{"id":20115,"date":"2014-04-28T03:03:10","date_gmt":"2014-04-28T01:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=20115"},"modified":"2014-04-27T08:52:33","modified_gmt":"2014-04-27T06:52:33","slug":"sonnenschutz-protein-bei-mikroalgen-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sonnenschutz-protein-bei-mikroalgen-entdeckt\/","title":{"rendered":"Sonnenschutz-Protein bei Mikroalgen entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>Mikroalgen k\u00f6nnen sich mit einem molekularen Mechanismus gegen zuviel Sonne sch\u00fctzen. Das haben Bielefelder Pflanzenforscher zusammen mit Kollegen aus Italien und Australien herausgefunden. Nach Angaben der Wissenschaftler k\u00f6nnen die Ergebnisse der Analyse genutzt werden, um die Kultivierung von Algen zu beschleunigen, die als Energielieferanten dienen. Die Forscher berichten in der Fachzeitschrift Plant Cell (2014, <a href=\"http:\/\/www.plantcell.org\/content\/early\/2014\/04\/02\/tpc.114.124198\" target=\"_blank\">Online-Vorabver\u00f6ffentlichung<\/a>).<\/p>\n<p>Der Fund gelang dem Team um Olaf Kruse von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Biologie und vom Centrum f\u00fcr Biotechnologie (CeBiTec) der Universit\u00e4t Bielefeld in Zusammenarbeit mit Forschern aus Italien und Australien. Aus einzelligen Mikroalgen isolierte die Forscher ein Schutzprotein, das nur unter bestimmen Umweltstressbedingungen gebildet wird. Das Protein enth\u00e4lt Pigmente \u2013 also farbgebende Substanzen. Wird dieses Protein aktiviert, f\u00e4ngt es \u00fcbersch\u00fcssige Sonnenlichtenergie ab. \u201eAuf diese Weise verhindert das Protein die Bildung radikaler Sauerstoffe und beugt so einer m\u00f6glicherweise dauerhaften Sch\u00e4digung des Organismus vor\u201c, sagt Kruse. Radikale Sauerstoffe k\u00f6nnen sowohl zur Ver\u00e4nderung des Erbguts als auch zum Absterben von Zellen f\u00fchren.<\/p>\n<h3>Schutzprotein auch mit biotechnischer Relevanz<\/h3>\n<p>\u201eUnsere Analyse ist Grundlagenforschung. Uns geht es zun\u00e4chst darum, essenzielle Stoffwechselprozesse in Algen zu verstehen\u201c, sagt Kruse. \u201eTrotzdem haben die in Bielefeld erzielten Forschungsergebnisse eine hohe biotechnologische Relevanz\u201c, erkl\u00e4rt er. Der Biologe arbeitet an der gro\u00dffl\u00e4chigen Kultivierung von Algen, um diese pflanzlichen Organismen zum Beispiel f\u00fcr die Gewinnung von Biotreibstoffen zu nutzen. Je nach genetischer Ausstattung k\u00f6nnen Mikroalgen Energie in Form von Biodiesel, Biogas oder Wasserstoff produzieren, aber auch andere wertvolle Inhaltsstoffe f\u00fcr die Pharma- oder Kosmetikindustrie herstellen.<\/p>\n<h3>Stressfreie Kultivierung f\u00fcr Algen<\/h3>\n<p>\u201eDadurch, dass wir den neuen Schutzmechanismus der Algen kennen, wissen wir, welche Stressfaktoren die Algen zwingen, sich gegen das Sonnenlicht zu sch\u00fctzen. Wenn wir Algen im Freiland vermehren wollen, k\u00f6nnen wir diese Erkenntnisse nutzen, um m\u00f6glichst stressfreie Bedingungen zu schaffen. So werden Sch\u00e4digungen der Algenkulturen vermieden und so die Ertr\u00e4ge gesteigert.\u201c Denkbar sei auch, den Schutzmechanismus bei Bedarf biotechnologisch zu optimieren. \u201eEin Ansatz w\u00e4re, das Schutzprotein so zu ver\u00e4ndern, dass die Algen robuster als bislang auf zu starke Sonneneinstrahlung reagieren.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikroalgen k\u00f6nnen sich mit einem molekularen Mechanismus gegen zuviel Sonne sch\u00fctzen. Das haben Bielefelder Pflanzenforscher zusammen mit Kollegen aus Italien und Australien herausgefunden. Nach Angaben der Wissenschaftler k\u00f6nnen die Ergebnisse der Analyse genutzt werden, um die Kultivierung von Algen zu beschleunigen, die als Energielieferanten dienen. Die Forscher berichten in der Fachzeitschrift Plant Cell (2014, Online-Vorabver\u00f6ffentlichung). 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