{"id":19875,"date":"2014-04-07T03:09:15","date_gmt":"2014-04-07T01:09:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/foerderungen-preise\/neue-bmbf-nachwuchsforschergruppe-rohstoffe-besser-nutzen.html"},"modified":"2014-04-05T09:49:30","modified_gmt":"2014-04-05T07:49:30","slug":"neue-bmbf-nachwuchsforschergruppe-rohstoffe-besser-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-bmbf-nachwuchsforschergruppe-rohstoffe-besser-nutzen\/","title":{"rendered":"Neue BMBF-Nachwuchsforschergruppe: Rohstoffe besser nutzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Oldenburg. Erst Autoreifen, im zweiten Leben D\u00e4mmplatte oder Schuhsohle, und im dritten Bodenbelag \u2013 wird ein Rohstoff wie Roh\u00f6l, aus dem Autoreifen heute noch gr\u00f6\u00dftenteils bestehen, mehrfach und \u00fcber mehrere Stufen genutzt, spricht man von \u201eKaskadennutzung\u201c. Genau damit besch\u00e4ftigt sich eine neue Nachwuchsforschergruppe an der Universit\u00e4t Oldenburg. Unter der Leitung von Dr.-Ing. Alexandra Pehlken nimmt sie in diesen Tagen ihre Arbeit auf.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eKaskadennutzung von Materialien zum nachhaltigen Ressourcenmanagement\u201c oder kurz \u201e<a href=\"http:\/\/www.uni-oldenburg.de\/cascadeuse\" target=\"_blank\">Cascade Use<\/a>\u201c hei\u00dft die interdisziplin\u00e4re Nachwuchsforschergruppe. Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) f\u00f6rdert sie im Programm \u201eGlobaler Wandel\u201c mit knapp 1,4 Millionen Euro \u00fcber vier Jahre, bei Bedarf auch ein Jahr l\u00e4nger. Die Gruppe ist an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften angesiedelt und besteht aus f\u00fcnf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Neben Leitung und Assistenz werden hier drei Doktoranden forschen.<\/p>\n<h3>Enge Kooperation mit chinesischem Recycling-Experten verspricht wertvolle Impulse<\/h3>\n<p>Einer der Nachwuchswissenschaftler kommt von der Shanghai Jiao Tong University. \u201eDurch unsere enge Kooperation mit der chinesischen Universit\u00e4t werden wir wertvolle Impulse erhalten\u201c, ist sich Pehlken sicher. \u201eWir werden dort mit Professor Chen Ming zusammenarbeiten, einem der renommiertesten chinesischen Recycling-Experten.\u201c Analysen von dem explodierenden Markt in Asien w\u00fcrden die Forschungen sehr bereichern. \u201eAu\u00dferdem hoffen wir, gemeinsam einen Beitrag dazu leisten zu k\u00f6nnen, dem Recycling auch in China zu mehr Akzeptanz zu verhelfen.\u201c<\/p>\n<p>Ziel der \u201eCascade Use\u201c-Forschungen ist es, Rohstoffe m\u00f6glichst lange im Wirtschaftskreislauf zu nutzen und so Ressourcen und Umwelt zu schonen. \u201eDarin liegt neben dem \u00f6kologischen Gewinn ein gro\u00dfes, bislang noch zu wenig genutztes \u00f6konomisches Potenzial\u201c, sagt Pehlken.<\/p>\n<p>Die Gruppe besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, wie Materialien in Produktlebenszyklen eingebunden sind und wann sie wieder zur Verf\u00fcgung stehen, um sie entweder wieder- oder weiterzuverwenden. Dazu entwickelt sie ein Werkzeug, das Entscheidern in Wirtschaft, Verwaltung und Politik helfen soll, die Potenziale zur optimalen Materialnutzung bei geringstm\u00f6glichem Umwelteinfluss zu erkennen und zu bewerten. Daf\u00fcr setzen die Wissenschaftler auf Materialflussanalysen mit technologischem, \u00f6kologischem und \u00f6konomischem Bezug. Sie entwickeln eine Methode zur Einsch\u00e4tzung der lebenszyklus\u00fcbergeifenden Materialverf\u00fcgbarkeit und ermitteln daf\u00fcr zum Beispiel auch die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen innerhalb der Recyclinghierarchie.<\/p>\n<h3>Besonderes Augenmerk auf Seltenen Erden<\/h3>\n<p>Einen besonderen Fokus hat die Gruppe auf Prim\u00e4rrohstoffe wie Eisen, Kupfer, Aluminium und Magnesium sowie auf kostbare und teilweise kritische Metalle der so genannten Seltenen Erden. Dazu z\u00e4hlen Europium, das f\u00fcr Leuchtstofflampen und Plasmabildschirme gebraucht wird, oder Neodym, das unter anderem in kr\u00e4ftigen, kleinen Dauermagneten, in Hochleistungsmikrofonen, Lautsprechern, in Turbinen von Windr\u00e4dern und in hochleistungsf\u00e4higen Elektromotoren steckt. Kaum eine aktuelle Schl\u00fcsseltechnologie kommt ohne Seltene Erden aus.<\/p>\n<p><em><strong>Zur Person<br \/>\n<\/strong>Alexandra Pehlken (42) studierte Bergbau an der Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen), wo die Ingenieurin 2002 auch promovierte.<\/em><\/p>\n<p><em>Die geb\u00fcrtige Oldenburgerin forschte in Deutschland, S\u00fcdafrika und China. Ein Lise-Meitner-Stipendium f\u00fchrte sie zudem an das Forschungsinstitut von \u201eNatural Resources Canada\u201c in Ottawa (Kanada), wo sie sich mit dem Altreifenrecycling besch\u00e4ftigte.<\/em><\/p>\n<p><em>Pehlken leitete mehrere Forschungsprojekte, unter anderem ein Projekt zur Futterproduktion am Institut f\u00fcr Integrierte Produktentwicklung (BIK) der Universit\u00e4t Bremen. Seit 2012 ist die Ingenieurin als Projektleiterin im Wissenschaftsbereich Energie und Gesellschaft am Zentrum f\u00fcr Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) der Universit\u00e4t Oldenburg t\u00e4tig. Pehlken engagiert sich in nationalen und internationalen Gremien. 2011 wurde sie zum assoziierten Junior Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK) berufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Kontakt<br \/>\n<\/strong>Dr.-Ing. Alexandra Pehlken<br \/>\nCOAST &#8211; Zentrum f\u00fcr Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung<br \/>\nTel.: 0441\/798-4796<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:alexandra.pehlken@uni-oldenburg.de\" target=\"_blank\">alexandra.pehlken@uni-oldenburg.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1,4 Millionen Euro f&uuml;r nachhaltiges RessourcenmanagementErst Autoreifen, im zweiten Leben D&auml;mmplatte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[187,260],"class_list":["post-19875","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-carl-von-ossietzky-universitaet-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19875"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19875\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19875"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=19875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}