{"id":19601,"date":"2014-03-17T03:06:49","date_gmt":"2014-03-17T01:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19601"},"modified":"2014-03-16T13:30:46","modified_gmt":"2014-03-16T11:30:46","slug":"rohstofftechnologie-katalysator-verwandelt-erdgas-alkohol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rohstofftechnologie-katalysator-verwandelt-erdgas-alkohol\/","title":{"rendered":"Rohstofftechnologie: Katalysator verwandelt Erdgas in Alkohol"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit einem neuen Katalysator haben Forscher Erdgas in Alkohol umgewandelt &#8211; und zwar deutlich einfacher, als das bisher m\u00f6glich war. Sie hoffen darauf, dass das Verfahren die Rohstoff-Industrie grundlegend ver\u00e4ndern k\u00f6nnte.<\/strong><\/p>\n<p>Mit einem neuen Verfahren lassen sich aus Erdgas wesentlich g\u00fcnstiger als bisher Treibstoff oder Chemikalien herstellen. Forscher am Scripps Research Institute in Jupiter (US-Bundesstaat Florida) haben einen Katalysator gefunden, mit dem Erdgas schon bei 180 Grad Celsius statt wie bisher bei weit \u00fcber 500 Grad umgewandelt werden kann.<\/p>\n<p>Erdgas besteht zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Methan, Ethan und Propan. Die Forscher um Roy Periana setzten Blei- und Thallium-Salze als Katalysatoren ein, mit denen sie die Gase auch bei niedrigen Temperaturen in Alkohole umwandeln konnten. Die Katalysatoren sind g\u00fcnstig zu produzieren, Bleisalze zum Beispiel werden auch bei der Herstellung von Streichh\u00f6lzern verwendet.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil des Verfahrens: Das Erdgas muss nicht erst in seine einzelnen Bestandteile zerlegt werden, berichten die Forscher im Fachmagazin Science. Die Forscher konnten die Gase Methan, Ethan und Propan auch als Gemisch in die entsprechenden Alkohole umwandeln &#8211; und sparen so einen Zwischenschritt bei der Weiterverarbeitung.<\/p>\n<h3>Anwendung in drei bis vier Jahren m\u00f6glich<\/h3>\n<p>&#8220;Das schafft das Potential, Treibstoffe und Chemikalien zu au\u00dfergew\u00f6hnlich geringen Kosten zu produzieren&#8221;, sagte Periana. Das Verfahren k\u00f6nnte die Rohstoff-Industrie nach Angaben des Scripps Research Institutes grundlegend ver\u00e4ndern: Erdgas k\u00f6nnte im Vergleich zu Erd\u00f6l an Bedeutung f\u00fcr die Wirtschaft gewinnen. Die Stoffe aus dem Erdgas sind als Fl\u00fcssigkeiten viel einfacher zu transportieren und zu verarbeiten.<\/p>\n<p>Inwiefern das neue Verfahren in der Praxis angewendet werden wird, ist bislang aber noch unklar. Bereit f\u00fcr den sofortigen Einsatz in der Industrie sei es noch nicht, so Periana. Weitere Forschung sei n\u00f6tig, aber wenn diese gut verlaufe, k\u00f6nne eine praktische Anwendung in etwa drei bis vier Jahren m\u00f6glich sein. Gespr\u00e4che, um die Methode zu vermarkten, seien bereits im Gange.<\/p>\n<p>Die USA, in denen auch das umstrittene Fracking-Verfahren eingesetzt wird, um Erdgas zu gewinnen, gelten als wichtigster Erdgas-F\u00f6rderer der Welt. Allein 2012 waren es nach einer Studie des Rohstoffkonzerns BP \u00fcber 680 Milliarden Kubikmeter Erdgas &#8211; rund 20 Prozent der weltweit gef\u00f6rderten Menge. Deutschland liegt im unteren Feld der F\u00f6rderstaaten, das Fracking wird emotional debattiert &#8211; und bisher noch nicht in gr\u00f6\u00dferem Stil eingesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem neuen Katalysator haben Forscher Erdgas in Alkohol umgewandelt &#8211; und zwar deutlich einfacher, als das bisher m\u00f6glich war. 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