{"id":18880,"date":"2014-01-17T03:03:59","date_gmt":"2014-01-17T01:03:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=18880"},"modified":"2014-01-16T11:48:04","modified_gmt":"2014-01-16T09:48:04","slug":"mehr-umweltfreundlichkeit-im-lebensmittelbereich-notig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mehr-umweltfreundlichkeit-im-lebensmittelbereich-notig\/","title":{"rendered":"Mehr Umweltfreundlichkeit im Lebensmittelbereich n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die \u00d6kobilanz von Lebensmitteln hat es in sich: Ein F\u00fcnftel der Treibhausgasemissionen in Deutschland gehen auf den Ern\u00e4hrungssektor zur\u00fcck. Stickstoff\u00fcbersch\u00fcsse aus der Landwirtschaft belasten das Grundwasser. Zugleich landen pro Jahr elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln im M\u00fcll und werden verschwendet. Auf Umweltprobleme durch Lebensmittel und die Folgen f\u00fcr Verbraucher haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und das Umweltbundesamt (UBA) aufmerksam gemacht. Im Vorfeld der Internationalen Gr\u00fcnen Woche legten sie gemeinsame Handlungsempfehlungen f\u00fcr die dr\u00e4ngendsten Probleme vor.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die Produktion und den Verbrauch von Lebensmitteln muss die Umwelt schon heute zahlen. Langfristig k\u00f6nnen auch die Kosten f\u00fcr die Verbraucherinnen und Verbraucher sp\u00fcrbar werden. Es ist Zeit, zu handeln\u201c, sagt Holger Krawinkel, Leiter des Gesch\u00e4ftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv. vzbv und UBA sprechen sich daf\u00fcr aus, die Stickstoffbelastung zu verringern, den \u00d6kolandbau voranzutreiben, eine umweltfreundlichere Tierhaltung und bewussten Fleischkonsum zu f\u00f6rdern sowie unn\u00f6tige Lebensmittelabf\u00e4lle zu vermeiden.<\/p>\n<p>Thomas Holzmann, amtierender Pr\u00e4sident des UBA: \u201eWenn wir so weiter machen wie bisher, erreichen wir unser nationales Ziel von 20 Prozent \u00d6kolandwirtschaft erst im Jahre 2078. Allein die nach wie vor zu hohen Stickstoff\u00fcbersch\u00fcsse aus der Landwirtschaft zeigen, dass wir uns dieses Tempo nicht leisten k\u00f6nnen. Die Landwirtschaft verf\u00fcgt selbst \u00fcber viele Strategien, den Anbau von Lebensmitteln umweltvertr\u00e4glicher zu machen. Genau diese gilt es zu f\u00f6rdern.\u201c<\/p>\n<h3>Stickstoff auf die Agenda der Agrarpolitik<\/h3>\n<p>\u00dcbersch\u00fcssiger Stickstoff aus der Landwirtschaft bedroht Artenvielfalt sowie Luftqualit\u00e4t und belastet das Grundwasser, aus dem Trinkwasser gewonnen wird. F\u00fcr vzbv und UBA kommt die Stickstoffproblematik in der Agrarpolitik bislang zu kurz. Sie empfehlen eine zeitnahe ambitionierte \u00dcberarbeitung der D\u00fcngeverordnung.<\/p>\n<p>Zur Emission von Stickstoff und Treibhausgasen tr\u00e4gt auch der hohe Fleischkonsum bei. Im Jahr 2012 verzehrte jeder Deutsche durchschnittlich rund 60 Kilogramm Fleisch. Um die Tierhaltung umweltfreundlicher zu gestalten, sprechen sich die beiden Institutionen daf\u00fcr aus, die Zahl der Tiere pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fl\u00e4che zu begrenzen. Zudem solle die Bundesregierung st\u00e4rker \u00fcber die Folgen eines hohen Fleischkonsums f\u00fcr Gesundheit und Umwelt informieren. Industrie und Handel k\u00f6nnten \u00fcber eine zuverl\u00e4ssige Kennzeichnung vegetarischer Produkte Fleischalternativen f\u00f6rdern.<\/p>\n<h3>\u00d6kolandbau f\u00f6rdern<\/h3>\n<p>Stickstoff\u00fcberschuss und Energieeinsatz sind im \u00f6kologischen Landbau geringer als in der konventionellen Landwirtschaft. Der \u00d6kolandbau ist damit umweltfreundlicher, die Umstellung aber kostet Geld. Um die Nachfrage nach Bioprodukten mit heimischen Erzeugnissen zu decken, fordern vzbv und UBA eine st\u00e4rkere finanzielle Unterst\u00fctzung der Landwirte bei der Umstellung auf \u201eBio\u201c. Zudem solle eine bessere R\u00fcckverfolgbarkeit und Kontrolle von Bioprodukten das Vertrauen der Verbraucher sichern.<\/p>\n<p>Nicht nur die Produktion von Lebensmitteln belastet die Umwelt, auch die Lebensmittelverschwendung. \u201eDie Lebensmittelabf\u00e4lle zu reduzieren, ist ein zentraler Schritt, den Lebensmittelbereich ressourcenschonender zu gestalten. Dabei sind alle Akteure gefragt, die Debatte darf nicht auf die Verbraucher verengt werden\u201c, sagt Holger Krawinkel. vzbv und UBA appellieren unter anderem an den Handel, Qualit\u00e4tsanforderungen zur Makellosigkeit, Gr\u00f6\u00dfe und Form von Lebensmitteln zu \u00fcberdenken. Ein langfristig angelegtes Konzept zur Verbraucherbildung, m\u00fcsse schon in der Schule ansetzen und Konsumenten sensibilisieren und informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00d6kobilanz von Lebensmitteln hat es in sich: Ein F\u00fcnftel der Treibhausgasemissionen in Deutschland gehen auf den Ern\u00e4hrungssektor zur\u00fcck. Stickstoff\u00fcbersch\u00fcsse aus der Landwirtschaft belasten das Grundwasser. Zugleich landen pro Jahr elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln im M\u00fcll und werden verschwendet. 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