{"id":183238,"date":"2026-11-05T07:35:00","date_gmt":"2026-11-05T06:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=183238"},"modified":"2026-11-04T13:22:23","modified_gmt":"2026-11-04T12:22:23","slug":"kreislaufwirtschaft-bei-volkswagen-erste-demontagelinie-geht-ans-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kreislaufwirtschaft-bei-volkswagen-erste-demontagelinie-geht-ans-netz\/","title":{"rendered":"Kreislaufwirtschaft bei Volkswagen: Erste Demontagelinie geht ans Netz"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"725\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-1024x725.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-183265\" style=\"width:617px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-300x212.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-150x106.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-768x544.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-1536x1087.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-2048x1450.jpg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2026\/10\/DB2026FA00043_retina_2400-381x270.jpg 381w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Feierliche Er\u00f6ffnung der CE-Demontagelinie in Zwickau (v.l.n.r.): Andreas Walingen (Head of Volkswagen Group Circular Economy) neben Christian Vollmer (Vorstand f\u00fcr Produktion und Logistik Volkswagen Pkw), Thomas Sch\u00e4fer (CEO Marke Volkswagen Pkw), Dirk Panter (S\u00e4chsischer Staatsminister f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz), Danny Auerswald (Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Volkswagen Sachsen) und Mike R\u00f6sler (Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der VW Sachsen) \u00a9 VW Sachsen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Das Fahrzeugwerk Zwickau er\u00f6ffnet die erste industrielle Demontagelinie mit acht Takten f\u00fcr Vorserien- und zuk\u00fcnftig auch f\u00fcr Altfahrzeuge. Seit dem Startschuss im Januar wurden die Umbauma\u00dfnahmen am Standort und das Genehmigungsverfahren in nur neun Monaten abgeschlossen. Ab 2027 werden 4.100 Fahrzeuge p.a. im Zweischichtbetrieb zerlegt und 100 Mitarbeitende besch\u00e4ftigt. Im Fahrzeugwerk Zwickau werden somit Originalserienteile der Konzernmarken gewonnen und f\u00fcr den Handel bereitgestellt. Der Standort wird k\u00fcnftig Altfahrzeuge wiederaufbereiten, Originalbauteile bereitstellen und Rohstoffe zur\u00fcckgewinnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Thomas Sch\u00e4fer, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG<\/strong>, CEO Marke Volkswagen: \u201eAb heute bauen wir in Zwickau Autos nicht nur zusammen, sondern auch wieder auseinander, mit derselben industriellen Pr\u00e4zision. Denn Demontage und Weiterverwertung hei\u00dft f\u00fcr uns nicht Schrottplatz, sondern Wertsch\u00f6pfung. Das reicht vom wiederverwendeten Bauteil bis zur Entwicklung neuer Modelle. Das Team in Zwickau hat das Thema Kreislaufwirtschaft mit voller \u00dcberzeugung angepackt und ist mit der Umsetzung schneller, als es der Zeitplan vorsah. Damit setzt das Kompetenzzentrum hier am Standort ein entscheidendes Puzzleteil f\u00fcr die Produktion der Zukunft. Auf diese Weise werden wir Circular Economy im ganzen Konzern voranbringen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Vordergrund steht f\u00fcr den Volkswagen Konzern der Aufbau eines neuen Gesch\u00e4ftsfeldes, um zeitwertgerechte Gebrauchtteile und Materialkreisl\u00e4ufe zu erschlie\u00dfen. Gleichzeitig werden mit der Einf\u00fchrung von Rezyklat-Quoten ab dem Jahr 2032 f\u00fcr Kunststoff und weitere Rohstoffe in Europa industrielle, skalierbare Prozesse \u2013 analog der Fahrzeugproduktion \u2013 n\u00f6tig, um Altfahrzeuge effizient demontieren zu k\u00f6nnen. Allein im Bereich der Kunststoffe werden perspektivisch mit wiedergewonnenem Kunststoff aus einem Altfahrzeug drei Neuwagen hergestellt werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Andreas Walingen, Leiter Volkswagen Group<\/strong> Circular Economy: \u201eElektrisch, digital und zirkul\u00e4r: Das ist die Automobilindustrie der Zukunft. Circular Economy wird dabei vom Nachhaltigkeitskonzept zum industriellen Gesch\u00e4ftsmodell. Das Leitprinzip dabei lautet: Ein Fahrzeug. Drei Wertstr\u00f6me. Ein Gesch\u00e4ftsmodell. Zur erfolgreichen Umsetzung brauchen wir Geschwindigkeit, Skalierung mit industriellen Prozessen und Partnern sowie Innovationen f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Dazu haben wir in Zwickau mit dem Start der Demontage einen wichtigen Meilenstein sogar schneller erreicht als geplant. Damit wird Strategie zur industriellen Realit\u00e4t.