{"id":183303,"date":"2026-11-06T07:35:00","date_gmt":"2026-11-06T06:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=183303"},"modified":"2026-11-02T13:56:32","modified_gmt":"2026-11-02T12:56:32","slug":"die-entscheidende-frage-ist-wie-wir-das-volle-potenzial-des-recyclings-entfesseln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-entscheidende-frage-ist-wie-wir-das-volle-potenzial-des-recyclings-entfesseln\/","title":{"rendered":"\u201eDie entscheidende Frage ist, wie wir das volle Potenzial des Recyclings entfesseln&#8221;"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-1024x576.jpg\" alt=\"Die Verbindung von Produktion und Recycling verschafft ALPLA ein Alleinstellungsmerkmal\" class=\"wp-image-183340\" style=\"width:686px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-768x432.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/rgb_alpla_9141_16_9-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Verbindung von Produktion und Recycling verschafft ALPLA ein Alleinstellungsmerkmal. \u00a9 ALPLA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Was z\u00e4hlt, um gebrauchten Kunststoff in neue, hochwertige Produkte zu verwandeln? Die ALPLA Gruppe setzt durch die Verzahnung von Produktion und Recycling eigene Standards. Georg L\u00e4sser, Director Business Development, Procurement and Sales Recycling, gibt Einblick in den Qualit\u00e4tsanspruch: ein Spagat zwischen Materialreinheit und herausfordernden Marktbedingungen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer Verpackungen herstellt, sollte auch Verantwortung f\u00fcr deren n\u00e4chstes Leben \u00fcbernehmen\u201c, so der Branchenkenner. Recycling ist bei ALPLA seit \u00fcber 25 Jahren fest verankert. Das Ziel: Eine genutzte Verpackung wird zum gleichwertigen Nachfolgeprodukt \u2013 analog zum Bottle-to-Bottle-Prinzip bei PET. Weltweit produzieren die 13 Recyclingwerke von ALPLA j\u00e4hrlich 300.000 Tonnen rPET und 100.000 Tonnen rHDPE f\u00fcr Kosmetik, Haushaltsreiniger oder \u00d6lflaschen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Garantierte Reinheit:\u201e\u2026 Bis auf die einzelne Ladung\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Verbindung von Produktion und Recycling sichert ALPLA ein Alleinstellungsmerkmal: Man kennt die Anforderungen von Abf\u00fcllern und Markenherstellern aus erster Hand und denkt in Rohstoffen statt in Abf\u00e4llen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir wollen im Markt eine Benchmark f\u00fcr die Recyclingqualit\u00e4t setzen\u201c, betont Georg L\u00e4sser. \u201eDie Kunden kommen deshalb zu uns, weil sie wissen, dass sie bei uns guten Service, Top Qualit\u00e4t, globale Pr\u00e4senz und Entwicklungsvorsprung bekommen.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Reinheit des Rezyklats wird \u00fcber Kriterien wie Farbe, Schlagfestigkeit oder Viskosit\u00e4t durch kontrollierte Abl\u00e4ufe und strenge Zertifizierungen nachgewiesen. Laut dem Recyclingexperten wird zudem \u201ejeder Prozessschritt bis auf die einzelne Ladung und den Lieferanten zur\u00fcckverfolgt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem will ALPLA Downcycling vermeiden. Das Unternehmen verkauft Rezyklate zur\u00fcck in die Verpackungsindustrie, m\u00f6glichst um den Bottle-to-Bottle-Kreislauf zu erhalten. Anders als in der Faserindustrie, wo Kunststoff oft zu nicht mehr recycelbaren Textilien ohne weiteren Lebenszyklus verarbeitet wird, bleiben selbst farblich unpassende Nebenprodukte im technischen Kreislauf: Sie werden zu robusten Anwendungen wie Umreifungsb\u00e4ndern verarbeitet. Hier bewahre man zumindest die gleichen mechanischen Eigenschaften auf dem Niveau einer recycelten Flasche.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-1024x576.jpg\" alt=\"Eines der 13 Recyclingbetriebe von ALPLA weltweit; hier die HDPE-Recyclinganlage in Venta de Ba\u00f1os, Spanien\" class=\"wp-image-183339\" style=\"width:685px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-768x432.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/alpla_recyclingwerk_hdpe_spanien_16_9-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eines der 13 Recyclingbetriebe von ALPLA weltweit; hier die HDPE-Recyclinganlage in Venta de Ba\u00f1os, Spanien. \u00a9 ALPLA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erschwerter Markt: \u201e\u2026 Vergleicht oft \u00c4pfel mit Birnen\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>In Europa kostet Rezyklat derzeit 20 bis 50 Prozent mehr als Neuware. Georg L\u00e4sser stellt klar, dass \u201eder Markt oft \u00c4pfel mit Birnen vergleicht\u201c. Rezyklat m\u00fcsse h\u00f6chste Standards erf\u00fcllen, sei aber viel aufw\u00e4ndiger herzustellen. Dem steht der \u00f6kologische Vorteil gegen\u00fcber, weshalb neuer und recycelter Kunststoff nicht auf eine Stufe geh\u00f6ren. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Allerdings\u201c, ordnet <strong>Georg L\u00e4sser<\/strong> ein, \u201ewenn die Preise f\u00fcr Neuware h\u00f6her sind, tut man sich wirtschaftlich mit dem Recycling etwas leichter.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem sind EU-Regularien extrem kompliziert, und es fehlt an Handhabe gegen Verst\u00f6\u00dfe. Man m\u00fcsse bei jedem Schritt \u201edie Anw\u00e4lte fragen\u201c. ALPLA habe massiv investiert und warte nun \u201eauf die konsequente Durchsetzung\u201c. Weil Markenhersteller auf die PPWR-\u00dcberpr\u00fcfung 2028 spekulieren, senken sie aus Kostengr\u00fcnden ihre Rezyklatziele \u2013 teils von 50 auf 30 Prozent oder gar auf null. Das entzieht dem Markt Tausende Tonnen Nachfrage. