{"id":20428,"date":"2014-05-16T02:59:29","date_gmt":"2014-05-16T00:59:29","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=20428"},"modified":"2021-09-09T21:49:55","modified_gmt":"2021-09-09T19:49:55","slug":"bayer-materialscience-investiert-dream-production","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bayer-materialscience-investiert-dream-production\/","title":{"rendered":"Bayer MaterialScience investiert in \u201eDream Production\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Leverkusen, 14. Mai 2014 \u2013 Das Treibhausgas Kohlendioxid wird zu einem Baustein f\u00fcr Kunststoffe: Nach erfolgreicher Testphase und vielversprechender Marktanalyse will Bayer 15 Millionen Euro in den Bau einer Produktionsstra\u00dfe am Standort Dormagen investieren. Dort soll unter Einsatz von CO<sub>2<\/sub> ein Vorprodukt f\u00fcr hochwertigen Polyurethan-Schaumstoff hergestellt werden. Die Anlage soll eine Produktionskapazit\u00e4t von 5.000 Tonnen pro Jahr haben. Die Genehmigungsunterlagen werden in den n\u00e4chsten Wochen bei der Bezirksregierung K\u00f6ln eingereicht. Ziel des Projekts \u201eDream Production\u201c ist es, mit ersten CO<sub>2<\/sub>-basierten Polyolen ab 2016 auf den Markt zu gehen. Bei Weiterverarbeitern von Polyolen und Polyurethanen besteht bereits deutliches Interesse.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits in der Umsetzung ist eine zweite Entscheidung, die Dormagen ebenfalls in den Mittelpunkt r\u00fcckt: Die Mitarbeiter der NRW-Organisation von Bayer MaterialScience werden am Standort im B\u00fcrohaus G 17 zusammengefasst. In Zukunft werden sie als Teil des \u201eBMS-Standortmanagements Nordrhein-Westfalen\u201c von dort aus die zentralen, \u00fcbergreifenden Aktivit\u00e4ten von Bayer MaterialScience an den Produktionsst\u00e4tten Leverkusen, Dormagen und Uerdingen f\u00fchren. Die erforderlichen Umz\u00fcge sind weitgehend abgeschlossen.<\/p>\n<h3>Standort-Verbund<\/h3>\n<p>\u201eWir wollen unsere Produktionsst\u00e4tten in Nordrhein-Westfalen organisatorisch zu einem noch st\u00e4rkeren Standort-Verbund verschmelzen. Die 70 Kilometer zwischen Leverkusen und Uerdingen werden immer bleiben. Aber durch den Umzug werden wir f\u00fcr uns die Wege insgesamt verk\u00fcrzen\u201c, sagte NRW-Standortleiter Dr. Klaus Jaeger am Mittwoch vor Journalisten.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Pressekonferenz, die in Dormagen in G 17 stattfand, erl\u00e4uterte Dr. Karsten Malsch, bei Bayer MaterialScience Leiter \u201eDream Production\u201c, den aktuellen Stand des Projekts. Der Plan ist, die neue Produktionsstra\u00dfe in einem bereits bestehenden Geb\u00e4ude zu installieren. \u201eMit ihrem relativ kleinen Produktionsvolumen ist sie insbesondere auf die Weiterentwicklung der Technologie ausgerichtet\u201c, erkl\u00e4rte Malsch.<\/p>\n<p>Hochwertige Polyole auf Basis von CO<sub>2<\/sub> sind bislang nicht in kommerziellem Ma\u00dfstab verf\u00fcgbar. Die neuen Polyole von Bayer MaterialScience haben mindestens die gleiche hohe Qualit\u00e4t wie konventionell hergestelltes Material und zus\u00e4tzlich einen h\u00f6heren Nachhaltigkeitseffekt: Indem in bestimmtem Umfang CO<sub>2<\/sub> als Baustein verwendet wird, l\u00e4sst sich ein Teil des erd\u00f6lbasierten Grundstoffs Propylenoxid einsparen, auf dem Polyole normalerweise komplett beruhen. Die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz des neuen Verfahrens ist deutlich besser als die herk\u00f6mmliche Produktionsweise. Das entspricht der Nachhaltigkeitsstrategie von Bayer MaterialScience, die Vorstandsvorsitzender Patrick Thomas als Wettbewerbsvorteil betrachtet: \u201eEs ist uns gelungen, aus dem potenziell klimasch\u00e4dlichen Abgas einen n\u00fctzlichen Rohstoff zu machen. Das hilft der Umwelt und den Menschen \u2013 wir alle profitieren davon.\u201c<\/p>\n<h3>Erfolgreich gemeinsam mit Partnern<\/h3>\n<p>Bayer MaterialScience hat das Herstellungsverfahren gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entwickelt. Dabei hat das Unternehmen den Katalysator entdeckt, der die chemische Reaktion in der geforderten effizienten Weise herbeif\u00fchrt, und diesen gemeinsam mit der Forschungseinrichtung CAT Catalytic Center in Aachen weiterentwickelt. Das Verfahren wurde im Rahmen des mit \u00f6ffentlichen Mitteln gef\u00f6rderten Forschungsprojekts \u201eDream Production\u201c in einer Pilotanlage am Standort Leverkusen intensiv getestet. Gleichzeitig wurde der Marktbedarf untersucht.<\/p>\n<p>Das neue Polyol dient zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoff, der in vielen Alltagsdingen wie Polsterm\u00f6beln, Schuhen, Autoteilen und zur D\u00e4mmung von Geb\u00e4uden und K\u00fchlger\u00e4ten verwendet wird. Karsten Malsch k\u00fcndigte an: \u201eDas erste gro\u00dfe Einsatzgebiet wird die Matratzen-Produktion sein.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber Bayer MaterialScience<br \/>\n<\/em><\/strong><em>Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 geh\u00f6rt Bayer MaterialScience zu den weltweit gr\u00f6\u00dften Polymer-Unternehmen. Gesch\u00e4ftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr Produkte, die in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-\/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und besch\u00e4ftigte Ende 2013 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>English Version &#8211; <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=20463\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=20463<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leverkusen, 14. Mai 2014 \u2013 Das Treibhausgas Kohlendioxid wird zu einem Baustein f\u00fcr Kunststoffe: Nach erfolgreicher Testphase und vielversprechender Marktanalyse will Bayer 15 Millionen Euro in den Bau einer Produktionsstra\u00dfe am Standort Dormagen investieren. Dort soll unter Einsatz von CO2 ein Vorprodukt f\u00fcr hochwertigen Polyurethan-Schaumstoff hergestellt werden. 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