel%2F09684%2Findex.html\" target=\"_blank\">Stipendienprogramm des Landes Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden auf dem Workshop viele gemeinsame Themen identifiziert, die Grundlage f\u00fcr eine zuk\u00fcnftig noch engere Kooperation darstellen k\u00f6nnen. Man war sich einig, dass der Biotechnologie eine wesentliche Schl\u00fcsselrolle in einer zuk\u00fcnftigen Bio\u00f6konomie zukommen wird. F\u00fcr 2015 ist bereits ein Folgeworkshop geplant, der von chinesischer Seite organisiert werden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Mai fand mit gro\u00dfz\u00fcgiger Unterst\u00fctzung der Landesregierung Baden-W\u00fcrttemberg am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) der erste deutsch-chinesische Workshop &#8220;Biotechnology in a Bioeconomy&#8221; statt. Forscher aus Instituten der Chinese Academy of Sciences (Tianjin, Dalian, Tsingtau) und verschiedenen Universit\u00e4ten (Peking, Nanking, Schanghai) diskutierten mit Fachleuten aus Baden-W\u00fcrttemberg den aktuellen Stand der Forschung in beiden L\u00e4ndern sowie [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[7483,1375,7471,3130,649,5694,1563,5566,6990,7470,282,781],"class_list":["post-21256","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-badenova-ag-co-kg","supplier-biopro-baden-wuerttemberg-gmbh","supplier-chinese-academy-sciences","supplier-fraunhofer-institut-fuer-chemisch-biotechnologische-prozesse-cbp","supplier-fraunhofer-institut-fuer-grenzflaechen-und-bioverfahrenstechnik-igb","supplier-process-engineering-cas","supplier-karlsruher-institut-fuer-technologie-kit","supplier-landesregierung-baden-wurttemberg","supplier-nanjing-institute-of-technology","supplier-nanjing-tech-university","supplier-universitaet-hohenheim","supplier-universitaet-stuttgart"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21256"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21256\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21256"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21256"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=21256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}