{"id":20715,"date":"2014-06-02T03:03:55","date_gmt":"2014-06-02T01:03:55","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=20715"},"modified":"2014-06-01T15:45:26","modified_gmt":"2014-06-01T13:45:26","slug":"hhu-wissenschaftler-fur-neues-verfahren-zur-herstellung-von-biotensiden-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hhu-wissenschaftler-fur-neues-verfahren-zur-herstellung-von-biotensiden-ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"HHU-Wissenschaftler f\u00fcr neues Verfahren zur Herstellung von Biotensiden ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p><strong>23.05.2014 &#8211; In Dortmund wurden am 22. Mai die diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4ger des gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium und dem Patentverbund der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ausgeschriebenen HochschulWettbewerbs ZukunftErfindenNRW pr\u00e4miert.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Herstellung von Biotensiden erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Fortschritt durch Transfer ein Team bestehend aus Prof. Dr. Lars Blank und Till Tiso (TU Dortmund, jetzt RWTH Aachen), und von der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t Dr. Frank Rosenau (jetzt Universit\u00e4t Ulm), Dr. Susanne Wilhelm und Dr. Andreas Wittgens.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Juryentscheidung gab dabei der Transfergedanke in doppelter Hinsicht den Ausschlag: Neben der Intention, die Forschungsergebnisse von der Wissenschaft in die Wirtschaft zu \u00fcbertragen, war vor allem die Kooperation zweier Institute an zwei verschiedenen Universit\u00e4ten (Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf: Institut f\u00fcr Molekulare Enzymtechnologie und TU Dortmund: Fakult\u00e4t Bio- &amp; Chemieingenieurwesen) entscheidend. Nur durch die enge Zusammenarbeit und durch den fachlichen, interdisziplin\u00e4ren Austausch konnte die Erfindung entwickelt werden und ist somit ein herausragendes Beispiel f\u00fcr Transfer.<\/p>\n<p>NRW-Wissenschafts- und Forschungsministerin Svenja Schulze \u00fcberreichte die Auszeichnung. Prof. Dr. Karl-Erich Jaeger, Leiter des Instituts f\u00fcr Molekulare Enzymtechnologie (IMET) an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t im Forschungszentrum J\u00fclich hielt die Laudatio.<\/p>\n<h3>Das pr\u00e4mierte Verfahren zur Herstellung von Biotensiden<\/h3>\n<p>Vor dem Hintergrund des zunehmenden Umweltbewusstsein und der damit verbundenen Forderung nach Nachhaltigkeit spielen neue sogenannte \u201egr\u00fcne\u201c oder Biotenside eine immer wichtigere Rolle. Sie sollten genauso effizient wie etablierte petrochemische Tenside, aber auch biologisch abbaubar sein und werden von Pflanzen und Mikroorganismen produziert. Zu der Klasse der Biotenside geh\u00f6ren Glykolipide wie Sophoroselipide und Rhamnolipide. Letztere bestehen aus einem gut wasserl\u00f6slichen Zuckeranteil, an den wasserunl\u00f6sliche, aber gut fettl\u00f6sliche Fetts\u00e4uren in Form langer Kohlenwasserstoffketten gebunden sind. Das pr\u00e4mierte biotechnologische Verfahren betrifft die Verwendung von Bakterien zur Herstellung von Rhamnolipiden. Durch kombinierte Expression verschiedener Gene der Rhamnolipidbiosynthese sowie kontrollierter Ver\u00e4nderung der Anzuchtbedingungen der Produktionsst\u00e4mme k\u00f6nnen Rhamnolipide gewonnen werden, die sich in ihren chemischen Eigenschaften unterscheiden und damit f\u00fcr unterschiedliche Anwendungen genutzt werden k\u00f6nnen, z.B. als Zusatzstoffe f\u00fcr Reinigungsmittel, in Kosmetika oder f\u00fcr pharmazeutische Anwendungen.<\/p>\n<h3>Hochschulwettbewerb ZukunftErfindenNRW:<\/h3>\n<p>Der Preis <a href=\"http:\/\/www.provendis.info\/\" target=\"_blank\">ZukunftErfindenNRW <\/a>wird j\u00e4hrlich vom Ministerium f\u00fcr Innovation, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit PROvendis, der Patentvermarktungsgesellschaft f\u00fcr NRW-Hochschulen, f\u00fcr herausragende Innovationen vergeben. Die drei Wettbewerbskategorien Lebenswissenschaften, Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften sowie Fortschritt durch Transfer sind mit jeweils einem Preisgeld in H\u00f6he von 10.000 \u20ac dotiert. 155 NRW-Wissenschaftler-Teams aller Fachrichtungen hatten 2013 ihre Projekte bei der PROvendis GmbH eingereicht. Seit mehr als zehn Jahren ist der Wettbewerb ein etabliertes Instrument, um Hochschulen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler f\u00fcr ihre innovative Arbeit auszuzeichnen.<\/p>\n<p><strong>Kontakte<br \/>\n<\/strong>Prof. Dr. Karl-Erich Jaeger<br \/>\nInstitut f\u00fcr Molekulare Enzymtechnologie (IMET)<br \/>\nForschungszentrum J\u00fclich<br \/>\n52428 J\u00fclich<br \/>\nTel.: 0049 -2461 616966<br \/>\nE.Mail: <a href=\"mailto:karl-erich.jaeger@fz-juelich.de\" target=\"_blank\">karl-erich.jaeger@fz-juelich.de <\/a><\/p>\n<p>Dr. Frank Rosenau<br \/>\nUniversit\u00e4t Ulm<br \/>\nInstitut f\u00fcr Organische Chemie III<br \/>\nDirector of UPEP (Competence Center for Translational Peptide Research)<br \/>\nTel.: 0049-731-50-15186<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23.05.2014 &#8211; In Dortmund wurden am 22. 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