{"id":19952,"date":"2014-04-11T03:09:28","date_gmt":"2014-04-11T01:09:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.chemie.de\/news\/147810\/power-to-gas-wind-und-sonne-in-erdgas-speichern.html?WT.mc_id=ca0065"},"modified":"2014-04-10T15:07:09","modified_gmt":"2014-04-10T13:07:09","slug":"power-gas-wind-und-sonne-erdgas-speichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/power-gas-wind-und-sonne-erdgas-speichern\/","title":{"rendered":"Power-to-Gas: Wind und Sonne in Erdgas speichern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Strom aus Sonne und Wind ist ein wichtiger Teil des Energiemix in Deutschland. Allerdings klaffen Angebot und Nachfrage beim wetterabh\u00e4ngigen Strom noch zu oft auseinander. Eine Option ihn zu speichern w\u00e4re, ihn zur Produktion von chemischen Energietr\u00e4gern zu nutzen; noch ist der Prozess vom Strom zu Erdgas jedoch unwirtschaftlich. Das vom KIT koordinierte EU-Projekt HELMETH soll nun zeigen, dass Wirkungsgrade \u00fcber 85 Prozent m\u00f6glich sind, indem Synergien zwischen vorhandenen Verfahrensschritten besser genutzt werden.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIm Erdgasnetz stecken Speicherkapazit\u00e4ten, die Strommengen aus mehreren Monaten Wind- und Sonnenstrom entsprechen\u201c, erkl\u00e4rt Dimosthenis Trimis vom KIT, Koordinator des EU-Projektes HELMETH. \u201eWas wir nun brauchen, sind die Technologien, um nach Bedarf zwischen den Energietr\u00e4gern zu wechseln.\u201c An der Verkn\u00fcpfung des Stromnetzes mit dem Erdgasnetz wird unter dem Schlagwort Power-to-Gas (PtG) geforscht. PtG k\u00f6nnte ein Baustein der Energiewende in Deutschland sein.<\/p>\n<p>Im Rahmen von HELMETH wird ein zweistufiges Verfahren weiterentwickelt. Bei der Elektrolyse wird der Strom zun\u00e4chst genutzt, um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu zersetzen. Danach reagiert der Wasserstoff gemeinsam mit Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid zu Methan, dem Hauptbestandteil von Erdgas, weiter. Der Vorteil von Methan ist, dass es in der bestehenden Erdgasinfrastruktur nahtlos eingesetzt werden kann. Die Einspeisung von Wasserstoff bedarf m\u00f6glicherweise bei Transport und Anwendungungen gr\u00f6\u00dferen Anpassungen, da Energiedichte und chemische Eigenschaften stark unterschiedlich sind.<\/p>\n<p>\u201eElektrolyse und Methanisierung werden oft getrennt betrachtet und optimiert\u201c, so Trimis. Ein gro\u00dfes Potential liegt in der Nutzung der Prozessw\u00e4rme aus der Methanisierung, um etwa W\u00e4rmebedarf bei der Elektrolyse zu decken. Insbesondere Hochtemperaturelektrolyse bei rund 800 Grad Celsius hat thermodynamische Vorteile, die den Wirkungsgrad weiter steigern. Im Rahmen von HELMETH soll eine Demonstrationsanlage entstehen, die mit einem Wirkungsgrad von rund 85 Prozent aus erneuerbaren Energien Methan erzeugt. Parallel werden Studien zur Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz der neuen Technologie erstellt. \u201eMit so hohen Wirkungsgraden w\u00fcrden die PtG-Technologie einen entscheidenden Schritt hin zur Wirtschaftlichkeit erreichen\u201c, ist sich Trimis sicher.<br \/>\n<em><strong>\u00dcber das Projekt HELMETH<br \/>\n<\/strong>Das Projekt HELMETH startet in dieser Woche mit einem Kickoff-Meeting der Projektpartner am KIT. Die Laufzeit betr\u00e4gt 3 Jahre und das Budget bel\u00e4uft sich auf rund 3,8 Millionen Euro. Das Projekt wird mit 2,5 Millionen Euro aus dem European Union&#8217;s Seventh Framework Programme (FP7\/2007-2013) for the Fuel Cells and Hydrogen Joint Technology Initiative gef\u00f6rdert. HELMETH steht als Akronym f\u00fcr \u201cIntegrated High-Temperature ELectrolysis and METHanation for Effective Power to Gas Conversion\u201c. Projektpartner sind neben dem KIT die Universit\u00e4t Turin und TU Athen, die Firmen Sunfire GmbH und Turbo Service Torino S.P.A. sowie das European Research Institute of Catalysis ERIC. und der DVGW \u2013Deutscher Verein des Gas und Wasserfaches e.V.<\/em><br \/>\n<em><strong>\u00dcber das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT)<br \/>\n<\/strong>Das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) ist eine K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-W\u00fcrttemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universit\u00e4t als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, nat\u00fcrliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6.000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24.000 Studierenden ist das KIT eine der gr\u00f6\u00dften Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung \u2013 Lehre \u2013 Innovation.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Strom aus Sonne und Wind ist ein wichtiger Teil des Energiemix in Deutschland. 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