{"id":18757,"date":"2014-01-09T03:12:09","date_gmt":"2014-01-09T01:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=18757"},"modified":"2014-01-08T14:28:11","modified_gmt":"2014-01-08T12:28:11","slug":"eu-forschungsprojekt-nano3bio-startet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-forschungsprojekt-nano3bio-startet\/","title":{"rendered":"EU-Forschungsprojekt &#8220;Nano3Bio&#8221; startet"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend das Erd\u00f6l langsam zur Neige geht, gewinnen nachwachsende Ressourcen an Bedeutung. K\u00fcnftig muss die biologische Herstellung von Rohstoffen laut Experten eine noch gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen, um den Bedarf umweltgerecht zu decken. Dieser Herausforderung stellt sich jetzt ein internationales Konsortium aus Forschungsinstituten und Unternehmen, allen voran das Team um Prof. Dr. Bruno Moerschbacher vom Institut f\u00fcr Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster (WWU). Ziel ist die biotechnologische Produktion sogenannter Chitosane, die als Rohstoffe f\u00fcr Medizin, Landwirtschaft, Wasseraufbereitung, Kosmetik, Papier- und Textilindustrie sowie zahlreiche andere Einsatzgebiete von Bedeutung sind. Um dieses Potenzial zu erschlie\u00dfen, f\u00f6rdert die Europ\u00e4ische Kommission bis 2017 das Forschungsprojekt &#8220;Nano3Bio&#8221; mit insgesamt fast neun Millionen Euro. Neben den Biologen der WWU sind Universit\u00e4ten und Forschungsinstitute sowie Unternehmen aus Belgien, D\u00e4nemark, Deutschland, Frankreich, Indien, den Niederlanden, Schweden und Spanien beteiligt.<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Mit dem &#8216;Nano3Bio&#8217;-Projekt geht ein wissenschaftlicher Traum in Erf\u00fcllung&#8221;, unterstreicht Bruno Moerschbacher, &#8220;denn in diesem starken Konsortium lassen sich bahnbrechende Fortschritte von der Grundlagenforschung bis hin zur biotechnologischen Produktion von Chitosanen erzielen&#8221;. Bisher werden Chitosane meist auf chemischem Weg aus begrenzt verf\u00fcgbaren Rohstoffen wie den Schalen von Krabben gewonnen. In biotechnologischen Verfahren sollen speziell pr\u00e4parierte Pilze, Bakterien oder Algen die Herstellung der begehrten Stoffe \u00fcbernehmen. Eine Hoffnung der Forscher ist, dass dies weniger aufwendig sowie energiesparender und umweltfreundlicher sein wird als die bisherigen Verfahren. Ebenso wichtig ist es dem Konsortium, die chemischen Verfahren durch biologische Methoden zu ersetzen, um qualitativ noch bessere und besonders nat\u00fcrliche Chitosane zu gewinnen. Bruno Moerschbacher erkl\u00e4rt: &#8220;Sollte uns der Durchbruch gelingen, w\u00e4re dies ein gro\u00dfer Erfolg, der auch riesiges \u00f6konomisches Potenzial birgt.&#8221; Doch das Vorhaben ist anspruchsvoll: Beispielsweise gilt es zu ermitteln, welche biologischen Organismen am besten in der Lage sind, exakt die Qualit\u00e4t von Chitosan zu produzieren, die f\u00fcr eine bestimmte Anwendung ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Die biochemische Qualit\u00e4t verschiedener Chitosane ist mindestens so unterschiedlich wie die Einsatzgebiete. Beispielsweise eignet sich ein Chitosan zur Veredlung von Saatgut und tr\u00e4gt durch Schutz vor Sch\u00e4dlingen zu ertragreicheren Ernten bei. Ein anderes wirkt in Spr\u00fchpflastern antibakteriell und beschleunigt eine narbenfreie Wundheilung. In Medikamenten k\u00f6nnen spezielle Chitosane daf\u00fcr sorgen, Wirkstoffe dorthin zu transportieren, wo sie menschlichen Zellen helfen sollen \u2013 zum Beispiel im Gehirn oder in Krebszellen. Die Forscher vermuten, dass sich viele weitere Einsatzgebiete finden lassen, in denen Chitosane andere Substanzen ersetzen oder qualitativ \u00fcbertreffen k\u00f6nnen. Das sei h\u00e4ufig auch darum sinnvoll, weil eine der zahlreichen vielversprechenden Eigenschaften dieser Stoffe darin bestehe, dass sie vom menschlichen K\u00f6rper gut vertragen und in der Umwelt leicht abgebaut werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend das Erd\u00f6l langsam zur Neige geht, gewinnen nachwachsende Ressourcen an Bedeutung. K\u00fcnftig muss die biologische Herstellung von Rohstoffen laut Experten eine noch gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen, um den Bedarf umweltgerecht zu decken. 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