{"id":19992,"date":"2014-04-16T03:00:45","date_gmt":"2014-04-16T01:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19992"},"modified":"2014-04-15T08:02:04","modified_gmt":"2014-04-15T06:02:04","slug":"plastics-europe-polymere-im-spagat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/plastics-europe-polymere-im-spagat\/","title":{"rendered":"Plastics Europe: Polymere im Spagat"},"content":{"rendered":"<p>Traditionell im Fr\u00fchjahr l\u00e4dt Plastics Europe, der Verband der Kunststofferzeuger in Zentraleuropa, zum Fachpressetag, um aktuelle Kunststoffthemen zu diskutieren. Das Spektrum war auch diesmal breit gef\u00e4chert: Es ging um Beitr\u00e4ge von Kunststoff zum Klimaschutz, Ma\u00dfnahmen gegen Meeresverschmutzung, das Image von Kunststoff in der \u00d6ffentlichkeit und die Marktperspektiven von Biokunststoffen.<\/p>\n<h3>EEG tr\u00e4gt nicht zum Klimaschutz bei<\/h3>\n<p>In unserem t\u00e4glichen Leben tragen zahlreiche Kunststoffanwendungen dazu bei, Energie zu sparen. Sei es durch eine effiziente Geb\u00e4uded\u00e4mmung, leichtere und damit spritsparende Autos oder Verpackungen zum Schutz von G\u00fctern und Lebensmitteln. Dies sind bedeutende Beitr\u00e4ge f\u00fcr den Umweltschutz: Denn am g\u00fcnstigsten ist schlie\u00dflich immer noch die Energie, die erst gar nicht verbraucht wird. Dr. Tina Buchholz, Plastics Europe, verdeutlichte die Wirkungsmechanismen der politischen Energie- und Klimainstrumente EEG und ETS und kam zu dem Schluss, dass &#8220;CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen durch erneuerbare Energien in Deutschland an anderer Stelle in der EU emittiert werden.&#8221;<\/p>\n<h3>Meeresverschmutzung ernstes Problem<\/h3>\n<p>Dass Kunststoffe zu schade zum Wegwerfen sind, ist noch nicht \u00fcberall auf der Welt gleicherma\u00dfen verstanden. Folglich ist das Problem von M\u00fcll im Meer dringlich zu behandeln: &#8220;Kunststoffabfall darf keinesfalls ins Meer gelangen&#8221;, so Ralph Schneider, Plastics Europe Br\u00fcssel. Plastics Europe unterst\u00fctze daher gemeinsam mit anderen Organisationen der Kunststoffindustrie den Kampf gegen Meeresverschmutzung mit zahlreichen Initiativen und regionalen Projekten. Dazu z\u00e4hlt die von Plastics Europe organisierte &#8220;Identiplast&#8221;, eine alle zwei Jahre stattfindende Konferenz, die im kommenden Jahr in Mailand tagt und die wichtigsten internationalen Stakeholder zum Abfallmanagement zusammenbringt. Auch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtete \u00fcber Nachhaltigkeit: &#8220;Die Responsible Care Initiative des VCI verpflichtet Unternehmen, sozial zu handeln und Verantwortung gegen\u00fcber Umwelt und Mitarbeitern wahrzunehmen, und dieses Handeln in die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette zu tragen&#8221;, erl\u00e4utertet Hans F. Daniel vom VCI.<\/p>\n<h3>Biokunststoffe l\u00f6sen Abfallprobleme nicht<\/h3>\n<p>Ob Biokunststoffe die Rettung der Umwelt bedeuten, wie viele Menschen vermuten, war ebenfalls Thema dieses Fachpressetages. &#8220;Es ist ein Irrglaube, dass bioabbaubare Kunststoffe das Verm\u00fcllungsproblem l\u00f6sten&#8221;, machte Dr. Sabine Lindner, Plastics Europe, nochmals deutlich. Denn nur weil eine T\u00fcte biologisch abbaubar ist, geh\u00f6re sie noch lange nicht bedenkenlos in die Umwelt entsorgt. So zersetzen Verpackungen aus Biokunststoff zumeist nur bei einer bestimmten W\u00e4rmeentwicklung und einer l\u00e4ngeren Verweildauer in Kompostieranlagen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gibt es aber zahlreiche Anwendungen f\u00fcr Biokunststoffe, gerade bei so genannten biobasierten Drop-in-L\u00f6sungen, die identische Eigenschaften wie ihre Pendants aus fossilen Rohstoffen haben und gut rezyklierbar sind.<\/p>\n<h3>Image von Kunststoffen \u00fcberwiegend positiv<\/h3>\n<p>Der Fachpressetag zeigte auch, dass gem\u00e4\u00df einer Repr\u00e4sentativumfrage deutlich \u00fcber zwei Drittel der Befragten Kunststoffe und Kunststoffindustrie positiv sehen. Dennoch: &#8220;In allen Anwendungsbereichen nimmt die kritische Sicht auf Kunststoffe zu, eine Mehrheit h\u00e4lt Verpackungen aus Kunststoff sogar f\u00fcr sch\u00e4dlich&#8221;, mahnte Michael Herrmann, Plastics Europe. Das insgesamt positive Image h\u00e4ngt zu gro\u00dfen Teilen an der Innovationskraft von Kunststoff sowie an dem direkt erfahrbaren Nutzen f\u00fcr den Einzelnen. Menschen kaufen Mineralwasser in Kunststoffflaschen, weil sie leicht und sicherer zur transportieren sind. Und sie nutzen Kunststoff in Freizeit und Sport, weil die Anwendungen innovativ und trendy sind.<\/p>\n<h3>Imposante Stadien nur mit Kunststoffen<\/h3>\n<p>\u00c4hnliches gilt \u00fcbrigens f\u00fcr den Einsatz des Werkstoffs in modernen Fu\u00dfballstadien, wie der abschlie\u00dfende Exkurs von Dr. Andreas Gro\u00df, Fraunhofer IFAM, ins WM-Gastgeberland Brasilien zeigte. Auch bei dieser Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft haben polymere Materialien viel zu einer Stadionarchitektur beigetragen, die praktisch und atemberaubend zugleich ist. So lassen transparente Kunststoffplanen aus ETFE in der Dachkonstruktion dem Rasen ausreichend Licht f\u00fcr ein nat\u00fcrliches Wachstum, w\u00e4hrend die Fans auch bei ung\u00fcnstigem Sonnenstand beste Sichtverh\u00e4ltnisse haben. Bei der Modernisierung des Stadions von Rio de Janeiro, dem Finalstadion Est\u00e1dio Maracan\u00e3, konnte man mithilfe von Kunststoffmembranen \u00fcber den Zuschauerr\u00e4ngen zudem den gew\u00fcnscht behutsamen Umgang mit dem Bestand sicherstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traditionell im Fr\u00fchjahr l\u00e4dt Plastics Europe, der Verband der Kunststofferzeuger in Zentraleuropa, zum Fachpressetag, um aktuelle Kunststoffthemen zu diskutieren. Das Spektrum war auch diesmal breit gef\u00e4chert: Es ging um Beitr\u00e4ge von Kunststoff zum Klimaschutz, Ma\u00dfnahmen gegen Meeresverschmutzung, das Image von Kunststoff in der \u00d6ffentlichkeit und die Marktperspektiven von Biokunststoffen. 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