{"id":18610,"date":"2013-12-20T07:27:10","date_gmt":"2013-12-20T05:27:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.innovations-report.de\/html\/berichte\/biowissenschaften_chemie\/zuckerrueben_genom_erstmals_sequenziert_224272.html"},"modified":"2013-12-20T08:33:56","modified_gmt":"2013-12-20T06:33:56","slug":"zuckerruben-genom-erstmals-sequenziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zuckerruben-genom-erstmals-sequenziert\/","title":{"rendered":"Zuckerr\u00fcben-Genom erstmals sequenziert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein internationales Forscherteam, in dem Biologen der TU Dresden mitarbeiten, hat erstmals das Genom der Zuckerr\u00fcbe sequenziert und damit den genetischen Bauplan einer bedeutenden Nutzpflanze entschl\u00fcsselt. Die Ergebnisse wurden jetzt in der renommierten internationalen Zeitschrift \u201eNature\u201c ver\u00f6ffentlicht. Neben einer ausgew\u00e4hlten Sorte sequenzierte die Forschergruppe vier weitere Zuchtlinien, eine Wildr\u00fcbe als potenziellen Vorl\u00e4ufer sowie Spinat als nahen Verwandten der Zuckerr\u00fcbe.<\/strong><\/p>\n<p>Rund 30 Prozent des weltweiten Zuckerbedarfs werden durch die Zuckerr\u00fcbe gedeckt. Dar\u00fcber hinaus ist sie eine wichtige Futterpflanze und hat eine wachsende Bedeutung f\u00fcr die Gewinnung von Bioethanol und Biogas. Umso wichtiger war daher die Sequenzierung des Genoms, das f\u00fcr die meisten anderen bedeutenden Nutzpflanzen bereits vorliegt. Die Forschungsergebnisse sind in verschiedener Hinsicht bedeutsam. Zum einen k\u00f6nnen Z\u00fcchtungen nun deutlich schneller und effizienter erfolgen. Jetzt, wo die 27.421 Gene der Zuckerr\u00fcbe identifiziert sind, k\u00f6nnen Eigenschaften wie Sch\u00e4dlingsresistenz, Trockentoleranz oder Zuckergehalt gezielt beeinflusst werden. Aber auch f\u00fcr die Grundlagenforschung bringen die Ergebnisse der Genomsequenzierung einen gro\u00dfen Nutzen. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Taxonomie: Innerhalb der mehr als 11.000 Arten z\u00e4hlenden Pflanzenordnung der Caryophyllales, den Nelkenartigen, ist die Zuckerr\u00fcbe die erste Art \u00fcberhaupt, deren Genom sequenziert wurde. Es steht nun als Referenzgenom f\u00fcr diese wichtige Pflanzengruppe, zu der u.a. auch Kakteen oder fleischfressende Pflanzen geh\u00f6ren, zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Innerhalb des Konsortiums aus internationalen Universit\u00e4ten, Forschungseinrichtungen und Saatzuchtunternehmen haben sich die TUD-Wissenschaftler der Professur f\u00fcr Zell- und Molekularbiologie der Pflanzen um Prof. Dr. Thomas Schmidt den mindestens 60 Prozent der 758 Millionen Basenpaare im Genom der Zuckerr\u00fcbe gewidmet, die keine oder nur wenige Gene enthalten. Das Bild dieser als repetitive DNA bezeichneten Sequenzen hat sich grundlegend gewandelt. Wurde sie bis vor einigen Jahren noch als \u00fcberfl\u00fcssige oder Junk-DNA betrachtet, gilt heute als gesichert, dass sie entscheidend die Gr\u00f6\u00dfe eines Genoms und die Struktur der Chromosomen bestimmt und die Genregulation beeinflusst.<\/p>\n<p>Die Sequenzierung des Zuckerr\u00fcben-Genoms ist auch die Grundlage f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschungsarbeiten. Diese werden unter anderem auf die Epigenetik fokussiert sein um zu erforschen, welche Faktoren den Chromatin-Zustand und damit die Aktivit\u00e4t der Gene bestimmen. Die Basis hierf\u00fcr haben die Biologen der TU Dresden geschaffen. Mit Hilfe hochaufl\u00f6sender Methoden der Fluoreszenzmikroskopie haben sie die Identifizierung der repetitiven DNA und die Zuordnung zu den entsprechenden Regionen der Chromosomen vorgenommen.<\/p>\n<p>Die aktuelle Nature-Publikation unter dem Titel \u201eThe genome of sugar beet (Beta vulgaris) a recently domesticated crop\u201c ist das Ergebnis mehrerer F\u00f6rderprojekte des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung im Rahmen der nationalen F\u00f6rderinitiative \u201ePlant2030\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Biowissenschaften Chemie] Ein internationales Forscherteam, in dem Biologen der TU Dresden mitarbei&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[408],"class_list":["post-18610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-technische-universitaet-tu-dresden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18610"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18610\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18610"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=18610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}