{"id":19933,"date":"2014-04-10T03:09:45","date_gmt":"2014-04-10T01:09:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/veranstaltungen\/die-deutschen-biotechnologietage-2014-forschung-fuer-biobasierte-wirtschaft.html"},"modified":"2014-04-09T18:55:16","modified_gmt":"2014-04-09T16:55:16","slug":"die-deutschen-biotechnologietage-2014-forschung-fur-biobasierte-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-deutschen-biotechnologietage-2014-forschung-fur-biobasierte-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Die Deutschen Biotechnologietage 2014 &#8211; Forschung f\u00fcr biobasierte Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie entwickelt sich in Deutschland eine biobasierte Wirtschaft? Welche neuen Ans\u00e4tze werden in Chemie-, Pharma- und Ern\u00e4hrungsindustrie verfolgt? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der \u201eDeutschen Biotechnologietage 2014\u201c, die am 9. und 10. April in Hamburg vom Branchenverband BIO Deutschland organisiert werden, unterst\u00fctzt vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF). Bei der diesj\u00e4hrigen f\u00fcnften Ausgabe erwarten die Veranstalter mehr als 700 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Das BMBF steuert mehrere Forschungs-Symposien bei. Staatssekret\u00e4r Dr. Georg Sch\u00fctte pr\u00e4miert am zweiten Tag die Preistr\u00e4ger des Gr\u00fcndungswettbewerbs GO-Bio.<\/strong><\/p>\n<p>Das BMBF nutzt die Biotechnologietage um neueste Ans\u00e4tze aus der Forschung zu pr\u00e4sentieren. Projektleiter von insgesamt 32 gef\u00f6rderten Projekten berichten in vier unterschiedliche Symposien \u00fcber ihre Ergebnisse, darunter eine Vielzahl an Innovationen aus der Bio\u00f6konomie. Im Rahmen der \u201eNationalen Forschungsstrategie Bio\u00d6konomie 2030\u201c setzt sich das BMBF seit 2010 f\u00fcr den Wandel zu einer biobasierten Wirtschaft ein. Mit ihrem Fokus auf der Nutzung von biologischen Ressourcen spielen biotechnologische Verfahren dabei eine wichtige Rolle. Der Projekttr\u00e4ger J\u00fclich ist im Rahmen der Bio\u00f6konomie-Aktivit\u00e4ten des BMBF f\u00fcr die Betreuung der F\u00f6rderprogramme zust\u00e4ndig. Die Wissenschaftler berichten zum Beispiel in Hamburg \u00fcber:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Gewinnung von Biokraftstoffen aus der gen\u00fcgsamen Wolfsmilch. Die Pflanze w\u00e4chst auf sehr kargen, trockenen B\u00f6den \u2013 und verdr\u00e4ngt daher keine Nahrungspflanzen. (Dr. Hans-Peter Mock, Leibniz-Institut f\u00fcr Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung)<\/li>\n<li>Wege, nat\u00fcrliche Antik\u00f6rper gegen Krebszellen aus dem reichlich vorhandenen Blutplasma zu gewinnen (Dr. Frank Pl\u00f6ger, BIOPHARM GmbH)<\/li>\n<li>Laser-geheizte Nanopartikel, die Millionen mal schneller als bislang verd\u00e4chtige DNA-St\u00fccke identifizieren und damit blitzschnell Diagnosen von Erkrankungen liefern (Dr. Federico B\u00fcrsgens, GNA Biosolutions GmbH)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das \u201eHaus- und Arbeitstier\u201c der Biotechnologen, die Bakterie Corynebacterium, k\u00f6nnte neben Glutamat und Aminos\u00e4uren noch viele weitere Ausgangsstoffe f\u00fcr die industrielle Produktion liefern (Prof. Michael Bott, Forschungszentrum J\u00fclich GmbH)<\/p>\n<p>Kosteng\u00fcnstige Depotarzneimittel, die in Zukunft deutlich weniger Nebenwirkungen versprechen. Davon k\u00f6nnten vor allem chronisch kranke Patienten profitieren (Dr. Heiko Seemann ALRISE Biosystems GmbH)<\/p>\n<h3>Ergebnisse der Biotechnologie-Firmenumfrage<\/h3>\n<p>P\u00fcnktlich zu den Biotechnologietagen erscheinen zentrale Ergebnisse der \u201eBiotechnologie-Firmenumfrage 2014\u201c. Der Branchenreport wird jedes Jahr von der Informationsplattform <a href=\"http:\/\/www.biotechnologie.de\" target=\"_blank\">biotechnologie.de<\/a> im Auftrag des BMBF nach den Leitlinien der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgef\u00fchrt. F\u00fcr 2013 zieht der Report ein durchwachsenes Fazit: Die Umsatz- und Mitarbeiterzahlen der Branche stagnieren auf Vorjahresniveau, allerdings hat sich die Finanzierung an der B\u00f6rse leicht verbessert. Zudem ist das Interesse der Gro\u00dfindustrie an Biotech-Produkten ungebrochen \u2013 nicht nur in der Gesundheitswirtschaft, sondern zunehmend auch in der Bio\u00f6konomie. Immer h\u00e4ufiger werden biotechnologische Verfahren in klassischen Industrien wie dem Automobilbau, der Chemie oder der Kosmetik eingesetzt. Die hier entwickelten biobasierten Produkte reduzieren die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Ressourcen wie Erd\u00f6l, Erdgas oder Kohle und schonen so Klima und Umwelt. Dieser Trend zeigt sich auch im leicht gestiegenen Umsatz der industriellen Biotech-Firmen.<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber den Projekttr\u00e4ger J\u00fclich<br \/>\n<\/strong>Als einer der gro\u00dfen Projekttr\u00e4ger in Deutschland ist der Projekttr\u00e4ger J\u00fclich Partner f\u00fcr Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mit seinen Kompetenzen im Forschungs- und Innovationsmanagement unterst\u00fctzt er seine Auftraggeber in Bund und L\u00e4ndern sowie die Europ\u00e4ische Kommission bei der Realisierung ihrer forschungspolitischen Zielsetzungen. F\u00f6rderinteressenten und Antragsteller ber\u00e4t er \u00fcber aktuelle F\u00f6rderinitiativen und betreut sie bei der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Vorhaben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><br \/>\nDipl.-Biol. Ulrike Roll<br \/>\nProjekttr\u00e4ger J\u00fclich<br \/>\nForschungszentrum J\u00fclich GmbH<br \/>\nBiologische Innovation und \u00d6konomie<br \/>\nFachbereich Strategie (BIO 1)<br \/>\nD-52425 J\u00fclich<br \/>\nTel.: +49 2461 61-9030<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:u.roll@fz-juelich.de\" target=\"_blank\">u.roll@fz-juelich.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<br \/>\n&#8211; <\/strong><a href=\"http:\/\/www.biotechnologietage.de\" target=\"_blank\">http:\/\/www.biotechnologietage.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie entwickelt sich in Deutschland eine biobasierte Wirtschaft? 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