{"id":19528,"date":"2014-03-10T19:57:04","date_gmt":"2014-03-10T17:57:04","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19528"},"modified":"2014-07-25T11:25:11","modified_gmt":"2014-07-25T09:25:11","slug":"stoffliche-nutzung-die-bessere-option","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/stoffliche-nutzung-die-bessere-option\/","title":{"rendered":"Stoffliche Nutzung \u2013 die bessere Option?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff9900;\">English version:<\/span> <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/material-use-better-option\/\" target=\"_blank\">www.bio-based.eu\/news\/material-use-better-option\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Was ist die beste Nutzung von Biomasse au\u00dferhalb des Lebensmittel- und Futterbereichs? Bioenergie und Biokraftstoffe werden sehr kontrovers diskutiert \u2013 bietet die stoffliche Nutzung von Biomasse in Form von Waschmitteln, Biokunststoffen oder Baumaterialien eine bessere Alternative?\u00a0Erstmalig wurde in einem Forschungsprojekt umfassend untersucht, \u00fcber welche \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Potenziale die stoffliche Nutzung von Biomasse verf\u00fcgt. Die positiven Ergebnisse veranlassen die Autoren, die Gleichstellung der stofflichen zur energetischen Nutzung zu fordern und vor allem die Kaskadennutzung (\u201eerst stofflich, dann energetisch\u201c) in den Mittelpunkt einer langfristigen Strategie f\u00fcr eine ressourceneffiziente und nachhaltige Biomassenutzung zu stellen.<\/strong><\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt \u201e\u00d6kologische Innovationspolitik \u2013 Mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz durch nachhaltige stoffliche Nutzungen von Biomasse\u201c wurde im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) durchgef\u00fchrt und mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) gef\u00f6rdert. Das Projekt wurde unter Federf\u00fchrung der nova-Institut GmbH, H\u00fcrth, in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), dem Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln (FiFO) und dem \u00d6ko-Institut von 2010 bis 2013 bearbeitet.<\/p>\n<h3>Welche \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Effekte h\u00e4tte eine verst\u00e4rkte stoffliche Nutzung von Biomasse und wie kann diese zu den Ressourcen- und Klimaschutzzielen der Bundesregierung beitragen?<\/h3>\n<p>Die Projektergebnisse zeichnen ein umfassendes Bild der Situation der stofflichen Nutzung in Deutschland, in Europa und in der Welt. Bio-basierte Produkte haben h\u00e4ufig sowohl \u00f6kologische Vorteile als auch Nachteile und damit viele Parallelen zur energetischen Nutzung von Biomasse. Die Untersuchungen ausgew\u00e4hlter Linien stofflich genutzter Biomassen kommen zu dem Schluss, dass die stoffliche Nutzung von Biomasse der energetischen Nutzung in Hinblick auf \u00f6kologische Aspekte mindestens ebenb\u00fcrtig, und im Falle einer Kaskadennutzung sogar weit \u00fcberlegen ist. \u00d6konomisch hat die stoffliche Nutzung starke Vorteile, sie schafft bezogen auf die gleiche Menge an Biomasse die f\u00fcnf- bis zehnfache Bruttowertsch\u00f6pfung und ebensolche Besch\u00e4ftigungseffekte. Hauptgrund sind die meist langen und komplexen Wertsch\u00f6pfungsketten.<\/p>\n<p>Dennoch hindern eine Vielzahl von Hemmnissen die Entwicklung der stofflichen Biomassenutzung, z.B. durch Gesetzgebung, Steuersystem und mangelnder Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Die Konkurrenz zur energetischen Biomassenutzung wird durch eine umfassende, einseitige F\u00f6rderkulisse f\u00fcr die Bioenergie stark erschwert. Um diese Hindernisse f\u00fcr die stoffliche Biomassenutzung zu \u00fcberwinden, wurden im Forschungsprojekt konkrete Instrumente entwickelt und vorgeschlagen, die mit einer breiten Gruppe von Akteuren aus Industrie, Verb\u00e4nden, Vereinen und Politik diskutiert und priorisiert wurden. Die Autoren schlagen dabei vor allem vor, die Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RED) zu reformieren, um Marktverzerrungen f\u00fcr Biomasse zu reduzieren und um die Richtlinie f\u00fcr die stoffliche Nutzung zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfende Szenarien zeigen, dass eine verst\u00e4rkte stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Deutschland erhebliche \u00f6kologische und \u00f6konomische Potenziale h\u00e4tte. Die Szenarien basieren auf einer reinen Substitution der bisher energetisch genutzten Fl\u00e4che durch eine Vielzahl stofflicher Nutzungen. In den Szenarien wird die bestehende Infrastruktur genutzt und erhalten, indem z.B. Raps\u00f6l bei nachlassender Nutzung als Biodiesel nunmehr verst\u00e4rkt in der Oleochemie Absatz findet.