{"id":19409,"date":"2014-03-03T02:00:21","date_gmt":"2014-03-03T00:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19409"},"modified":"2014-02-28T12:54:09","modified_gmt":"2014-02-28T10:54:09","slug":"neue-studie-zeigt-biokraftstoffe-aus-abfallen-haben-groses-ungenutztes-potenzial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-studie-zeigt-biokraftstoffe-aus-abfallen-haben-groses-ungenutztes-potenzial\/","title":{"rendered":"Neue Studie zeigt: Biokraftstoffe aus Abf\u00e4llen haben gro\u00dfes ungenutztes Potenzial"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin\/Br\u00fcssel \u2013 Europa hat ein erhebliches ungenutztes Potenzial f\u00fcr Biokraftstoffe aus Abf\u00e4llen der Land- und Forstwirtschaft sowie aus Industrie und Haushalten. Sofern alle nachhaltig zur Verf\u00fcgung stehenden Reststoffe der EU in Biokraftstoffe umgewandelt w\u00fcrden, k\u00f6nnten damit bis zum Jahre 2030 rund 16 Prozent des Gesamtkraftstoffbedarfes gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des \u201eInternational Council on Clean Transportation\u201c (ICCT) mit dem Titel \u201eWasted: Europe\u2019s Untapped Resource\u201c im Auftrag mehrerer Umweltorganisationen wie dem NABU-Dachverband BirdLife International und Transport &amp; Environment.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Energie f\u00fcr den Kraftstoff der Zukunft liegt vor allem auf dem Land. Aber nicht als Anbaubiomasse mit erheblichem D\u00fcngemittel- und Pestizideinsatz sowie der Gefahr von Landnutzungs\u00e4nderungen, wie es die EU leider immer noch versteht, sondern in Form von Reststoffen. Immerhin 37 Millionen Tonnen fossiler Kraftstoff k\u00f6nnten so Jahr f\u00fcr Jahr eingespart werden\u201c, sagte NABU-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller. Einschr\u00e4nkend gelte jedoch, dass auch bei den Reststoffen negative Begleiterscheinungen vermieden werden sollten. So d\u00fcrften beispielsweise nicht alle Ernteabf\u00e4lle genutzt werden, sondern ein Drittel m\u00fcsse auf dem Acker verbleiben, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Auch in der Viehhaltung werde Stroh weiterhin als Einstreu verwendet und st\u00fcnde der energetischen Nutzung nur begrenzt und vorrangig in einer Kaskadennutzung zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr Holz gelte, dass es zun\u00e4chst f\u00fcr langfristige Produkte verwendet werden m\u00fcsse, danach aber ebenfalls f\u00fcr Biokraftstoffe eingesetzt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Im Jahr 2030 k\u00f6nnte der Verkehrssektor zur Emissionsquelle Nummer eins werden, wenn nicht rechtzeitig mit politischen Ma\u00dfnahmen gegengesteuert wird. Ein Teil der L\u00f6sung k\u00f6nne die Biomasse auf Reststoffbasis darstellen. Entscheidend ist nach Ansicht des NABU aber, dass Biokraftstoffe nicht als Allheilmittel angesehen werden d\u00fcrften. \u201eOhne drastische Effizienzsteigerungen beim Kraftstoffverbrauch von Pkw, Lkw oder Flugzeugen und einer Verkehrsvermeidung beziehungsweise Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden die Klimaschutzziele der EU nicht eingehalten werden. Nur wenn alle Effizienzpotenziale konsequent ausgesch\u00f6pft sind, kann die dann noch bestehende Versorgungsl\u00fccke mit Biokraftstoffen auf Reststoffbasis geschlossen werden\u201c, sagte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nabu.de\/downloads\/140225-wasted_europes-untappes-resource.pdf\">Zur englischsprachigen Studie<\/a><\/p>\n<h3>F\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/h3>\n<p>Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte, Tel. 030-284984-1613, mobil 0172-9201823<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin\/Br\u00fcssel \u2013 Europa hat ein erhebliches ungenutztes Potenzial f\u00fcr Biokraftstoffe aus Abf\u00e4llen der Land- und Forstwirtschaft sowie aus Industrie und Haushalten. Sofern alle nachhaltig zur Verf\u00fcgung stehenden Reststoffe der EU in Biokraftstoffe umgewandelt w\u00fcrden, k\u00f6nnten damit bis zum Jahre 2030 rund 16 Prozent des Gesamtkraftstoffbedarfes gedeckt werden. 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