{"id":21255,"date":"2014-07-02T03:06:23","date_gmt":"2014-07-02T01:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=21255"},"modified":"2014-07-02T12:26:11","modified_gmt":"2014-07-02T10:26:11","slug":"bio-san-diego-branche-im-aufwind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-san-diego-branche-im-aufwind\/","title":{"rendered":"Bio in San Diego: Branche im Aufwind"},"content":{"rendered":"<p><strong>27.06.2014 &#8211; Eine Rekordzahl an B\u00f6rseng\u00e4ngen, deutlich gestiegenes Interesse bei Investoren und vielversprechende Fortschritte in der Krebstherapie \u2013 nicht nur in den USA ist in der Biotechnologiebranche in den vergangenen Monaten viel passiert. Die Hochstimmung spiegelte sich auch auf der weltweit gr\u00f6\u00dften Branchen-Messe, der Bio Convention vom 23. bis 26. Juni in San Diego, wider. Nach zuletzt schw\u00e4chelnden Zahlen lockte die Messe mehr als 15.000 Akteure aus Industrie und Wissenschaft in das gigantische Convention Center an der Bayfront von San Diego. Die kalifornische Sonne, prominente Stars und spektakul\u00e4re Abendveranstaltungen sorgten zus\u00e4tzlich f\u00fcr Glanz.<\/strong><\/p>\n<p>San Diego geh\u00f6rt in den USA zu den Topstandorten f\u00fcr die Biotechnologie-Branche. Das \u00fcbertrug sich auch auf die diesj\u00e4hrige Bio: Der Andrang im sonnendurchfluteten Convention Center, das architektonisch eine gigantisches Schiff verk\u00f6rpert, war sp\u00fcrbar gro\u00df: Nicht nur im Ausstellungsbereich mit den knapp 1.700 Ausstellern, sondern auch im \u201eBusiness Forum\u201c bei den kompakten Einzelgespr\u00e4chen, f\u00fcr die sich diesmal Vertreter aus rund 5.000 Unternehmen interessierten.<\/p>\n<h3>Messeausteller hochzufrieden<\/h3>\n<p>Rund 28.000 dieser One-to-one partnerings sollen nach den Veranstalterangaben an den drei Messetagen stattgefunden haben. Auch die 47 Partner des Deutschen Pavillions, darunter Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verb\u00e4nde und die Bio-Regionen, zeigten sich mit der Resonanz und Kontakten an ihren St\u00e4nden hochzufrieden. Befeuert wird die Stimmung in der Branche von den guten wirtschaftlichen Zahlen: Allein 2013 gab es dreimal so viele B\u00f6rseng\u00e4nge wie noch im Jahr zuvor, 2014 hat die Zahl dieser IPOs bereits zur Jahresh\u00e4lfte ein Rekordhoch erreicht. In dem auf der Bio vorgestellten \u201eBeyond Borders\u201c-Report hat die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft Ernst &amp; Young f\u00fcr das Jahr 2013 bei den f\u00fchrenden US-Firmen ein Umsatzplus um 13 Prozent verzeichnet. \u201eFolgefinanzierungen im Wert von 9,4 Milliarden US-Dollar und B\u00f6rseng\u00e4nge, die 3,5 Milliarden US-Dollar einbrachten, haben das Vertrauen der Investoren in die Branche wieder gefestigt\u201c, so Glen Giovannetti von Ernst &amp; Young. Trotzdem bleibe die Finanzierung von Forschung- und Entwicklung eine Herausforderung. Der neue Report (\u201eUnlocking Value\u201c) stellt auch drei Strategien vor, mit denen Unternehmen in der medizinischen Biotechnologie ihre F&amp;E-Aufwendungen effizienter gestalten k\u00f6nnten. Schl\u00fcssel auf diesem Weg sehen die Autoren in der sich auf Biomarker st\u00fctzenden Pr\u00e4zisionsmedizin, in adaptiven klinischen Studien und in vorwettbewerblichen Forschungs-und Entwicklungskonsortien.