<\/p>\n<p>Eine Gleichstellung der stofflichen Nutzung mit der energetischen Biomassenutzung und der Ausbau der Kaskadennutzung sind wesentliche Schritte zu einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie.<\/p>\n<p>Aus den Ergebnissen geht deutlich hervor, dass vor allem das gro\u00dfe Portfolio von vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen zum Ausbau der stofflichen Nutzung nicht nur das Umweltressort allein adressiert, sondern dass Kooperation und Abstimmung mit weiteren Ressorts dringend erforderlich ist. Die Vielzahl der vorgeschlagenen Instrumente m\u00fcsste in einem umweltpolitischen Gesamtkontext hinsichtlich deren Vorz\u00fcglichkeit und tats\u00e4chlicher Realisierbarkeit bewertet und priorisiert werden.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige finale Fassung des Forschungsberichts sowie s\u00e4mtliche erg\u00e4nzenden Texte und Anh\u00e4nge (inkl. einem Poster zur stofflichen Nutzung) stehen hier zum Herunterladen bereit: <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/policy\">www.bio-based.eu\/policy<\/a><\/p>\n<p>Au\u00dferdem kann der Forschungsbericht unter der Kennnummer FKZ 371093 109 aus der Bibliothek des Umweltbundesamtes ausgeliehen werden, und steht hier zum Download bereit: <a href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/oekologische-innovationspolitik-mehr-0\">www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/oekologische-innovationspolitik-mehr-0<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Fragen und Feedback kontaktieren Sie bitte Lara Dammer (<a href=\"mailto:lara.dammer@nova-institut.de\" target=\"_blank\">lara.dammer@nova-institut.de<\/a>,\u00a0+49 &#8211; (0)2233 &#8211; 48 14 55).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Pressemitteilung als PDF: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/14-03-10-PM-UBA-Abschlussbericht-stoffliche-Nutzung-nova.pdf\">14-03-10 PM UBA Abschlussbericht stoffliche Nutzung nova<\/a><\/p>\n<p><strong>Verantwortlicher im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.):<\/strong><\/p>\n<p>Dipl.-Phys. Michael Carus (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer)<br \/>\nnova-Institut GmbH, Chemiepark Knapsack,<br \/>\nIndustriestra\u00dfe 300, 50354 H\u00fcrth<br \/>\nInternet: <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\">www.nova-institut.de<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\">www.bio-based.eu<br \/>\n<\/a>Email: <a href=\"mailto:contact@nova-institut.de\">contact@nova-institut.de<br \/>\n<\/a>Tel: +49 (0) 22 33-48 14 40<\/p>\n<h3><em>\u00dcber die nova-Institut GmbH<\/em><\/h3>\n<p><em>Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabh\u00e4ngiges Institut gegr\u00fcndet und ist im Bereich der Forschung und Beratung t\u00e4tig. Der Schwerpunkt der nova-Aktivit\u00e4ten liegt in der bio-basierten sowie der CO<sub>2<\/sub>-basierten \u00d6konomie. Das nova-Institut nutzt und entwickelt Expertenwissen in den Bereichen Rohstoffversorgung, technisch-\u00f6konomische Evaluierung, Marktforschung, \u00d6kobilanzen (LCA), \u00d6ffentlichkeitsarbeit, B2B \u2013 Kommunikation und Politik. Mit einem Team von derzeit 20 Mitarbeitern erzielt das nova-Institut einen Umsatz von knapp 2 Mio. \u20ac.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>English version: www.bio-based.eu\/news\/material-use-better-option\/ Was ist die beste Nutzung von Biomasse au\u00dferhalb des Lebensmittel- und Futterbereichs? Bioenergie und Biokraftstoffe werden sehr kontrovers diskutiert \u2013 bietet die stoffliche Nutzung von Biomasse in Form von Waschmitteln, Biokunststoffen oder Baumaterialien eine bessere Alternative?\u00a0Erstmalig wurde in einem Forschungsprojekt umfassend untersucht, \u00fcber welche \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Potenziale die stoffliche Nutzung von [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,7192],"tags":[],"supplier":[6287,5585,450,4,1444,342,1340],"class_list":["post-19528","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-novapress","supplier-bmub","supplier-european-union","supplier-ifeu-institut-fuer-energie-und-umweltforschung-heidelberg-gmbh","supplier-nova-institut-gmbh","supplier-ko-institut","supplier-umweltbundesamt","supplier-universitaet-koeln"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19528","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19528"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19528\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19528"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19528"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19528"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=19528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}