{"id":19815,"date":"2014-04-02T03:18:55","date_gmt":"2014-04-02T01:18:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/hannover-messe\/hannover-messe-superfeine-gewebe-aus-cellulose-fuer-neue-materialeigenschaften.html"},"modified":"2014-04-01T11:06:29","modified_gmt":"2014-04-01T09:06:29","slug":"herstellung-von-supermikrofasern-auf-basis-von-cellulose-und-cellulose-2-5-acetat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/herstellung-von-supermikrofasern-auf-basis-von-cellulose-und-cellulose-2-5-acetat\/","title":{"rendered":"Herstellung von Supermikrofasern auf Basis von Cellulose und Cellulose-2.5-Acetat"},"content":{"rendered":"<p><strong>Supermikrofasern auf synthetischer Polymerbasis werden bislang in einem zweistufigen Prozess als Bikomponentenfasern oder durch Elektrospinnen hergestellt. Beim Bikomponentenspinnen wird das eigentliche Fasermaterial zuna\u0308chst gemeinsam mit einer Matrixkomponente gesponnen, in die die Supermikrofasern eingebettet sind. In einem zweiten Prozessschritt muss die Matrix chemisch gelo\u0308st werden. Die so gefertigten Supermikrofasern liegen ungeordnet in Form loser, kurzer Faserstu\u0308cke vor. Dementsprechend werden sie u\u0308berwiegend zu Vliesstoffen mit ebenso zufa\u0308lliger Textilstruktur verarbeitet. Mikro- bzw. supermikrofeine Fasern aus Cellulose lassen sich nach diesem Bikomponenten-Verfahren nicht herstellen.<\/strong><\/p>\n<p>Am Institut fu\u0308r Textilchemie- und Chemiefasern (ITCF) wurde im Rahmen eines von der Baden-Wu\u0308rttemberg Stiftung gefo\u0308rderten Kooperationsprojektes mit dem Institut fu\u0308r Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universita\u0308t Stuttgart ein neues Direktspinnverfahren entwickelt und patentiert. In diesem Spinnverfahren konnten erstmals Mikro- bzw. Supermikrofasern im Feinheitsbereich von 0,1 \u2013 0,5 dtex auf der Basis von Cellulose und Cellulose-2.5-acetat in einem einstufigen Prozess kosteneffizient als Endlosgarn hergestellt werden.<\/p>\n<p>Das IFSW entwickelte hierzu superfeine lasergebohrte Nassspinndu\u0308sen. Mit ihrer Hilfe gelang es, die neue Feinheitsdimension der Fasern zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Besonders geeignet fu\u0308r die Verarbeitung der Cellulose erwies sich das umweltfreundliche Direktspinnverfahren aus ionischen Flu\u0308ssigkeiten. Diese speziellen, hochpolaren Lo\u0308sungsmittel bestehen aus Salzen, die bei Temperaturen unter 100\u00b0C flu\u0308ssig sind. Bei der Anwendung dieses besonderen Spinnverfahrens kann im ITCF auf jahrelange Erfahrung zuru\u0308ckgegriffen werden. Die in einer ionischen Spinnlo\u0308sung aufgelo\u0308ste Cellulose wird durch die Mikrolo\u0308cher der Spinndu\u0308se gepresst und im Fa\u0308llbad zur Faser koaguliert und gezogen. Die Fasern ko\u0308nnen als Stapelfasern oder als Endlosgarn erhalten und weiter verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Das Besondere ist, dass sich diese superfeinen Fasern erstmals in Form eines Endlosgarnes auf Spulen wickeln lassen. Das ermo\u0308glicht die anschlie\u00dfende Weiterverarbeitung u\u0308ber Web- und Stricktechnologien. Die besonders gro\u00dfe Faseroberfla\u0308che der Supermikrofasern verleiht den fertigen Produkten neue Eigenschaften. Dadurch ero\u0308ffnen sich ihnen vielfa\u0308ltige und neue industrielle Einsatzbereiche. Verwendung finden sie z.B. als Filtermaterial in Industrie und Haushalt (Teebeutel), fu\u0308r Spezialpapiere oder im Hygienebereich (Feuchttu\u0308cher, Wattepads, Reinigungstu\u0308cher).<\/p>\n<p>Die textil-physikalischen Fasereigenschaften ko\u0308nnen u\u0308ber die Prozessfu\u0308hrung variiert und anwendungsgerecht optimiert werden. Somit sind zuku\u0308nftig auch weitere Einsatzmo\u0308glichkeiten der Fasern denkbar, bei denen spezielle technische Anforderungen an das Fasermaterial erfu\u0308llt werden mu\u0308ssen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt<br \/>\n<\/strong>Dr. Frank Hermanutz<br \/>\nTel. 0711-9340-140<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Denkendorfer Textilforschern gelang es erstmals, feinste Fasern auf der Basis des umweltfreundlichen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6795,5554,781],"class_list":["post-19815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-baden-wurttemberg-stiftung","supplier-institut-fur-textilchemie-und-chemiefasern","supplier-universitaet-stuttgart"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19815"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19815\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19815"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=19815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}