<\/p>\n<h3>Bayer setzt wieder auf Gentherapie<\/h3>\n<p>Auf Kooperation mit Biotech-Unternehmen zu einem fr\u00fchen Zeitpunkt in der Entwicklung innovativer Therapien setzt auch Bayer Healthcare. Zum Start der Bio hatte Bayer verk\u00fcndet, seine Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten f\u00fcr innovative Therapien der Bluterkrankheit auszubauen. Erstmals seit langem setzt der Leverkusener Konzern dabei wieder auf das Konzept der Gentherapie. Das 2013 gegr\u00fcndete Start-up Dimension Therapeutics erh\u00e4lt im Rahmen der Forschungskooperation eine Vorauszahlung von 20 Millionen US-Dollar.Wenn bestimmte Forschungs- und Vermarktungsziele erreicht werden, winken bis zu 232 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen. Aktuell steckt der Therapieansatz noch in der vorklinischen Pr\u00fcfung. Derzeit m\u00fcssten H\u00e4mophilie-A-Patienten sich den Faktor VIII mehrfach pro Woche intraven\u00f6s spritzen, so Mark Wolters, Head of Early Licensing von Bayer Healthcare zu biotechnologie.de. \u201eDank gro\u00dfer technologischer Fortschritte ist f\u00fcr uns jetzt der richtige Zeitpunkt, in Gentherapie mit ihrem disruptivem Potenzial zu investieren\u201c, so Wolters. Im Idealfall w\u00fcrde eine Gentherapie wom\u00f6glich gen\u00fcgen, um auf Monate oder Jahre \u201ek\u00f6rpereigenen\u201c Ersatz f\u00fcr Gerinnungsfaktor VIII zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h3>Krebsimmuntherapie h\u00e4lt Branche in Atem<\/h3>\n<p>Derzeit in Atem halten die Pharma- und Biotechbranche derzeit die \u00e4u\u00dferst vielversprechende Therapieerfolge in der Krebsimmuntherapie, insbesondere auf der Basis sogenannter Checkpoint-Inhibitoren. Die \u00dcberlebensraten bei mit diesen Pr\u00e4paraten behandelten Krebspatienten sind so ermutigend, dass einige Pharmaunternehmen bereits Breakthrough-Status-Zulassungen erhalten haben. Die Veranstaltungen zu diesem Thema sorgten auch in San Diego f\u00fcr \u00fcberf\u00fcllte S\u00e4le. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt bildeten Fortschritte in der Regenerativen Medizin und Stammzellforschung. Als Publikumsmagneten erwiesen sich die Starg\u00e4ste: Sowohl der Gr\u00fcnder der Virgin-Gruppe, Sir Richard Branson wie auch Ex-US-Au\u00dfenministerin Hillary Clinton zu den Mittagsstunden f\u00fcr hunderte Meter lange Warteschlangen.<\/p>\n<p>\u00dcberraschend gestrichen wurde indes eine weitere Zugnummer: die Supersession von Steven Burrill, Branchenanalyst und Investor aus San Francisco. Sein Lagebericht zur Biotechnologiebranche weltweit geh\u00f6rt zum festen Inventar der Bio und genie\u00dft Kultstatus. Burrill steht im Verdacht, Anlegergelder auf unzul\u00e4ssige Weise anderweitig eingesetzt zu haben. Eine Woche vor der Bio war bekannt geworden, dass eine fr\u00fchere Mitarbeiterin ihn diesbez\u00fcglich angeklagt hat. Von Seiten der Veranstalter wurde der Ausfall von Burrill indes nicht weiter kommentiert.<\/p>\n<h3>Party auf dem Flugzeugtr\u00e4ger<\/h3>\n<p>F\u00fcr Glanz sorgten auch die vielf\u00e4ltigen Abendveranstaltungen in San Diego: Bereits zum Auftakt str\u00f6mten die 15.000 Besucher auf den ausgedienten Flugzeugtr\u00e4ger USS Midway. An einem anderen Abend wurde das historische Gaslamp Quarter zur Partymeile umfunktioniert. Auch die deutschen Biotech-Cluster aus Berlin-Brandenburg und BIO.NRW setzen mit Parties auf Dachterrassen schicker Hotels besondere Akzente. Auch die Fu\u00dfball-WM war nat\u00fcrlich ein Topthema auf der Bio, dass es nach dem Duell USA-Deutschland f\u00fcr beide Teams ins Achtelfinale reichte, tat der pr\u00e4chtigen Stimmung auf der diesj\u00e4hrigen Bio Convention noch zus\u00e4tzlich gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27.06.2014 &#8211; Eine Rekordzahl an B\u00f6rseng\u00e4ngen, deutlich gestiegenes Interesse bei Investoren und vielversprechende Fortschritte in der Krebstherapie \u2013 nicht nur in den USA ist in der Biotechnologiebranche in den vergangenen Monaten viel passiert. Die Hochstimmung spiegelte sich auch auf der weltweit gr\u00f6\u00dften Branchen-Messe, der Bio Convention vom 23. bis 26. Juni in San Diego, wider. 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