{"id":19879,"date":"2014-04-07T03:03:37","date_gmt":"2014-04-07T01:03:37","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19879"},"modified":"2014-04-05T09:14:24","modified_gmt":"2014-04-05T07:14:24","slug":"klimawandel-ist-zentrale-gesellschaftliche-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/klimawandel-ist-zentrale-gesellschaftliche-herausforderung\/","title":{"rendered":"Klimawandel ist zentrale gesellschaftliche Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der neueste <a href=\"http:\/\/ipcc-wg2.gov\/AR5\/images\/uploads\/IPCC_WG2AR5_PressRelease.pdf\" target=\"_blank\">Bericht des Weltklimarats IPCC<\/a> zeigt die tiefgreifenden Folgen des fortschreitenden Klimawandels f\u00fcr die Menschen und die Natur auf. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sehen darin einen weiteren Beleg f\u00fcr die Dringlichkeit der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels als zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Sie setzen sich f\u00fcr ambitionierten und raschen Klimaschutz ein, um den weltweiten Temperaturanstieg zu bremsen.<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Klimawandel findet t\u00e4glich statt: Die Menschheit muss sich an die neuen Bedingungen anpassen. Die Wissenschaftler sagen uns, dass dies zunehmend schwieriger wird, je l\u00e4nger wir z\u00f6gern. Deshalb m\u00fcssen wir beides tun: Zum einen den Klimawandel bek\u00e4mpfen und daf\u00fcr sorgen, dass die Erderw\u00e4rmung die 2-Grad-Marke nicht \u00fcbersteigt. Zum anderen m\u00fcssen wir uns auf die Folgen des unvermeidbaren Klimawandels einstellen. Anpassung ist weder leichter noch billiger als Vermeidung&#8221;, sagte Bundesumweltministerin Hendricks.<\/p>\n<p>&#8220;Es wird deutlich, dass weiterhin Bedarf an der Erforschung des Klimawandels besteht. Wenn wir Wissensl\u00fccken schlie\u00dfen und verstehen, wie der Klimawandel funktioniert, k\u00f6nnen wir wirksamere Anpassungsstrategien entwickeln und uns besser vor den Folgen sch\u00fctzen&#8221;, sagte Bundesforschungsministerin Wanka.<\/p>\n<p>Der Weltklimarat IPCC hat heute in Yokohama\/Japan seinen Bericht zu den Risiken und Folgen des Klimawandels sowie zu M\u00f6glichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel vorgestellt. An ihm wirkten hunderte von Wissenschaftlern mit, auch 41 Forscher aus Deutschland waren daran beteiligt. Der Bericht stellt die gegenw\u00e4rtigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen und die \u00d6kosysteme weltweit dar und bietet dar\u00fcber hinaus einen wissenschaftlich fundierten Ausblick auf die m\u00f6glichen k\u00fcnftigen Folgen eines ungebremsten Temperaturanstiegs.<\/p>\n<p>Der IPCC zeigt auf, dass ein Temperaturanstieg um 4\u00b0C gegen\u00fcber vorindustriellem Niveau, auf den die Menschheit mit den gegenw\u00e4rtigen Ma\u00dfnahmen zusteuert, mit sehr hohen Risiken verbunden w\u00e4re. Der Bericht sagt erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur in vielen Regionen der Welt voraus. Auch Europa wird beispielsweise durch Hitzewellen k\u00fcnftig st\u00e4rker beeintr\u00e4chtigt sein.<\/p>\n<p>&#8220;Wir nehmen diese Risiken sehr ernst und haben in Deutschland bereits eine Anpassungsstrategie und einen Aktionsplan entwickelt. Denn wir m\u00fcssen uns die auf die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels vorbereiten. Es gilt, die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Lebensbereiche wie Stadt, menschliche Gesundheit, Verkehr oder Landwirtschaft abzusch\u00e4tzen. Die resultierenden Herausforderungen sind vielf\u00e4ltig und reichen etwa von Fr\u00fchwarnsystemen f\u00fcr Extremwetterereignisse bis zu st\u00e4dteplanerischen Anpassungskonzepten und konkreten \u00c4nderungen im Baurecht&#8221;, sagte Hendricks.<\/p>\n<p>Auch international stellt sich die Bundesregierung der Verantwortung: Das Bundesumwelt-ministerium finanziert mit der Internationalen Klimaschutzinitiative IKI seit dem Jahr 2008 Klimaschutz- und Biodiversit\u00e4tsprojekte in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern in H\u00f6he von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Das Volumen der anpassungsrelevanten Vorhaben daran betr\u00e4gt \u00fcber 250 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hebt die Bedeutung einer engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wissenschaft auch vor Ort in den Regionen hervor. &#8220;Wir haben in den letzten Jahren die Entwicklung von Klimamodellen weit voran gebracht. Jetzt geht es verst\u00e4rkt um die Nutzung und Umsetzung der Erkenntnisse auf regionaler Ebene, beispielsweise zur Absicherung von lokalen Investitionsentscheidungen oder gezielten regionalen Anpassungsstrategien. Ma\u00dfnahmen zu Klimaschutz und Anpassung sind dann sehr wirkungsvoll, wenn sie regional geplant und mit wissenschaftlicher Beteiligung umgesetzt werden.&#8221; Das Bundesforschungsministerium hat f\u00fcr Projekte und Forschungseinrichtungen im Bereich Klimaschutz und Energie rund 750 Millionen Euro allein im Jahr 2013 aufgewendet. Dabei arbeitet das Bundesforschungsministerium mit rund 40 L\u00e4ndern international zusammen. Beispielsweise baut Deutschland derzeit gemeinsam mit afrikanischen Partnerl\u00e4ndern zwei regionale Kompetenzzentren f\u00fcr Klimawandel und angepasstes Landmanagement im s\u00fcdlichen und in Westafrika auf und investiert daf\u00fcr bis zu 100 Millionen Euro. In der neuen Afrika-Strategie f\u00fcr Bildung und Forschung wird das Thema Klimawandel eine herausragende Bedeutung einnehmen. In Deutschland erm\u00f6glicht das F\u00f6rderprogramm KLIMZUG die Erprobung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel und damit einhergehende Wetterextreme in unterschiedlichen Regionen. &#8220;Forschung und Bildung k\u00f6nnen weltweit dazu beitragen, unser Klimabewusstsein zu ver\u00e4ndern. Wenn Menschen vor Ort, in ihrer Heimat, Erfolge bei der Anpassung an Klimaver\u00e4nderungen erzielen, ist das auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz insgesamt&#8221;, sagte Wanka.<\/p>\n<p>Der heute vorgelegte Bericht ist der zweite von drei Teilb\u00e4nden des 5. IPCC-Sachstandsberichtes. Er besch\u00e4ftigt sich mit den Folgen des Klimawandels und M\u00f6glichkeiten der Anpassung. Der erste Teilbericht widmete sich den Beobachtungen, Ursachen und Projektionen des Klimawandels. Der dritte Band stellt Handlungsoptionen zur Vermeidung weiterer Treibhausgasemissionen dar und wird am 12. April 2014 in Berlin verabschiedet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neueste Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt die tiefgreifenden Folgen des fortschreitenden Klimawandels f\u00fcr die Menschen und die Natur auf. 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