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcr die linienbasierte Demontage notwendige Anlagentechnik wurde in nur neun Monaten installiert und damit inklusive Genehmigungsverfahren drei Monate fr\u00fcher fertiggestellt als geplant. Insgesamt wurden 1.200 Quadratmeter Boden neu beschichtet, 94 Tonnen Stahl verbaut und 100 Meter Hochstromlinien f\u00fcr Logistikprozesse installiert. Ein Gro\u00dfteil der Aufwendungen floss auch in die Fl\u00e4chenaufbereitung, um Rohstoffe und Reststoffe (umweltgerecht) lagern zu k\u00f6nnen. Um die Finanzmittel optimal einzusetzen, wurde auch Technik aus der Fahrzeugfertigung \u201ere-used\u201c f\u00fcr die Zerlegung verwendet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Danny Auerswald, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Volkswagen Sachsen GmbH<\/strong>: \u201eDas Team am Standort Zwickau nimmt die Aufgabe beherzt an. Wir haben mit unserem Know-how alle Synergien zwischen Fahrzeugbau und Fahrzeugdemontage bei der Einr\u00fcstung und der Prozessgestaltung genutzt. Kurze Wege am Standort, Fachkompetenz und langj\u00e4hrige Erfahrung in der Belegschaft und in der Region erm\u00f6glichen uns, Demontage vom Werkstatt-Setting in einen effizienten seriellen Prozess zu \u00fcberf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Langfristig wird Volkswagen ein Circular Economy Partnernetzwerk in Europa etablieren, um die Circular Economy-Aktivit\u00e4ten effizient zu skalieren und dabei die Logistikkosten optimal zu gestalten. Das Fahrzeugwerk Zwickau ist das Kompetenzzentrum f\u00fcr Kreislaufwirtschaft im Volkswagen Konzern, wo marken\u00fcbergreifend Wissen und Kompetenzen geb\u00fcndelt werden. Diese zentrale Rolle wird durch die Unterst\u00fctzung des Freistaats Sachsen zus\u00e4tzlich gest\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Dirk Panter, Wirtschaftsminister im Freistaat Sachsen<\/strong>: \u201eHeute ist ein guter Tag f\u00fcr Sachsen und Deutschland! Mit dem Aufbau des Circular-Economy-Hubs betritt Volkswagen in der traditionsreichen Automobilregion S\u00fcdwestsachsen industrielles Neuland. Das Werk Zwickau \u00fcbernimmt damit erneut eine wichtige Vorreiterrolle innerhalb des Konzerns. Hier zeigt sich, wie Volkswagen, seine Besch\u00e4ftigten und der Freistaat Sachsen gemeinsam an tragf\u00e4higen L\u00f6sungen f\u00fcr die Zukunft der Automobilindustrie arbeiten. Die Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Fahrzeugkomponenten er\u00f6ffnet neue Gesch\u00e4ftsfelder, schafft zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung und bietet langfristige Besch\u00e4ftigungsperspektiven. Zwickau-Mosel zeigt beispielhaft, wie sichere Wertsch\u00f6pfungsketten, ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen und industrielle Wettbewerbsf\u00e4higkeit Hand in Hand gehen k\u00f6nnen. Die Weiterentwicklung des VW-Standorts ist damit ein wichtiger Meilenstein f\u00fcr die Zukunft des Automobillandes Sachsen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit dem Start der industriellen Demontage im Fahrzeugwerk Zwickau erweitert Volkswagen das After Sales Portfolio um Original-Gebrauchtteile als zeitwertgerechtes Angebot f\u00fcr seine Kunden. Die Nachfrage an Karosseriebauteilen wie T\u00fcren und Sto\u00dff\u00e4ngern ist neben Motoren sowie Getriebebauteilen besonders hoch. Die Original-Gebrauchtteile werden \u00fcber bestehende Netzwerke unserer H\u00e4ndler &amp; Service Partner sowie unabh\u00e4ngiger Werkst\u00e4tten und Teileh\u00e4ndler vertrieben und mittels professioneller Logistik schnell geliefert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Marcus Edelmann, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Volkswagen Group OTLG<\/strong>: \u201eMit dem industriellen Demontieren von Altfahrzeugen bieten wir unseren Kunden hochwertige Gebrauchtteile im After Sales. Statt Bauteile zu verschrotten, verwerten wir diese weiter. Dieses zeitwertgerechte Produktangebot reduziert zus\u00e4tzlich wirtschaftliche Totalsch\u00e4den. Alles zusammen ist ein wesentlicher Beitrag im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie und eine weitere M\u00f6glichkeit, unsere Kundenbindung zu st\u00e4rken.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft wurde im Rahmen der Tarifverhandlungen im Dezember 2024 f\u00fcr den Standort Zwickau festgelegt. Dieser neue Gesch\u00e4ftsbereich soll bis zu 1.000 Menschen besch\u00e4ftigen. Neben der Fahrzeugproduktion ist dies ein zweites Standbein im Sinne der Besch\u00e4ftigungssicherung und des Kompetenzaufbaus in der Region Mitteldeutschland. Die Volkswagen Group sieht die Circular Economy als Chance, ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken, Materialkosten und Prim\u00e4rrohstoffabh\u00e4ngigkeiten zu senken und die Resilienz der Lieferketten zu erh\u00f6hen. Gleichzeitig k\u00f6nnen durch Recycling, Remanufacturing und Second-Life-Anwendungen neue Markt- und Erl\u00f6spotenziale erschlossen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Circular Economy ist f\u00fcr Europa auch ein industriepolitischer Hebel: Sie st\u00e4rkt Resilienz, Innovationskraft und Wettbewerbsf\u00e4higkeit, insbesondere in rohstoffintensiven Branchen wie der Automobilindustrie. Die Kreislaufwirtschaft-Strategie des Konzerns folgt dabei dem Prinzip \u201eREDUCE &amp; GROW&#8221;: Die Volkswagen Group pr\u00fcft, entwickelt und implementiert Ans\u00e4tze, um den Einsatz von Prim\u00e4rrohstoffen zu verringern und materialbezogene Emissionen zu adressieren und projektbezogen neue Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fahrzeugwerk Zwickau er\u00f6ffnet die erste industrielle Demontagelinie mit acht Takten f\u00fcr Vorserien- und zuk\u00fcnftig auch f\u00fcr Altfahrzeuge. 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