{"id":19294,"date":"2014-02-20T02:58:55","date_gmt":"2014-02-20T00:58:55","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19294"},"modified":"2014-02-19T22:59:59","modified_gmt":"2014-02-19T20:59:59","slug":"die-olive-bringt-mehr-als-nur-ol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-olive-bringt-mehr-als-nur-ol\/","title":{"rendered":"Die Olive bringt mehr als nur \u00d6l"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alles was verwertet werden kann, soll verwertet werden. Das gro\u00dfe EU-Projekt \u201ePhenolive\u201c soll daf\u00fcr sorgen, dass die R\u00fcckst\u00e4nde aus der Oliven\u00f6l-Pressung nicht mehr l\u00e4nger blo\u00df im M\u00fcll landen. Aus den Reststoffen lassen sich wertvolle Chemikalien erzeugen, auch Energie kann man aus ihnen gewinnen. Vergasungstechnologie der TU Wien macht es m\u00f6glich, aus Oliven\u00f6l-Pressr\u00fcckst\u00e4nden Strom und W\u00e4rme herzustellen. Im EU-Projekt \u201ePhenolive\u201c arbeiten akademische Forschung und Industrieunternehmen zusammen, um die europ\u00e4ische Oliven\u00f6lproduktion wettbewerbsf\u00e4higer, effizienter und umweltfreundlicher zu machen.<\/strong><\/p>\n<h3>Kosmetik und Energie aus Olivenr\u00fcckst\u00e4nden<\/h3>\n<p>Acht Millionen Tonnen Trester bleibt in Europa jedes Jahr bei der Oliven\u00f6lpressung \u00fcbrig. Von der Verwertung dieser Masse k\u00f6nnte die europ\u00e4ische Wirtschaft stark profitieren. Die Pressr\u00fcckst\u00e4nde sind n\u00e4mlich eigentlich viel zu wertvoll f\u00fcr die M\u00fclltonne. Sie enthalten etwa Polyphenole \u2013 aromatische Verbindungen, die man f\u00fcr die Kosmetikproduktion oder auch die Nahrungsmittelindustrie weiterverwenden kann. Mit gepulsten elektromagnetischen Feldern soll die Extraktion der Polyphenole aus dem Oliventrester deutlich gesteigert werden. Der Markt f\u00fcr Polyphenole in der EU hatte 2011 ein Volumen von 120 Million Euro.<\/p>\n<p>Was nach der Oliven\u00f6lpressung und der Polyphenol-Gewinnung immer noch \u00fcbrig bleibt, kann dann zur Energiegewinnung genutzt werden \u2013 und in diesem Teil des Projektes spielt die TU Wien die entscheidende Rolle. Mit der energetischen Verwertung von Biomasse hat man am Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik langj\u00e4hrige Erfahrung. Das Team rund um Prof. Hermann Hofbauer hat ein Vergasungsverfahren entwickelt, das an Versuchsanlagen der TU Wien aber auch in den Gro\u00dfanlagen in Oberwart und G\u00fcssing mit gro\u00dfem Erfolg erprobt und weiterverbessert wurde.<\/p>\n<p>Im Lauf der Jahre konnte das Team der TU Wien einige wichtige Patente anmelden. \u201eDie n\u00e4chste Generation der Dual-Fluid-Vergasung erm\u00f6glicht die Nutzung alternativer Festbrennstoffe. Dazu geh\u00f6ren unter anderem biogene Reststoffe aus der Oliven\u00f6lindustrie. Mit der neuen Generation der Vergasungstechnologie erwarten wir einerseits eine verbesserte Prozesseffizienz und andererseits auch eine bessere Gasqualit\u00e4t\u201c, erkl\u00e4ren Johannes Schmid und Stefan M\u00fcller, Mitarbeiter des Forschungsbereichs von Prof. Hofbauer. Durch eine bessere Gasqualit\u00e4t werden auch weiterf\u00fchrende Synthesen m\u00f6glich, etwa die Produktion von Treibstoffen.<\/p>\n<h3>Wissenschaft und Wirtschaft forschen gemeinsam<\/h3>\n<p>Das Projekt \u201ePhenolive\u201c l\u00e4uft noch bis 2016. Beteiligt sind neben der TU Wien die Firmen Laboratoire Phenobio, Repotec, Hakki Usta, Effitech und Mora Industrial. Dazu kommt noch der Technologie-Consulter Ateknea Solutions und der Technologietransferberater Amarante Process. Die EU f\u00f6rdert Phenolive im Rahmen des F\u00f6rderprogramms FP7.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles was verwertet werden kann, soll verwertet werden. 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