{"id":19484,"date":"2014-03-07T03:12:53","date_gmt":"2014-03-07T01:12:53","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19484"},"modified":"2014-03-06T15:35:28","modified_gmt":"2014-03-06T13:35:28","slug":"kommissionsvorschlag-zu-indirekten-landnutzungsanderungen-lost-das-problem-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kommissionsvorschlag-zu-indirekten-landnutzungsanderungen-lost-das-problem-nicht\/","title":{"rendered":"Kommissionsvorschlag zu indirekten Landnutzungs\u00e4nderungen l\u00f6st das Problem nicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 6. M\u00e4rz 2014. Am 11. September 2013 hat das Europ\u00e4ische Parlament den Kommissionsvorschlag zur Einf\u00fchrung sogenannter \u201eiLUC-Faktoren\u201c abgelehnt. Das Parlament stellte klar, dass der wissenschaftliche Beweis f\u00fcr eine unmittelbare Ursache-Wirkungsbeziehung einer bestimmten Rohstoffnachfrage und der dadurch unmittelbar verursachten Landnutzungs\u00e4nderungen in einem Drittland, wie zum Beispiel Indonesien, nicht erbracht wurde. Der gro\u00dfe Teil der Fachwelt ist sich einig, dass diese Nachweisanforderung nicht erf\u00fcllbar ist, sondern der Landnutzungseffekt nur \u201eindirekt\u201c \u00fcber Modelle ann\u00e4hernd kalkuliert werden kann.<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesem Dilemma setzt sich Prof. Dr. Uwe Lahl, Technische Universit\u00e4t Darmstadt, in einem aktuellen Beitrag auseinander. Der iLUC-Experte erl\u00e4utert die Hintergr\u00fcnde und Schw\u00e4chen der Modellrechnungen und zeigt im Lichte der aktuellen Rechtssetzungsbem\u00fchungen der EU-Kommission die wissenschaftlichen Gr\u00fcnde auf, warum iLUC-Faktoren abzulehnen sind. Stattdessen m\u00fcssten jetzt Regelungsverfahren entwickelt werden, die einen unmittelbar wirksamen Beitrag gegen Landnutzungs\u00e4nderungen (Urwaldrodungen) leisten k\u00f6nnen. Diese setzen bei den Grunds\u00e4tzen der &#8220;guten Regierungspraxis&#8221; an. Prof. Dr. Lahl empfiehlt somit Regelungsalternativen, unabh\u00e4ngig von der Zweckbestimmung der Endverwendung des Biomasserohstoffs.<\/p>\n<p>Diese w\u00e4ren aus Sicht der Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sachgerecht, weil beispielsweise die Palm\u00f6lverwendung zur energetischen Nutzung in der Europ\u00e4ischen Union im Vergleich zum Bedarf der chemischen Industrie eine eher untergeordnete Rolle spielt. Biokraftstoffe seien damit der Impulsgeber zur Erh\u00f6hung des politischen Verhandlungsdrucks, um analoge Nachhaltigkeitsanforderungen auch in anderen Verwendungsbereichen einzuf\u00fchren, betont der Verband.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die aktuelle Diskussion zur Fortf\u00fchrung der EU-Biokraftstoffpolitik nach 2020 mahnt die UFOP deshalb an, die Existenz der inzwischen f\u00fcr die Biokraftstoffe der 1. Generation von der EU-Kommission zugelassenen internationalen Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme und damit auch deren Zertifizierungsstellen nicht zu gef\u00e4hrden, sondern die Qualit\u00e4t der Nachhaltigkeitszertifizierung zu verbessern. Hierf\u00fcr liefere die Erneuerbare Energien-Richtlinie mit der separaten Zielvorgabe f\u00fcr erneuerbare Energien im Transportsektor den Rechtsrahmen und zugleich den Anreiz f\u00fcr den Marktzugang in die Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n<p>Der Beitrag von Prof. Dr. Uwe Lahl: \u201eIndirect Land Use Change (iLUC) &#8211; eine kritische Bestandsaufnahme f\u00fcr eine sachgerechte politische Entscheidungsfindung\u201c steht <a href=\"http:\/\/www.ufop.de\/index.php\/download_file\/view\/2695\/894\/\" target=\"_blank\">hier als Download<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 6. M\u00e4rz 2014. Am 11. September 2013 hat das Europ\u00e4ische Parlament den Kommissionsvorschlag zur Einf\u00fchrung sogenannter \u201eiLUC-Faktoren\u201c abgelehnt. 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