{"id":19055,"date":"2014-01-28T02:57:17","date_gmt":"2014-01-28T00:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/agrar_forstwissenschaften\/getreideforschung_elf_projekte_ertragreiche_225276.html"},"modified":"2014-01-27T12:25:05","modified_gmt":"2014-01-27T10:25:05","slug":"getreideforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/getreideforschung\/","title":{"rendered":"Getreideforschung: Elf Projekte sollen ertragreiche und umweltstabile Weizensorten liefern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weizen ist weltweit eine der wichtigsten Kulturpflanzen. Um den Ertragsfortschritt zu f\u00f6rdern, sollen internationale Forschungsaktivit\u00e4ten bei der Z\u00fcchtung von Weizen st\u00e4rker geb\u00fcndelt und vernetzt werden. Dazu f\u00f6rdert das Bundeslandwirtschaftsministerium 2014 elf Verbundprojekte.<\/strong><\/p>\n<p>Um den steigenden Nahrungsmittelbedarf der stetig wachsenden Weltbev\u00f6lkerung decken zu k\u00f6nnen, f\u00f6rdert das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) zum Thema Weizenz\u00fcchtung in den kommenden drei bis f\u00fcnf Jahren elf innovative Verbundprojekte mit einer Summe von rund zw\u00f6lf Millionen Euro. Dabei kooperieren wissenschaftliche Einrichtungen und Wirtschaftspartner aus der praktischen Pflanzenz\u00fcchtung. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung besonders ertragreicher, umweltstabiler Weizensorten. Die BLE wird die Forschungsarbeiten als Projekttr\u00e4ger im Innovationsprogramm koordinieren. Beispiele erfolgreicher Getreideforschung gab es auf der Internationalen Gr\u00fcnen Woche in Berlin. Dort ging es um die Backqualit\u00e4t von Weizen sowie Ertragssteigerung bei Roggen.<\/p>\n<p>Weizen wird weltweit auf \u00fcber 215 Millionen Hektar angebaut und ist neben Reis und Mais die wichtigste Kulturpflanze. In den vergangenen Jahren fiel der Ertragsfortschritt beim Weizen jedoch geringer aus als bei anderen Kulturarten. Der prognostizierte Klimawandel l\u00e4sst erwarten, dass sich die Bedeutung bisher auftretender Krankheitserreger \u00e4ndern wird und neue Krankheiten an Einfluss gewinnen, ebenso wie abiotische Stressfaktoren (Trockenheit und Hitze). Um bei Weizen Produktangebot und -qualit\u00e4t langfristig zu sichern, ist eine z\u00fcchterische Verbesserung der Toleranz und Resistenz gegen\u00fcber solchen Stressfaktoren n\u00f6tig. Die elf Verbundprojekte besch\u00e4ftigen sich mit der Nutzbarmachung von Heterosis, Verbesserung von Resistenzen, Implementierung innovativer Verfahren sowie Ertragssicherung und verbesserter Ressourceneffizienz.<\/p>\n<p>Um den Fortschritt in der Pflanzenz\u00fcchtung zu beschleunigen, wollen Deutschland und andere Staaten die internationalen Forschungsaktivit\u00e4ten in der Weizenz\u00fcchtung mit der G20-Weizenforschungsinitiative st\u00e4rker b\u00fcndeln und vernetzen. Weitere Informationen gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.wheatinitiative.org\/\">http:\/\/www.wheatinitiative.org\/<\/a><\/p>\n<p>Auf der Internationalen Gr\u00fcnen Woche in Berlin pr\u00e4sentierten Wissenschaftler in der Sonderschauhalle 23a des BMEL laufende Forschungsprojekte zum Thema Getreidezucht. Dass sie die praktischen Anspr\u00fcche der Landwirte treffen, zeigte das rege Interesse der Besucherinnen und Besucher.<\/p>\n<h3>Neuer Schnelltest f\u00fcr Backqualit\u00e4t spart Stickstoffeinsatz<\/h3>\n<p>Ein wichtiges Qualit\u00e4tskriterium f\u00fcr die Backqualit\u00e4t von Weizen ist aus Sicht des Handels ein hoher Rohproteingehalt. Diesen erzielt der Landwirt bei g\u00fcnstigen Umweltbedingungen mit einer sp\u00e4ten Stickstoffd\u00fcngung. Allerdings stimmt die Gleichung &#8220;gute Backqualit\u00e4t erfordert hohen Rohproteingehalt&#8221; bei neuen Weizensorten nicht mehr, da diese oftmals schon bei geringeren Proteingehalten gute Backergebnisse erzielen. Wissenschaftler des Julius K\u00fchn-Instituts (JKI) und des Max Rubner-Instituts (MRI) entwickeln daher in Kooperation mit Industriepartnern einen neuen Schnelltest f\u00fcr die zuverl\u00e4ssige Absch\u00e4tzung der Backqualit\u00e4t bereits am Weizenkorn. Als Methode dient die zerst\u00f6rungsfreie Nahinfrarotspektroskopie, die bei K\u00f6rnern, Mehl und Teig gleicherma\u00dfen eingesetzt werden kann. Die Anwendung schafft die Basis f\u00fcr eine faire Bezahlung der Landwirte, gibt den neuen, verbesserten Weizensorten eine Chance und erm\u00f6glicht dadurch zuk\u00fcnftig, den Einsatz von Stickstoffd\u00fcnger auf ein ressourcenschonenderes und bedarfsgerechtes Ma\u00df zu beschr\u00e4nken. Das Forschungsvorhaben wird vom BMEL \u00fcber das Programm zur Innovationsf\u00f6rderung der in BLE finanziert.<\/p>\n<h3>Pr\u00e4zisionsz\u00fcchtung bei Roggen im Zeichen des Klimawandels<\/h3>\n<p>Deutschland ist nach der Russischen F\u00f6deration und Polen der weltweit gr\u00f6\u00dfte Roggenproduzent. Um die Ertragsh\u00f6he und -stabilit\u00e4t dieses traditionellen Getreides unter den sich \u00e4ndernden Klimabedingungen zu verbessern, arbeiten Z\u00fcchtungsforscher des JKI gemeinsam mit Roggenz\u00fcchtern daran, die Wassernutzungs- und N\u00e4hrstoffeffizienz des Roggens weiter zu verbessern. Ihr Augenmerk liegt dabei auf einer Genvariante, die f\u00fcr Pflanzen mit k\u00fcrzeren Halmen sorgt. Kurzstrohiger Roggen ist standfester und erlaubt eine optimale Ausnutzung des Ertragspotenzials. Damit diese bislang nicht genutzte Genvariante effizient in Zuchtmaterial eingekreuzt werden kann, entwickeln die Z\u00fcchtungsforscher ein molekulares Diagnoseverfahren, mit dem schnell und zuverl\u00e4ssig unter tausenden Pflanzen solche mit den gew\u00fcnschten Eigenschaften \u2013 kurz und trockenstresstolerant \u2013 aufgesp\u00fcrt werden k\u00f6nnen. Gef\u00f6rdert wird das Vorhaben in der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Agrar- Forstwissenschaften] Dazu f&ouml;rdert das Bundeslandwirtschaftsministerium 2014 elf Verbundproje&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[1437,6286,6419,293,3907],"class_list":["post-19055","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesanstalt-fuer-landwirtschaft-und-ernaehrung-ble","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-deutsche-innovationspartnerschaft-agrar-dip","supplier-julius-kuehn-institut-jki","supplier-max-rubner-institut-mri"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19055"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19055\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19055"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=19055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}