{"id":20337,"date":"2014-05-12T02:01:48","date_gmt":"2014-05-12T00:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/root,did=172604.html"},"modified":"2014-05-09T13:46:52","modified_gmt":"2014-05-09T11:46:52","slug":"biobergbau-allianz-mit-mikroben-kupferschatze-heben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biobergbau-allianz-mit-mikroben-kupferschatze-heben\/","title":{"rendered":"Biobergbau-Allianz: Mit Mikroben Kupfersch\u00e4tze heben"},"content":{"rendered":"<p><strong>In deutschen und franz\u00f6sischen Bergbauhalden schlummern bislang ungenutzte Kupfersch\u00e4tze. Mithilfe von Bakterien l\u00e4sst sich das Metall aus Erzen herausl\u00f6sen. Diese Biobergbau-Strategie steht hinter dem deutsch-franz\u00f6sischen Kooperationsprojekt Eco-Metals, das von beiden L\u00e4ndern mit rund 5 Millionen Euro unterst\u00fctzt wird. F\u00fcr die beteiligten deutschen Partner steuert das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt 4,2 Millionen Euro bei.<\/strong><\/p>\n<p>Biotechnologische Verfahren gelten als energieeffizienter, umweltfreundlicher und preiswerter Weg, um wichtige Industriemetalle und strategische Hightech-Rohstoffe zu gewinnen. Unter Tage sind winzige Helfer am Werk: Bakterien, andere Mikroorganismen und Biomolek\u00fcle werden eingesetzt, um die begehrten Metalle aus dem Erz herauszul\u00f6sen (Biolaugung) und selektiv abzutrennen. Bisher werden mikrobielle Verfahren vorwiegend im Kupferbergbau eingesetzt, jedoch ist die etwa in S\u00fcdamerika \u00fcbliche Biolaugung nicht einfach auf die europ\u00e4ischen Kupfervorkommen \u00fcbertragbar. Deshalb kommen solche Verfahren derzeit in Europa nicht zum Einsatz, um Kupfer zu gewinnen. Dabei gibt es hier die weltweit zweitwichtigste Quelle f\u00fcr das Metall, den Kupferschiefer. Er wird derzeit in Polen durch das Bergbauunternehmen KGHM abgebaut. Hinzu kommen erhebliche Mengen an Restkupfer aus Bergbauhalden in Deutschland (zum Beispiel Mansfelder Land) und Frankreich.<\/p>\n<p>Kupferschiefer und Haldenmaterial im Visier<\/p>\n<p>Innovative Rohstofftechnologien mithilfe von Bakterien im Kupferbergbau voranzubringen &#8211; das ist das Ziel des bilateral finanzierten EcoMetals-Projekts. Im Fokus der Programmpartner steht die Aufarbeitung von Kupferschiefer in Polen sowie kupferreichen Haldenmaterialien aus deutschen wie auch aus franz\u00f6sischen Bergbauaktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt werden die Projektpartner mit 4,2 Millionen Euro durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) sowie mit einer Million Euro durch die Agence Nationale de la Recherche (ANR), einer franz\u00f6sischen Forschungsf\u00f6rdereinrichtung. Das Projekt ist Teil einer gemeinsamen Initiative f\u00fcr eine st\u00e4rkere Vernetzung der Forschung und Entwicklung f\u00fcr neue Rohstofftechnologien in Deutschland und Frankreich. Die deutsch-franz\u00f6sische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet soll, wie zum 50. Jahrestag des \u00c9lys\u00e9e-Vertrages im Januar 2013 beschlossen, intensiviert werden.<\/p>\n<p>Sieben Partner aus Deutschland<\/p>\n<p>An dem auf drei Jahre angelegten Eco-Metals-Projekt ist unter anderem das deutsche Biotech-Unternehmen Brain AG beteiligt, das sein mikrobiologisches Bioarchiv mit mehr als 30.000 unterschiedlichen St\u00e4mmen zur Verf\u00fcgung stellt. \u201eWir sind \u00fcberzeugt davon, dass sich darunter eine Vielzahl geeigneter Kandidaten befindet, die auch unter unwirtlichen Bedingungen, wie zum Beispiel Hochsalz, hoher Anteil von organischen oder anorganischen Komponenten sowie extreme pH-Werte, in der Lage sind, Metalle aus so komplexen Mineralien zu l\u00f6sen\u201c, so Yvonne Tiffert, Mikrobiologin und Projektleiterin bei Brain. Von deutscher Seite sind zudem die G.E.O.S. mbH, die UVR-FIA GmbH sowie die Aurubis AG im Verbund vertreten. Hinzu kommen Forschungseinrichtungen wie das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR); die Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg und die TU Bergakademie Freiberg, au\u00dferdem weitere franz\u00f6sische und polnische Partner. Mit dem nun angelaufenen Projekt weitet die Brain AG ihre Aktivit\u00e4ten zum Biobergbau weiter aus. Erst im M\u00e4rz hatte das Zwingenberger Unternehmen einen neuen strategischen Partner pr\u00e4sentiert: die Seltenerden Storkwitz AG (mehr&#8230;). Gemeinsam sollen auf biotechnologischem Wege Seltenerden-Metalle gewonnen und unter anderem eine Biomining-Pilotanlage aufgebaut werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikroben f&uuml;r die Kupfergewinnung einsetzen: Das ist Ziel des deutsch-franz&ouml;sischen Kooperationsproj&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6065,7037,736,434,187,12259,7035,7034,19585,6730,1231,7036],"class_list":["post-20337","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-agence-nationale-de-la-recherche","supplier-aurubis-ag","supplier-brain-ag-biotechnology-research-and-information-network-ag","supplier-bundesanstalt-fuer-geowissenschaften-und-rohstoffe-bgr","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-das-helmholtz-institut-freiberg-fuer-ressourcentechnologie-hif","supplier-g-e-o-s-mbh","supplier-kghm","supplier-martin-luther-universitat-halle-wittenberg-mlu","supplier-seltenerden-storkwitz-ag","supplier-technische-universitaet-bergakademie-freiberg","supplier-uvr-fia-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20337\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20337"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=20337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}