{"id":18526,"date":"2013-12-16T03:00:45","date_gmt":"2013-12-16T01:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=18526"},"modified":"2018-02-16T14:33:50","modified_gmt":"2018-02-16T13:33:50","slug":"biokunststoffmarkt-wachst-kraftig-zwischen-2012-und-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokunststoffmarkt-wachst-kraftig-zwischen-2012-und-2017\/","title":{"rendered":"Biokunststoffmarkt w\u00e4chst kr\u00e4ftig zwischen 2012 und 2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 12. Dezember 2013. Der 2012 rund 1,4 Million Tonnen z\u00e4hlende Biokunststoffmarkt wird bis 2017 auf \u00fcber 6 Millionen Tonnen wachsen. Selbst unter Ber\u00fccksichtigung dieses Wachstumspotentials wird die f\u00fcr den Anbau von Biomasse ben\u00f6tigte Fl\u00e4che 2017 lediglich etwa 0,02 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfl\u00e4che betragen. Dies geht aus der aktuellen Marktprognose hervor, die der Branchenverband European Bioplastics j\u00e4hrlich in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUnsere aktuellen Marktdaten best\u00e4tigen erneut, dass die Biokunststoffbranche weltweit in den kommenden Jahren gesund und \u00fcberdurchschnittlich wachsen wird\u201c, erl\u00e4utert Fran\u00e7ois de Bie, Vorstandsvorsitzender European Bioplastics. \u201eDie Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr alle Biokunststoffmaterialien legen zu und verteilen sich auf eine breite Palette unterschiedlicher Marktsegmente \u2013 von Verpackungen \u00fcber Fasern bis hin zu Verbraucherelektronik.\u201c<\/p>\n<p>Deutlich am st\u00e4rksten w\u00e4chst dabei die Gruppe der biobasierten, nicht-biologisch abbaubaren Biokunststoffe. Vor allem die sogenannten \u201edrop-in\u201c L\u00f6sungen, also Massenkunststoffe wie PE und PET<sup>1<\/sup>, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden, bauen gro\u00dfe Kapazit\u00e4ten neu auf. Die Sparte der biologisch-abbaubaren Kunststoffe, die beispielsweise die Bioabfallsammlung unterst\u00fctzen und so zu effizienteren Abfallstr\u00f6men beitragen, zeigt ebenfalls stolze Wachstumsraten: um etwa 60 Prozent werden die Produktionskapazit\u00e4ten voraussichtlich bis 2017 steigen.<\/p>\n<p>Der Verpackungsmarkt bleibt auch in den kommenden Jahren das f\u00fchrende Anwendungsgebiet f\u00fcr Biokunststoffe. Die Biokunststoffbranche bietet eine breite Auswahl an marktreifen Anwendungen \u2013 dringend ben\u00f6tigte, innovative L\u00f6sungen, die beispielsweise die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen sowie den CO2-Fussabdruck von Verpackungen reduzieren und zus\u00e4tzliche Entsorgungs- und Recyclingwege er\u00f6ffnen. Obwohl Verpackungen gegenw\u00e4rtig das gr\u00f6\u00dfte Anwendungsfeld sind, holen andere, sehr unterschiedliche Segmente stetig auf: das gilt insbesondere f\u00fcr die M\u00e4rkte Verbraucherelektronik, Automobil oder Fasern.<\/p>\n<h3>Regionale Entwicklung \u2013 Europa und die Welt<\/h3>\n<p>Die stark wachsende Biokunststoffindustrie bietet ein entsprechendes Potential f\u00fcr neue Arbeitspl\u00e4tze in ganz Europa. Insbesondere in l\u00e4ndlichen Gegenden, die m\u00f6glicherweise eher ver\u00f6den w\u00fcrden, k\u00f6nnen neue Anst\u00f6\u00dfe zur Entwicklung gegeben und Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden. Weitere Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten bietet die rund um die Biokunststoffwirtschaft entstehende Wissensbasis \u2013 hochqualifizierte Jobs werden geschaffen und sichern Besch\u00e4ftigung f\u00fcr kommende Generationen.<\/p>\n<p>European Bioplastics aktuelle Daten zeigen, dass Europa und Nordamerika weiterhin im Bereich Forschung und als Absatzm\u00e4rkte interessant bleiben. Produktionskapazit\u00e4ten werden jedoch eher in S\u00fcdamerika und Asien aufgebaut. \u201cDie EU muss sich anstrengen, wenn sie auch k\u00fcnftig eine f\u00fchrende Position in allen Stufen der Wertsch\u00f6pfungskette besetzen m\u00f6chte. Wir fordern die Europ\u00e4ische Kommission auf, Chancengleichheit f\u00fcr die gesamte biobasierte Industrie in Europa zu schaffen und klar definierte politische Rahmenbedingungen f\u00fcr vielversprechende Zukunftsm\u00e4rkte wie die Biokunststoffindustrie zu setzen,\u201d pl\u00e4diert de Bie angesichts der aktuellen Prognosen.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Biobasiertes PET beinhaltet biobasiertes Monoethylen-Glykol (MEG). Der Anteil des MEG betr\u00e4gt derzeit etwa 30 Prozent des PET-Materials. Terephthals\u00e4ure, PTA, stellt die \u00fcbrigen 70 Prozent<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<br \/>\n<\/strong>Die Grafiken zu den Marktdaten k\u00f6nnen Sie in Englisch und Deutsch hier herunterladen: <a href=\"http:\/\/en.european-bioplastics.org\/press\/press-pictures\/labelling-logos-charts\/\" target=\"_blank\">http:\/\/en.european-bioplastics.org\/press\/press-pictures\/labelling-logos-charts\/<\/a><\/p>\n<p>Publikationen und Positionspapiere von European Bioplastics:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/en.european-bioplastics.org\/multimedia\/\" target=\"_blank\">http:\/\/en.european-bioplastics.org\/multimedia\/<\/a><\/p>\n<p>Weitere kostenfreie Daten und Grafiken rund um Biokunststoffe finden Sie auf der Seite unseres Partners IfBB: <a href=\"http:\/\/www.downloads.ifbb-hannover.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.downloads.ifbb-hannover.de\/<\/a><\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber European Bioplastics<br \/>\n<\/strong>European Bioplastics ist die Interessenvertretung der europ\u00e4ischen Biokunststoffindustrie. Zu ihren Mitgliedern z\u00e4hlen Unternehmen der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette. Die Mitglieder produzieren, verarbeiten und vertreiben Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, biologisch abbaubar sind, oder beide Eigenschaften in sich vereinen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 12. Dezember 2013. Der 2012 rund 1,4 Million Tonnen z\u00e4hlende Biokunststoffmarkt wird bis 2017 auf \u00fcber 6 Millionen Tonnen wachsen. Selbst unter Ber\u00fccksichtigung dieses Wachstumspotentials wird die f\u00fcr den Anbau von Biomasse ben\u00f6tigte Fl\u00e4che 2017 lediglich etwa 0,02 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfl\u00e4che betragen. 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