{"id":19068,"date":"2014-01-29T02:07:28","date_gmt":"2014-01-29T00:07:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/root,did=169794.html"},"modified":"2014-01-28T16:32:19","modified_gmt":"2014-01-28T14:32:19","slug":"grune-und-spd-auf-distanz-zu-neuen-gentechnik-pflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/grune-und-spd-auf-distanz-zu-neuen-gentechnik-pflanzen\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne und SPD auf Distanz zu neuen Gentechnik-Pflanzen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf ihrem Sonderparteitag zur Neuformation der Parteispitze haben die SPD-Mitglieder die Bundesregierung aufgefordert, die Zulassung neuer gentechnisch ver\u00e4nderter Maispflanzen in der Europ\u00e4ischen Union (EU) zu verhindern. Im Speziellen ging es dabei um die Maissorte 1507 von DuPont und Dow Chemical, die gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und Sch\u00e4dlinge resistent ist. Bis zum 12. Februar, wenn die Zulassung im Minsterrat der EU auf der Agenda steht, ist hier eine Position gefragt. Bei ihrer Forderung verwies die SPD auf den Koalitionsvertrag, in dem sich Union und SPD verpflichtet h\u00e4tten, \u201edie Vorbehalte der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber der gr\u00fcnen Gentechnik anzuerkennen\u201c. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel meldet, ist die Bundesregierung in ihrer Haltung zu der Zulassung von 1507 noch uneins: W\u00e4hrend das Gesundheitsministerium und Forschungsministerium den Gentechnik-Mais f\u00fcr unbedenklich hielten, seien die Ressorts Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt gegen die Zulassung. Die Gr\u00fcnen stellten in diesem Kontext eine Studie vor, die der EU-Parlamentarier Martin H\u00e4usling bei dem gentechnikkritischen Beratungsinstitut Testbiotech in Auftrag gegeben hatte. Das 56-seitige Papier mit dem Titel \u201eCyberkrieg auf den \u00c4ckern\u201c stellt der Gr\u00fcnen Gentechnik ein schlechtes Zeugnis aus und formuliert Zweifel an ihrem Nutzen. Der Studie zufolge liegt die Landwirtschaft der USA technisch und wirtschaftlich hinter der Westeuropas zur\u00fcck, weil die Vereinigten Staaten vor allem auf Gentechnik setzen, w\u00e4hrend in Europa die Feldpflege im Vordergrund steht.<\/p>\n<p>Beide Ans\u00e4tze f\u00fchrten zu Ertragssteigerungen, allerdings gingen die Ertr\u00e4ge einzelner gv-\u00c4cker nach einigen Jahren wieder zur\u00fcck. Der Einsatz von Pestiziden bleibe dagegen konstant hoch, fasst Autor Christoph Then auf Basis einer US-Studie zusammen. Schuld daran seien superresistente Unkr\u00e4uter. Then fordert in seiner Studie die Politik dazu auf, die Freisetzung von gentechnisch ver\u00e4nderten Organismen (GVO), deren Ausbreitung nicht kontrolliert werden k\u00f6nne, grunds\u00e4tzlich zu verbieten. Zudem m\u00fcssten ethische Grenzen gezogen werden, was Eingriffe in das pflanzliche Erbgut betrifft. So sei die Gefahr, dass Erbgutmolek\u00fcle der GVO \u00fcber den Darm in den menschlichen Organismus gelangten und die Genregulation beeinflussten, nicht auszuschlie\u00dfen. Dieser Aspekt ist wissenschaftlich jedoch stark umstritten. Laut dem Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gibt es keine wissenschaftlich fundierten Belege f\u00fcr diesen sogenannten horizontalen Gentransfer auf Menschen durch gv-Pflanzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr&uuml;nen und&nbsp;die SPD pl&auml;dieren gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Nutzpflanzen, die Bundesregie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[99,372,337,5585,4515],"class_list":["post-19068","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-buendnis-90die-gruenen","supplier-dow-chemical-company","supplier-dupont","supplier-european-union","supplier-sozialdemokratische-partei-deutschlands-spd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19068\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19068"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=19068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}