{"id":19165,"date":"2014-02-06T02:01:30","date_gmt":"2014-02-06T00:01:30","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=19165"},"modified":"2021-09-09T21:50:23","modified_gmt":"2021-09-09T19:50:23","slug":"eu-projekt-soll-kosten-fur-co2-abtrennung-auf-unter-15-e-pro-tonne-senken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-projekt-soll-kosten-fur-co2-abtrennung-auf-unter-15-e-pro-tonne-senken\/","title":{"rendered":"EU-Projekt soll Kosten f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-Abtrennung auf unter 15 \u20ac pro Tonne senken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit zehn Millionen Euro unterst\u00fctzt die Europ\u00e4ische Union ein Konsortium aus 16 Partnern, das eine energieeffiziente Technik zur Abtrennung von CO<sub>2<\/sub> aus den Abgasen von Kraftwerken und energieintensiven Betrieben entwickeln will. Das Projekt M4CO<sub>2<\/sub> (Energy efficient MOF-based Mixed Matrix Membranes for CO<sub>2<\/sub> Capture) wird von der TU Delft koordiniert und soll auf der Grundlage von metallorganischen Ger\u00fcstverbindungen und Polymeren Hochleistungsmembranen f\u00fcr die kontinuierliche CO<sub>2<\/sub>-Abtrennung entwickeln. Diese Abtrennung kann sowohl vor als auch nach der Verbrennung stattfinden.<\/strong><\/p>\n<p>M4CO<sub>2<\/sub> ist ein Vierjahresprojekt im 7. EU-Rahmenprogramm und l\u00e4uft seit Januar 2014; das Auftakttreffen fand am 3. und 4. Februar in Delft statt.<\/p>\n<p>Der globale Energieverbrauch wird Prognosen zufolge von 2008 bis 2035 um 53 % ansteigen. Dabei soll sich der Kohlendioxid-Aussto\u00df aus der Energieerzeugung von 30,2 Milliarden Tonnen im Jahr 2008 auf 43,2 Milliarden Tonnen im Jahr 2035 erh\u00f6hen. Die Gr\u00fcnde liegen in einem unverminderten starken Wirtschaftswachstum sowie der intensiven Nutzung fossiler Rohstoffe.<\/p>\n<p>Die von Menschen verursachten Treibhausgase wie Kohlendioxid einzud\u00e4mmen, ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Kohlendioxid aus punktf\u00f6rmigen Quellen wie fossilen Kraftwerken und anderen energieintensiven Anlagen mit Hilfe von CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung zu reduzieren, k\u00f6nnte ein wesentlicher Ansatz im Kampf gegen die globale Erw\u00e4rmung sein.<\/p>\n<p>Das Konsortium aus weltweit f\u00fchrenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen will innovative Membrankonzepte f\u00fcr die kontinuierliche CO<sub>2<\/sub>-Abtrennung nutzen. Da diese Technik auf einen Gas-Fl\u00fcssig-Phasenwechsel verzichtet, werden Energieverluste vermieden und der CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck reduziert. Damit wird eine bisher nicht erreichte Energieeffizienz greifbar. Dar\u00fcber hinaus sind Membraneinheiten f\u00fcr die Gasabtrennung sicherer und umweltfreundlicher als andere Technologien, wie etwa die Abtrennung mittels Aminen.<\/p>\n<p>Die hoch selektiven Membranen erm\u00f6glichen die Abtrennung von CO<sub>2<\/sub> f\u00fcr weniger als 15 \u20ac pro Tonne CO<sub>2<\/sub> (\u2248 10-15 \u20ac\/MWh) und unterbieten damit deutlich die Zielwerte des europ\u00e4ischen SET-Plans (Strategic Energy Technologies), der eine Abtrennung von 90 % des CO<sub>2<\/sub> f\u00fcr weniger als 25 \u20ac \/ MWh fordert.<\/p>\n<p>Das M4CO<sub>2<\/sub>-Konsortium f\u00f6rdert den Austausch von Wissenschaftlern \u00fcber die Grenzen Europas hinweg. Eine enge Zusammenarbeit mit australischen Initiativen ist geplant.<\/p>\n<p>Zu den Konsortialpartnern geh\u00f6ren f\u00fchrende Unternehmen und Forschungsgruppen mit hoher Kompetenz in den Bereichen Membranen, Polymere und Reaktionstechnik. Die wichtigsten Industriepartner sind Total (Frankreich), Johnson Matthey (UK), Polymem (Frankreich) und HyGear (Niederlande). Die DECHEMA ist ebenfalls an dem Projekt beteiligt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit zehn Millionen Euro unterst\u00fctzt die Europ\u00e4ische Union ein Konsortium aus 16 Partnern, das eine energieeffiziente Technik zur Abtrennung von CO2 aus den Abgasen von Kraftwerken und energieintensiven Betrieben entwickeln will. 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