{"id":18334,"date":"2013-12-04T03:03:51","date_gmt":"2013-12-04T01:03:51","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=18334"},"modified":"2013-12-03T21:57:15","modified_gmt":"2013-12-03T19:57:15","slug":"ressourceneffiziente-produkte-aus-biomasse-eu-projekt-newapp-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ressourceneffiziente-produkte-aus-biomasse-eu-projekt-newapp-gestartet\/","title":{"rendered":"Ressourceneffiziente Produkte aus Biomasse &#8211; EU-Projekt \u201cNEWAPP\u201d gestartet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit einem neuen EU-Forschungsprojekt sollen innovative Anwendungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Abfallstrom &#8220;feuchte Biomasse\u201d gefunden werden. Insgesamt werden acht Projektpartner aus vier EU-L\u00e4ndern f\u00fcr die n\u00e4chsten 30 Monate an dem im November gestarteten Projekt \u201eNEWAPP\u201c arbeiten. Der Fokus liegt auf der Anwendung des HTC-Prozesses, mit dem feuchte Biomasse in kohle\u00e4hnliche Produkte umgewandelt werden kann.<\/strong><\/p>\n<p>Unter den Teilnehmern sind Forschungseinrichtungen und Branchenexperten von Verb\u00e4nden und Unternehmen. Die EUBIA (European Biomass Industry Association) mit Sitz in Br\u00fcssel koordiniert das Konsortium an dem auch der Spanische Oberste Rat f\u00fcr wissenschaftliche Forschung (CSIC, Spain), die belgische Association of cities and regions for recycling and sustainable resource management (ACR+), der Bundesverband Sekund\u00e4rrohstoffe und Entsorgung (bvse) die Technische Universit\u00e4t D\u00e4nemark sowie Ingelia S.L (Spanien), Terra Preta (TP, Deutschland) und das ttz Bremerhaven teilnehmen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Projektgruppe fallen pro Jahr in der EU zwischen 120 und 140 Millionen Tonnen Bioabf\u00e4lle an, beispielsweise feuchte landwirtschaftliche R\u00fcckst\u00e4nde und feuchte kommunale Abf\u00e4lle wie Laub, Gras oder Nahrungsreste. 67% der Materialien werden verbrannt oder deponiert. Eine geringe Menge wird kompostiert, anaerob verg\u00e4rt oder als Viehfutter genutzt. \u201eFeuchte Biomasse ist in gro\u00dfen Mengen verf\u00fcgbar, jedoch existieren kaum intelligente Verfahren f\u00fcr die Behandlung. Diese Materialien sind eine wertvolle Ressource und k\u00f6nnen in Produkte umgewandelt werden, die Vorteile f\u00fcr die Abfallbehandlung, die erneuerbaren Energien und die Industrie haben. Wir wollen deshalb eine Abkehr von der Deponierung dieser Materialien hin zu einer in ressourceneffizienten Verwertung\u201d, erkl\u00e4rt Projektteilnehmer Andrea Salimbeni (EUBIA).<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von NEWAPP ist HTC (Hydrothermale Carbonisierung) ein kosten- und ressourceneffizientes sowie umweltfreundliches Verfahren, um Abf\u00e4lle zu vermeiden und gleichzeitig Prim\u00e4rbrennstoffe zu ersetzen. W\u00e4hrend des HTC-Prozesses wird Biomasse unter Anwesenheit von Wasser moderaten Temperaturen und Dr\u00fccken ausgesetzt. Dabei entstehen zwei Hauptprodukte: ein kohle\u00e4hnlicher Stoff (HTC Kohle) und eine n\u00e4hrstoffreiche Wasserl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Zu Beginn der n\u00e4chsten 2,5 Jahre wird NEWAPP die HTC-Anlage von Ingelia nutzen, um Versuche mit f\u00fcnf verschiedenen Biomassestr\u00f6men zu fahren. Dann liegt der Fokus auf der Entwicklung eines neuen technischen Nutzungspfads f\u00fcr die Umwandlung von Bioabf\u00e4llen in hochwertige Produkte. Die Gruppe wird erforschen, welche verschiedenen Produkte aus den ausgew\u00e4hlten Stoffstr\u00f6men durch den HTC-Prozess gewonnen werden k\u00f6nne. Schlie\u00dflich soll es um Qualit\u00e4ts- und Sicherheitsstandards sowie Techniken f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung von HTC-Produkten gehen. M\u00f6gliche Anwendungsfelder der HTC-Produkte sind Energiegewinnung, Wasserbehandlung, Bodenaufbereitung und Kohlenstoffbindung. Zu vielversprechenden Anwendungsfeldern sollen auch Business-Pl\u00e4ne erstellt werden.<\/p>\n<p>Das Projekt ist Teil des 7. Rahmenprogramms der Europ\u00e4ischen Union. Das Budget bel\u00e4uft sich auf rund 2,58 Mio. Euro. Der F\u00f6rderanteil betr\u00e4gt rund 1,76 Mio. Euro.<\/p>\n<p><strong>Kontakt<br \/>\n<\/strong>Anna Wagner<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:wagner@bvse.de\" target=\"_blank\">wagner@bvse.de<\/a> (bvse)<\/p>\n<p>B\u00e1rbara De Mena Pardo<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:bdemena@ttz-bremerhaven.de\" target=\"_blank\">bdemena@ttz-bremerhaven.de<\/a> (ttz Bremerhaven)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem neuen EU-Forschungsprojekt sollen innovative Anwendungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Abfallstrom &#8220;feuchte Biomasse\u201d gefunden werden. Insgesamt werden acht Projektpartner aus vier EU-L\u00e4ndern f\u00fcr die n\u00e4chsten 30 Monate an dem im November gestarteten Projekt \u201eNEWAPP\u201c arbeiten. Der Fokus liegt auf der Anwendung des HTC-Prozesses, mit dem feuchte Biomasse in kohle\u00e4hnliche Produkte umgewandelt werden kann. 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