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDas ist im Moment die Gemengelage\u201c, erkl\u00e4rt <strong>L\u00e4sser.<\/strong> Doch Investitionen brauchen Verbindlichkeit: \u201eDu f\u00e4ngst nat\u00fcrlich nur an zu investieren, wenn du Planungssicherheit hast.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">KI-Einsatz: \u201e\u2026 ersetzt keine Kreislaufwirtschaft, aber hilft&#8221;<\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz dieser Unsicherheiten investiert ALPLA weiter in Sortiertechnologien, KI-Qualit\u00e4tskontrolle, Dekontamination und Digitalisierung. Der Rezyklat-Anteil (PCR) soll bis 2030 auf 30 Prozent steigen; der strategische Fokus liegt bis 2028 auf hochwertigen Food-Grade-Rezyklaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mechanisches Recycling \u2013 intern scherzhaft \u201eWaschen, F\u00f6hnen, Legen\u201c genannt \u2013 bleibt bei Amortisationszeiten von f\u00fcnf bis zehn Jahren erste Wahl. Chemisches Recycling spiele nur eine erg\u00e4nzende Rolle, da man bewusst \u201ekeinen Schritt in der Polymerkette zur\u00fcckgehen\u201c wolle, zumal es wesentlich mehr CO\u2082 verursacht. Initiativen wie \u201eHolyGrail 2.0\u201c (digitale Wasserzeichen) fehlt es an Marktrelevanz. Ein \u201eRecycled in Europe\u201c-Logo k\u00f6nne zwar Vertrauen aufbauen, d\u00fcrfe aber, mahnt der Recycling-Verantwortliche, \u201enicht zu neuer B\u00fcrokratie f\u00fchren\u201c.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.alpla.com\/sites\/default\/files\/styles\/teaser\/public\/2026-10\/20250417_georg_laesser-020_5.jpg?itok=T5O--kUb\" alt=\"Georg L\u00e4sser\" style=\"width:244px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Georg L\u00e4sser \u00a9 ALPLA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorhandene L\u00fccke: &#8220;&#8230;entsteht bereits bei der Sammlung&#8221;<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden bleibt die Rohstoffmenge. Die eigentliche L\u00fccke entstehe bei der Sammlung, bilanziert Georg L\u00e4sser: \u201eWas nicht gesammelt wird, kann auch nicht recycelt werden.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend PET stabiler l\u00e4uft, stehen Polyolefine (HDPE\/PP) wegen aufw\u00e4ndigerer Sortierung und billiger Neuware unter Preisdruck. Nach der aktuellen Nachfrageschw\u00e4che droht ab 2030 durch die verbindlichen Rezyklat-Quoten der PPWR das Gegenteil. ALPLA baut daher Kapazit\u00e4ten aus, setzt auf Design-for-Recycling und schlie\u00dft langfristige Partnerschaften entlang der Wertsch\u00f6pfungskette.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Zukunftsschl\u00fcssel ist der Ausbau der Polymac-Technologie: Mit diesem neuen, l\u00f6semittelbasierten Verfahren will ALPLA eine Marktl\u00fccke schlie\u00dfen und lebensmittelechtes rHDPE f\u00fcr die PPWR-Quoten ab 2030 erzielen. Das Projekt wird \u00fcber vier Jahre mit dem Technologieinstitut NTCP auf einer Pilotanlage erprobt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDamit st\u00e4rken wir unsere technologische Unabh\u00e4ngigkeit massiv\u201c, betont <strong>Georg L\u00e4sser<\/strong>. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ziel sei es, die interne Anlagenkompetenz zu nutzen, um hochwertige Recyclingmaterialien rechtzeitig f\u00fcr anspruchsvolle Verpackungen bereitzustellen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en-1024x576.png\" alt=\"Zentraler Erfahrungsvorsprung: Durch die Verzahnung von Produktion und Recycling kennt ALPLA die Anforderungen von Abf\u00fcllern und Markenherstellern aus erster Hand.\" class=\"wp-image-183338\" style=\"width:772px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en-1024x576.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en-768x432.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en-400x225.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/11\/presentation1_en.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zentraler Erfahrungsvorsprung: Durch die Verzahnung von Produktion und Recycling kennt ALPLA die Anforderungen von Abf\u00fcllern und Markenherstellern aus erster Hand. \u00a9 ALPLA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit: \u201eKunststoffrecycling ist l\u00e4ngst Realit\u00e4t&#8221;<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun gilt es, Rahmenbedingungen zu harmonisieren, legislative Vorgaben zu pr\u00fcfen und Verpackungen kreislauff\u00e4hig zu gestalten. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass Abf\u00e4lle korrekt getrennt werden. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eKreislaufwirtschaft ist kein Einzelprojekt. Sie funktioniert nur, wenn Politik, Industrie und Verbraucher gemeinsam am selben Strang ziehen\u201c, betont <strong>der Recycling-Leiter<\/strong> abschlie\u00dfend. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Geschieht das, l\u00e4sst sich das volle Potenzial des Recyclings entfesseln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was z\u00e4hlt, um gebrauchten Kunststoff in neue, hochwertige Produkte zu verwandeln? Die ALPLA Gruppe setzt durch die Verzahnung von Produktion und Recycling eigene Standards. 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